Tholos (Femininum, im Deutschen oft falsch Maskulinum, plur. Tholoi, von gr. ἡ θόλος, lat. tholus) bezeichnet in der griechisch-römischen Antike zunächst einen sakralen Rundbau mit und ohne umgebender Säulenstellung. Der Begriff wurde später auf jeden Rundbau und insbesondere das runde Dach ausgedehnt. Daher konnten runde Profanbauten ebenfalls Tholos genannt werden. In römischer Zeit übertrug man den Begriff auch auf runde Grabbauten.
Der Begriff taucht zuerst bei Homer (Odyssee 22, 442 ff.) auf. Daher bezeichnet der Begriff in der Forschung auch bronzezeitliche Rundbauten, vor allem Kuppelgräber des mediterranen Raumes und Kuppelbauten schlechthin. Der Begriff wurde auch auf Rundbauten mit Kraggewölbe übertragen.
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Als älteste Tholoi oder tholosartige Bauten werden die zypriotischen Anlagen von Chirokitia angesprochen. Es sind bienenkorbartige Bauten (engl. Beehive-huts), deren Kuppel aus Kraggewölben in Kragsteintechnik bestehen. Tholosartige Bauweisen kommen in fast allen mediterranen neolithischen Kulturen, von der Levante bis nach Portugal, und am Atlantik nordwärts bis auf die Britischen Inseln vor. Im rustikalen Umfeld hat sich diese Bauweise bis in die Gegenwart als Feldstall, Hütte oder Unterstand erhalten (zu diesen Anlagen sh. Kraggewölbe).
Wegen der Verwendung des Begriffs bei Homer wurde er auch für mykenische Rundbauten benutzt. Ein größeres mykenisches Beispiel in fortgeschrittener Stein- und Gewölbetechnik ist das Schatzhaus des Atreus. Es handelt sich um das älteste Beispiel eines Deckenausbaus unter ausschließlicher Verwendung von (mittelformatigen) Steinen.
Die antike Tholos weist meist eine kreisrunde Cella und einen die Cella konzentrisch umgebenden Säulenumgang auf. Man spricht dann von peripteraler Tholos. Sie kann im Innern einen weiteren Säulenring oder eine Halbsäulengliederung der Innenwand umfassen. Doch gibt es auch schlichte Lösungen ohne Säulenumgang wie die Tholos auf der Agora von Athen, die antiken Lexigraphen meist als Referenz für ihre Definition des Begriffs Tholos diente.
Die Bauform der peripteralen Tholos war besonders im 4. Jahrhundert v. Chr. beliebt. Als besonders schönes Beispiel der griechischen Klassik gilt die Tholos der Marmaria im Athena-Heiligtum in Delphi. Sie ist zugleich auch eine der bekanntesten. Berühmt ist auch die Tholos von Epidauros, die auch innerhalb der Cella einen Säulenring aufweist. Von diesem inschriftlich Thymele genannten Bau unbekannter Funktion sind zahlreiche Inschriften mit Bauabrechungen erhalten. Weitere bekannte Tholoi waren das Arsinoeion in Samothrake und der Rundtempel für Philipp II. von Makedonien und seine Familie, das sogenannte Philippeion in Olympia.
Eines der besterhaltenen Beispiele ist der Rundtempel am Tiber, der sogenannte Vestatempel, in Rom, der ebenfalls als peripterale Tholos anzusprechen ist. Gleiches gilt für Tempel B (Tempel der Fortuna Huiusce Diei) in der Area Sacra di Largo Argentina in Rom.
Ein der peripteralen Tholos oberflächlich ähnelndes Bauwerk ist der Monopteros, dem jedoch der entscheidende Rundraum, die Cella fehlt. In der antiken Literatur konnte der Begriff Monopteros dennoch gleichbedeutend mit Tholos verwandt werden.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."