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The White Man's Burden (dt.: „Die Bürde des Weißen Mannes“) ist ein Gedicht von Rudyard Kipling. Das Gedicht wurde unter dem Eindruck der US-amerikanischen Eroberung der Philippinen und anderer ehemaliger spanischer Kolonien verfasst. Es erschien erstmals 1899 in dem Magazin McClure's und trug bei der Erstveröffentlichung den Untertitel The United States and the Philippine Islands.
Kipling wurde vorgeworfen in dem Gedicht die außereuropäischen Völker als unterentwickelt und die weiße Rasse als ihnen überlegen darzustellen (wenngleich dies nicht wörtlich im Text so ausgedrückt wird, so wird es doch suggeriert), weshalb das Werk oft als rassistisch und eurozentristisch bezeichnet wird, bereits einige von Kiplings Zeitgenossen wie Mark Twain sahen es sehr kritisch. Der Titel des Gedichts wurde zum polemischen Schlagwort für Bemühungen, Kolonialisierung zum humanitären Akt umzudeuten.
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Eine derartige Interpretation ist jedoch nich unumstritten. Ein Zitat Kiplings ("East is East und West is West, and never the twain shall meet.") deutet das Verhältnis von Orient und Okzident und damit auch von der "Bürde des weißen Mannes" etwas differenzierter. Osten und Westen stellen dabei so etwas wie "zwei Seiten einer Münze" dar (Janwillem van de Wetering, "Das Koan") , die vom jeweils anderen in ihrer Komplexität nicht vollständig wahrgenommen werden können. "East" und "West" stehen auf jeweils einem anderen kulturellen Fundament und zeichnen sich eben durch ihre Unähnlichkeit aus, bedingen sich aber trotzdem gegenseitig. Die Bürde des weißen Mannes, "Licht" in den dunklen Orient zu bringen, kann so also auch eine fehlgeleitete Selbstverpflichtung darstellen und muss nicht unbedingt einen objektiv zu verstehenden kulturellen Auftrag meinen, der einer weltlichen Mission zu gleichen hätte. Das Gedicht wäre demnach satirisch bis ironisch zu verstehen und verrät mehr über das Selbstverständnis des Kolonisators, als über die Kultur des zu Kolonisierenden. Im Blick auf das Gesamtwerk Kiplings zeigen sich zahlreiche Belege für seine kulturelle Aufgeschlossenheit und seine Liebe zum Orient und seinen Bewohnern, besonders zu Indien, was die voranstehende Deutung untermauern würde.
Take up the White Man's burden—
Send forth the best ye breed—
Go bind your sons to exile
To serve your captives' need;
To wait in heavy harness,
On fluttered folk and wild—
Your new-caught, sullen peoples,
Half-devil and half-child.
Take up the White Man's burden—
In patience to abide,
To veil the threat of terror
And check the show of pride;
By open speech and simple,
An hundred times made plain
To seek another's profit,
And work another's gain.
Take up the White Man's burden—
The savage wars of peace—
Fill full the mouth of Famine
And bid the sickness cease;
And when your goal is nearest
The end for others sought,
Watch sloth and heathen Folly
Bring all your hopes to naught.
Take up the White Man's burden—
No tawdry rule of kings,
But toil of serf and sweeper—
The tale of common things.
The ports ye shall not enter,
The roads ye shall not tread,
Go make them with your living,
And mark them with your dead.
Take up the White Man's burden—
And reap his old reward:
The blame of those ye better,
The hate of those ye guard—
The cry of hosts ye humour
(Ah, slowly!) toward the light
“Why brought he us from bondage,
Our loved Egyptian night?”
Take up the White Man's burden—
Ye dare not stoop to less—
Nor call too loud on Freedom
To cloak your weariness;
By all ye cry or whisper,
By all ye leave or do,
The silent, sullen peoples
Shall weigh your gods and you.
Take up the White Man's burden—
Have done with childish days—
The lightly proferred laurel,
The easy, ungrudged praise.
Comes now, to search your manhood
Through all the thankless years
Cold, edged with dear-bought wisdom,
The judgment of your peers.