Als Theorie der Kunst können alle Versuche verstanden werden, das Wesen von Kunst (im weiten Sinne: Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Angewandte Kunst) theoretisch zu beschreiben.
Kunsttheorie beschäftigt sich in der Regel mit der ihr jeweils zeitgenössischen Kunst. In der bildenden Kunst umfasst sie Fragen wie die nach dem Kunstbegriff, nach ästhetischen Strategien und Ausdrucksformen, nach Autorenschaft, nach den Ideen hinter den Bildwerken, aber auch nach dem Bild an sich, nach einem (gelenkten) Blick (Blickachse, Perspektive, Inszenierung), der Aura des Künstlers, des Kunstwerks und des Ausstellungsortes, dem historischen, technischen oder soziologischen Kontext, in dem künstlerische Arbeiten stehen, nach Ikonologie und Ikonographie.
Die Kunstgeschichte sieht in der Beschäftigung mit Kunsttheorie einen Teilbereich ihres Forschungsfeldes, beschreibt aber darüber hinaus auch die Erscheinungsformen von Kunstwerken der bildenden Kunst im geschichtlichen Wandel und bestimmt Urheber, Material und Zustand.
Es bestehen Verwandtschaften und Überschneidungen zur Ästhetik, zur Kunstkritik, zur Philosophie und neuerdings zu den Kulturwissenschaften, aber auch zur Psychologie, Medientheorie und zur Wahrnehmungsforschung.
Historische Kunsttheorie findet man beispielsweise in Texten von Immanuel Kant (Kritik der Urteilskraft), Hegel (Vorlesungen über Ästhetik), Schiller (Über die ästhetische Erziehung des Menschen; Kallias oder über die Schönheit) oder Schelling (Philosophie der Kunst).
Künstler wie Kasimir Malewitsch, Cézanne oder Joseph Beuys verfassten selber Theorien ihrer Kunst.
Einige bekannte Kunsttheoretiker des 20. Jahrhunderts sind Bazon Brock, Benjamin H. D. Buchloh, Arthur C. Danto, Thierry de Duve, Michael Fried, Clement Greenberg, Rosalind Krauss, Donald Kuspitt und Susan Sontag.
Charles Harrison und Paul Wood, Kunsttheorie im 20. Jahrhundert, Hamburg: Hatje Cantz, 2003. (Anthologie für das 20. Jh.)
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."