| Präfektur Thesprotia Νομός Θεσπρωτίας |
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|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Griechenland |
| Verwaltungsregion: | Epirus |
| Fläche: | 1.515 km² |
| Einwohner: | 46.811 (2001 [1]) |
| Bevölkerungsdichte: | 30,90 Einwohner je km²
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| Hauptstadt: | Igoumenitsa |
| Stadtgemeinden (δήμοι): | 8 |
| Landgemeinden (κοινότητες): | 2 |
| ISO 3166-2 Code: | GR-32 |
| NUTS-3-Code: | GR212 |
| Kfz-Kennzeichen: | HN (Igoumenitsa) |
| Website: | www.nthesprotias.gr |
Thesprotia (griechisch Θεσπρωτία, Thesprotía, dt. auch „Thesprotien“) ist eine der 51 Präfekturen in Griechenland. Der Verwaltungssitz der Präfektur (Hauptstadt) ist die Stadt Igoumenitsa, zugleich die größte Stadt der Präfektur. Die heutige Präfektur umfasst im Wesentlichen die gleichnamige antike Landschaft Thesprotia.
Inhaltsverzeichnis |
Thesprotia liegt im Westen und Norden der Verwaltungsregion Epirus in Griechenland.
In der Antike wurde die Landschaft Thesprotia im Westen durch die Küste des Ionischen Meeres begrenzt. Die Grenze im Norden wurde vom Fluss Kalamos (alternativer bzw. antiker Name Thyamis) gebildet, welcher Thesprotia von der Landschaft Chaonia der Insel Korfu (Kerkyra) gegenüberliegend, trennte. Der südliche Teil von Chaonia gehört in der Gegenwart zur Präfektur Thesprotia, der nördliche Teil zu der Provinz Vlore in Südalbanien. Die südliche Grenze der Landschaft Thesprotia war der Fluss Acheron. Anderen Quellen zufolge lage die südliche Grenze der antiken Landschaft Thesprotia zwischen den Flüssen Acheron und Louros und schloss somit die nördlichen Gebiete der heutigen Präfektur Preveza und das Gebiet um Parga (ebenfalls zur Präfektur Preveza zugehörig) ein. Die angrenzende Landschaft im Süden und Südwesten wurde Kassiopia genannt. Der Südosten von Thesprotia grenzte an den Landstrich Amvrakia (Ambrakia), die Ost-Südostgrenze trennte Thesprotia und Athamania. Die Ostgrenze der Landschaft Thesprotia ist nicht eindeutig definiert. Nordöstlich und östlich grenzte die Landschaft Molossis (Molossia) an Thesprotia an. Das antike Heiligtum Dodoni lag in Molossis an der Ostgrenze von Thesprotia. Teile von Molossis sind heute teilweise nordöstlicher Teil der Präfektur Thesprotia.[2]
Die heutige Präfektur Thesprotia weicht in ihren Grenzen von der antiken Landschaft etwas ab. Im Norden grenzt die Präfektur an Albanien. Die Grenze zu Albanien verläuft dabei auf den südlichen Ausläufern der keraunischen Berge (Reza e Kanalit) und teilt die antike Landschaft Chaonia in einen nördlichen albanischen und in einen südlichen griechischen Teil. Dieser Teil Thesprotias wird von den Südausläufern der keraunischen Berge dominiert. Ein Ausläufer der Ceraunischen Berge, der Tsamanda im nordöstlichen Gebiet der Präfektur, ist die höchste Erhebung von Thesprotia mit einer Höhe von 1.759 m; der Gipfel liegt auf der albanisch-griechischen Grenze. Die Küste um und vor allem nördlich von Sagiada ist schroff und felsig. Nach Ost-Nordosten hin nimmt die Vegetation vor allem beim Übergang in das östlich gelegene Gebirge Nordpindos zu. Zweiter dominierender und zugleich begrenzender Faktor der nördlichen Präfektur Thesprotia ist der Fluss Kalamas (Thyamis). Er fließt von Nordosten aus dem Nemertsika-Massiv des Pindos-Gebirges über 115 km Länge in die Bucht von Valtos des Ionischen Meeres nach Südwesten. Im Verlauf bildet er Schluchten, vor allem zwischen den Ortschaften Vrosina und Pende Ekklisies, aber auch Ebenen wie die nördlich von Neraida. Kurz vor seiner Mündung in das Ionische Meer bildet der Kalamos ein Flussdelta mit Hydrobiotopen. Es befindet zwischen Igoumenitsa im Süden und Sagiada und Asprokklisi im Norden. Die Ortschaft Filiates liegt an einem nördlichen Nebenfluss des Kalamas am Nordrand der östlichen Mündungsebene des Flusses.
Der Verlauf des Kalamas trennt den nördlichen Teil von Thesprotia vom zentralen Teil der Präfektur ab. Im Westen an der Küste des Ionischen Meeres befindet sich an der Bucht von Igoumenitsa, welche eine geschützten Hafen bildet, die Hauptstadt der Präfektur Igoumenitsa. Östlich von Igoumenitsa erhebt sich der Berg Varathi mit einer maximalen Höhe von 657 m über N.N. und bildet die südliche Begrenzung der Kalamas-Mündungsebene. Weiter nach Osten erheben sich in Nordwest-Südost-Orientierung die Bergketten der Ori Paramythias und unmittelbar östlich davon die Souliou-Bergkette. Letztere bildet auch die Grenze in Richtung Osten zur Präfektur Ioannina südlich des Kalamas-Tals. Die Ori Paramythias bilden die östliche Begrenzung des Tals von Paramythia bzw. des Tals des Flusses Kokytos, welcher zwischen Kefalovriso und Paramythia entspringt und nach Süd-Südosten in Richtung Parga fließt. Das Kokytos-Tal ist eine fruchtbare Ebene, welche langsam mit den Ortschaften Gardiki, Glyki und Vouvopotamos auf das Höhenniveau des ionischen Meeres abfällt. Bei Glyki fließt der Kokytos in den Acheron, welcher von Osten her kommend nach Westen zum Ionischen Meer fließt. Das Kokytos-Tal weitet sich ab dem Zusammenfluss von Kokytos und Acheron nach Westen hin zum Ionischen Meer deutlich auf.
Die Südgrenze der Präfektur umfasst im Gegensatz zur antiken Landschaft den Acheron erst ab seinem Zusammenfluss mit dem Kokytos nach Osten hin. Nach Westen hin verläuft die Grenze der Präfektur Thesprotia zur Präfektur Preveza nördlich des Acheron auf den südlichen Ausläufern der Berge von Parga. Zwischen der Mündung des Acheron im Süden bei Ammoudia (in der Nähe des antiken Ephyra) und der Bucht von Parga erstreckt sich eine "Zunge" thesprotischen Gebietes zur Bucht von Agios Ioannis am Ionischen Meer. Sowohl nordwestlich dieser Zunge (Gebiet von Parga) als auch süd-südöstlich dieser Zunge gehört die Landschaft zur Präfektur Preveza. Die Berge von Parga (Ori Pargas), welche parallel zur Küste des Ionischen Meeres bis in den Süden der Bucht von Igoumenitsa verlaufen, gehören vollständig zu Thesprotia.
Die Südostgrenze bildet der Verlauf des Acheron bis zum südlichsten Punkt der Souliou-Bergkette. Auf der gleichen Bergkette verläuft die Ostgrenze von Thesprotia zur Präfektur Ioannina hin in nördlicher Richtung. Am nördlichen Ende der Souliou-Berge bieten die Ori Paramythias einen Pass zur Passage zwischen dem Tal bzw. Ebene von Paramythia im Westen und dem Tal von Dodoni im Osten: die ‚Treppe Paramythias‘ (Skala Paramythias).
Die Präfektur Thesprotia weist den westlichsten Punkt des griechischen Festlandes an der Grenze zu Albanien auf.
Die antiken Bewohner Thesprotias - die Thesproten - waren neben den Molossern und Chaoniern einer der drei bedeutenden Volksstämme im antiken Epirus. Bereits Homer beschrieb in der Odyssee die Thesproter als seefahrendes Volk unter Herrschaft eines Königs. Die bedeutendste Stadt der antiken Landschaft Thesprotia war Ephyra, welche ein sehr berühmtes Totenorakel (Nekromantion) besaß.
Thesprotias’ Wirtschaftskraft gründet sich auf der Landwirtschaft und dem Tourismus. Die Landwirtschaft wird dabei in den Ebenen Thesprotias betrieben, beispielsweise entlang der Flüsse Kalamas und Acheron, aber auch in der Ebene von Paramythia. Der Tourismus gewinnt weiter an Bedeutung. Die Industrie ist in Thesprotia bislang nur schwach entwickelt. Im Stadtteil Nea Selefkia im Norden von Igoumenitsa findet sich ein Industriegebiet mit überwiegend kleinen Industriebetrieben. Der neu angelegte Industriepark an der Autobahn 2 (Griechenland) zwischen Igoumenitsa und Paramythia wird gegenwärtig von wenigen Unternehmen in Anspruch genommen. Bedeutsam - insbesondere für den Bereich Igoumenitsas - ist auch der Dienstleistungssektor in Verbindung mit dem Hafen. Durch den Neu- und Ausbau des Hafens, dessen unmittelbaren Anschluss an die Autobahn 2 sowie die für 2012 bis 2015 geplante Anbindung an das griechische Eisenbahnnetz ist eine noch intensivere Nutzung des Wirtschaftssektors Warenverkehr zu erwarten.
Das Rückgrat des öffentlichen und privaten Verkehrs in Thesprotia stellt wie im übrigen Griechenland auch das Straßennetz dar. Thesprotia wird von mehreren Nationalstraßen durchzogen, wobei diese alle als 2-spurige Landstraßen mit Gegenverkehr ausgebaut sind.
Über eine Anbindung an das griechische Eisenbahnnetz verfügt die Präfektur Thesprotia gegenwärtig nicht. Im Rahmen der transeuropäischen Verkehrskorridore und Netzwerke (TEN) ist allerdings der Anschluss der Präfektur an das griechische Eisenbahnnetz geplant. Hierbei soll südlich der Trasse der Autobahn 2 ein Bahnhof in Igoumenitsa entstehen. Die dort beginnende Bahntrasse soll anschließend in Richtung Osten nach Ioannina führen und von dort aus weiter nach Südosten den Anschluss an das bestehende Eisenbahnnetz in Kalambaka (von dort aus Anschluss nach Thessaloniki und Athen) erhalten. Zugleich ist mittels einer neuen Strecke von Ioannina aus nach Süden bis Patras eine neue Eisenbahnstrecke entlang des ionischen Meeres vorgesehen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2012 projektiert. Die Durchführung erscheint aber nicht gesichert, da aufgrund der bergigen Topographie wie bei der Autobahn 2 enorme Kosten beim Bau entstehen werden.
Ein nationaler oder internationaler Flughafen besteht auf dem Gebiet von Thesprotia nicht.
Die Seeschiffahrt hat für Thesprotia in Form des Fährverkehrs eine überragende Bedeutung bekommen. Igoumenitsa und sein Hafen ist Endpunkt und Zwischenstation von Fährverbindungen (Personen, Kraftfahrzeuge) zwischen Griechenland und Italien mit den Städten Bari, Ancona, Brindisi und Venedig. Diese Fährverbindungen werden vor allem von Touristen aus Mittel- und Westeuropa genutzt. Ihre Nutzung steigerte sich zu Anfang der 1990er Jahre erheblich, als die Landpassage von Mitteleuropa nach Griechenland durch die Kriege im ehemaligen Jugoslawien unpassierbar wurde. Neben den Fährverbindungen nach Italien und in den Süden Griechenlands (vor allem Patras) ist Igoumenitsa der Endpunkt der Personen- und Autofährenverbindungen nach Korfu (Kerkyra).
Die Einwohnerzahl in Thesprotia beträgt 59.559 (Hochrechnung 2006). Davon entfallen 2006 allein ca. 17.000 Einwohner auf den Raum der Hauptstadt Igoumenitsa.
| Liste der Stadt- (Dimos) und Landgemeinden (Kinotita) der Präfektur Thesprotia | ||||||||||||
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| Karte | Nr. | Gemeindename | YPES-/LAU-Kode | Verwaltungssitz | Postleitzahl | Telefonvorwahl | Einwohner 2001 | Fläche in km² | Gemeindeteile | Einwohner/km² | ||
| 02 | Acheron | Δήμος Αχέροντα | 2001 / 320200 | Gardiki | Γαρδίκι | 460 31 | 26660-41 | 2.344 | 67,343 | 4 | 35,00 | |
| 08 | Filiates | Δήμος Φιλιατών | 2010 / 320800 | Filiates | Φιλιάτες | 463 00 | 26640-22 | 8.288 | 490,430 | 42 | 17,00 | |
| 01 | Igoumenitsa | Δήμος Ηγουμενίτσας | 2002 / 320100 | Igoumenitsa | Ηγουμενίτσα | 461 00 | 26650-2 | 14.710 | 80,808 | 9 | 182,00 | |
| 03 | Margariti | Δήμος Μαργαριτίου | 2003 / 320300 | Margariti | Μαργαρίτι | 460 30 | 26650-9 | 3.032 | 141,579 | 7 | 21,00 | |
| 04 | Paramythia | Δήμος Παραμυθιάς | 2004 / 320400 | Paramythia | Παραμυθιά | 462 00 | 26660-2 | 7.859 | 316,853 | 23 | 25,00 | |
| 05 | Parapotamos | Δήμος Παραποτάμου | 2005 / 320500 | Parapotamos | Παραπόταμος | 461 00 | 26650-92 | 1.668 | 66,574 | 6 | 25,00 | |
| 09 | Perdika | Κοινότητα Πέρδικας | 2006 / 326100 | Pedika | Πέρδικα | 461 00 | 26650-91 | 2.270 | 34,605 | 1 | 66,00 | |
| 06 | Sagiada | Δήμος Σαγιάδας | 2007 / 320600 | Asproklissi | Ασπροκκλήσι | 463 00 | 26640-51 | 2.160 | 87,803 | 5 | 25,00 | |
| 10 | Souli | Κοινότητα Σουλίου | 2008 / 326200 | Samonida | Σαμονίδα | 460 31 | 26660-24 | 748 | 93,230 | 5 | 8,00 | |
| 07 | Syvota | Δήμος Συβότων | 2009 / 320700 | Plataria | Πλαταριά | 461 00 | 26650-71 | 3.010 | 72,439 | 4 | 42,00 | |
| Summe bzw. Durchschnitt der Präfektur | 10 Gemeinden, davon 8 Stadt- und 2 Landgemeinden | 46.091 | 1.515 | 30,400 | ||||||||
| Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen des Griechischen Innenministeriums (YPES).[3]. Die Landgemeinden sind hellblau unterlegt. Die Hauptstadt der Präfektur ist orange hinterlegt. |
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Thesprotia hat neben den nationalen griechischen Radiosendern lokale Radiosender die über UKW senden. Diese sind (Auswahl)
Neben den nationalen und lokalen Sendern können auch Radioprogramme aus Korfu, Ioannina und Preveza empfangen werden. Auch der Empfang von albanischen Radiosendern ist im Norden der Präfektur möglich.
Der TV-Empfang in Thesprotia ist terrestrisch und noch analog. In den nächsten Jahren wird auch in Thesprotia und im restlichen Land das DVB-T eingeschaltet, dass in Athen, Thessaloniki und Thessalien bereits angewendet wird und über 60% der Gesamtbevölkerung Griechenlands deckt. In Thesprotia kann man die wichtigsten TV-Sender Griechenlands in guter Qualität empfangen sowie die regionalen Sender aus Arta und Korfu. Die Zahl der empfangbaren TV-Sender lag im Jahr 2007 bei 25 Sendern, da nicht alle griechischen TV-Sender eine für das gesamte Griechenland gültige Sendeerlaubnis besitzen. Thesprotia verfügte auch über einen lokalen Fernsehsender mit der Bezeichnung ALFA TV Igoumenitsa. Dieser hat seinen Betrieb wieder eingestellt.
Die Internetanbindung in der Präfektur Thesprotia ist mit guten Geschwindigkeiten realisierbar. DSL-Anschlüsse mit 1000 und 2000 MBit sind verfügbar.
Der Empfang von Mobiltelefonen ist in Thesprotia in Ortschaften und Siedlungsflächen sehr gut. Probleme mit dem Empfang der Netzsignale von Mobiltelefonnetzen sind aufgrund der gebirgigen Geographie Thesprotias noch anzutreffen. Alle 6 griechischen Netze der Mobilfunktelefonanbieter Cosmote, Vodafone GR (ehemals Panafon), WIND GR (ehemals TIM GR), Q-Telefom, Mad Mobile und Frog Mobile sind in Thesprotia zu empfangen.
Koordinaten: 39.49634 Nördl. Breite, 20.44666 Östl. Länge.
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."