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The Economist

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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The Economist
Sprache Englisch
Verlag The Economist Newspaper Limited (England)
Erstausgabe 1843
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage ca. 1,2 Million Exemplare
Chefredakteur John Micklethwait
Weblink www.economist.com
Artikelarchiv Juni 1997 ff.
ISSN 0013-0613

The Economist [ðɪ ɪ'kɒnəmɪst] ist eine britische Wochenzeitschrift, die von The Economist Newspaper Limited in London herausgegeben wird. Charakteristisch sind seine liberale Prägung und die globale Berichterstattung. Der Economist erreichte im Jahr 2007 eine Auflage von etwa 1.200.000 Exemplaren, die in 200 Ländern verkauft wurden. Davon wurden 54 % in Nordamerika, 19 % in Europa und 14 % in Großbritannien abgesetzt.[1]. The Economist wird daher als das einzige wirklich globale Magazin angesehen. [2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Herausgeber

Der Economist wurde zum ersten Mal im September 1843 vom Schotten James Wilson publiziert. Heute wird der Economist von The Economist Group herausgegeben, zu der auch die European Voice, Roll Call (bekannt als die Zeitschrift des Capitol Hill) oder The Economist Intelligence Unit gehören. Derzeitiger Herausgeber ist John Micklethwait.

[Bearbeiten] Profil

Das Hauptaugenmerk der Berichterstattung des Economist liegt auf den Bereichen Politik, Wirtschaft und Finanzen, aber auch Wissenschaft, Technologie und Kunst werden behandelt. Obwohl das jeden Freitag erscheinende Blatt sich selbst als Zeitung bezeichnet, wird es von vielen als Zeitschrift betrachtet.

Der Economist ist das letzte große Printmedium, das seine Artikel ohne Namensnennung der Autoren veröffentlicht. Selbst der Chefredakteur wird nicht namentlich im Heft erwähnt. Der Tradition des Blattes folgend unterzeichnet er nur einen einzigen Artikel namentlich - den seines Abschieds.

Die einzige Ausnahme hiervon sind die zweiwöchentlich erscheinenden „Surveys“: wechselnden Schwerpunktthemen gewidmete Artikelsequenzen über ein Land, eine Branche oder ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Diese „Surveys“ werden von einem namentlich genannten Redakteur betreut.

[Bearbeiten] Liberale Ausrichtung

Der Economist kommt geistesgeschichtlich aus dem Manchesterliberalismus und vertritt heute liberale Positionen und unterstützt neben dem Freihandel unter anderem die geschlechtsneutrale Ehe, den Subventionsabbau, die Legalisierung der Prostitution, die Legalisierung aller Drogen sowie eine liberale Einwanderungspolitik. Der Economist unterstützte ebenso den Irak-Feldzug 2003 und ist für eine EU-Mitgliedschaft der Türkei.

In einer „Geschichte der Zeitung“ beschreibt das Blatt seine Redaktionslinie so: Es sieht sich als vehementen Verteidiger des Freihandels sowie in der Tradition des britischen Radikalismus und ist in der „extremen Mitte“ des politischen Spektrums angesiedelt. Es ist gegen Privilegien, Prunk und Vorhersagbarkeit (privilege, pomposity and predictability). Die Zeitschrift unterstützte Konservative wie Ronald Reagan, Margaret Thatcher oder Bob Dole, Politiker der angloamerikanischen Mitte (Bill Clinton, Tony Blair) oder Linke wie Harold Wilson oder Ken Livingstone.

[Bearbeiten] Internationale Ausrichtung

Für die Regionen Großbritannien, Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik erscheinen jeweils unterschiedliche Ausgaben, die sich durch einzelne Artikel von regionalem Interesse sowie gelegentlich in den Titelblättern unterscheiden.

The Economist unterhält Büros in London, Bangkok, Peking, Berlin, Brüssel, Kairo, Neu-Delhi, Edinburgh, Frankfurt am Main, Hong Kong, Johannesburg, Los Angeles, Mexiko-Stadt, Moskau, New York City, Paris, Riga, San Francisco, São Paulo, Tokio und Washington D.C.

[Bearbeiten] Big-Mac-Index

Bekannt ist der Economist auch für den von ihm entwickelten und regelmäßig veröffentlichten Big-Mac-Index. Dabei dienen die Preise eines Big Mac in unterschiedlichen Ländern als Maßstab für die Kaufkraft der Währungen dieser Länder.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Auflage gemäß Angaben des Economist
  2. Artikel in Die Zeit

[Bearbeiten] Weblinks

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