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Thomas Krüger (* 20. Juni 1959 in Buttstädt, Thüringen) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit Juni 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.
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Krüger studierte nach einer Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung in Fürstenwalde ab 1981 Theologie und arbeitete in Berlin und Eisenach als Vikar. Er engagierte sich in der Kirche von Unten und gehörte 1989 zu den Gründungsmitgliedern der SDP in der DDR, in der er bis 1990 Geschäftsführer der SDP in Ost-Berlin war. Er gehörte bis zu diesem Zeitraum der Volkskammer der DDR an. Im Januar 1991 war Krüger letzter (kommissarischer) Oberbürgermeister von Ost-Berlin; von 1991 bis 1994 gehörte er als Senator für Familie und Jugend dem Senat des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) an. Von 1994 bis 1998 war Krüger Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war er im Wahlkampf mit dem Motto „eine ehrliche Haut“ auf Postern nackt zu sehen, was für bundesweites Aufsehen sorgte. Bei der Bundestagswahl im September 1998 kandidierte Krüger nicht erneut, sondern legte nach der Geburt seines ersten Kindes eine Babypause ein. Er ist seit 1997 verheiratet mit der Tochter des CSU-Politikers und früheren Bundestagsabgeordneten Wolfgang Zeitlmann, die sich zum Baha'i bekennt. Ihre Heirat fand (auch) im Baha'i-Ritus statt[1]. Durch die Ehe Zeitlmanns mit Gerda Hasselfeldt (CSU), Vizepräsidentin des Bundestages, ist auch Krüger mit Hasselfeldt verschwägert.
Krüger kam 2005 in die Kritik, weil er den Vorsitzenden der vom Verfassungsschutz beobachteten „Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD) Ibrahim El-Zayat als „Experten für Integrationsfragen“ empfahl und, auch als dessen islamistischer Hintergrund klar wurde, an el-Zayat festhielt.
2008 geriet Krüger erneut in heftige Kritik aufgrund seines Begleitbriefs zur Verteilung der Zeitschrift Q-Rage, die einen Artikel über die evangelikale Bewegung enthielt.[2] In dem Begleitbrief schrieb er: „In der Zeitung finden sich interessante Informationen, wie islamistische und evangelikale Gruppen, die wichtige Freiheitsrechte infrage stellen, Jugendliche umwerben.“[3]. Kritik kam prompt von prominenten Evangelikalen wie Hartmut Steeb, dem Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz[4] und Wolfgang Baake, dem Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes.[5] In Folge der Kritik distanzierte sich Krüger vom Q-Rage Artikel und konstatierte, dass dessen Gleichsetzung der evangelikalen Bewegung mit dem islamischen Fundamentalismus unangemessen und nicht zutreffend sei.[6] Dafür kritisierten ihn wiederum die tageszeitung[7], der die Q-Rage beilag, und Der Spiegel[8], dessen Online-Redakteure die jungen Autoren unterstützt hatten. [9] Die Vorsitzenden des Kuratoriums der Bundeszentrale für politische Bildung -- sowohl Ernst-Reinhard Beck (CDU) als auch Dieter Grasedieck (SPD) -- reagierten auf die Protestbriefe der Evangelikalen, die ihr Büro erreichten, mit der Aussage: „Wir halten die Gleichsetzung von Evangelikalen und Islamisten durch den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, für absolut inakzeptabel.“[10]
Krüger ist Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. [11]
Friedrich Ebert | Herbert Fechner | Erhard Krack | Ingrid Pankraz | Christian Hartenhauer | Tino Schwierzina | Thomas Krüger (kommissarisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Krüger, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) und Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung |
| GEBURTSDATUM | 20. Juni 1959 |
| GEBURTSORT | Buttstädt, Thüringen |