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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | ||||
| Landkreis: | Harz | ||||
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Thale | ||||
| Höhe: | 156 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 78,47 km² | ||||
| Einwohner: | 15 138 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 193 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 06502 | ||||
| Vorwahlen: | 03947, 03946, 039456 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HZ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 85 330
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 06502 Thale |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Thomas Balcerowski (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Thale im Landkreis Harz | |||||
Thale ist eine Stadt im sachsen-anhaltischen Landkreis Harz und liegt am nordöstlichen Rand des steil abfallenden Harz-Gebirges. Die Stadt ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Thale mit der Gemeinde Westerhausen. Oberhalb von Thale beginnt das Tal der Bode.
Inhaltsverzeichnis |
Die Siedlung Thale muss am Anfang des 10. Jahrhunderts entstanden sein. Sie wurde erstmals 936 im Zusammenhang mit dem Kloster Wendhusen erwähnt, das vor 840 als Nonnenkloster gegründet worden war (als eines der ersten Klöster auf sächsischem Boden). Dieses Kloster geriet in der Folgezeit unter die Schutzherrschaft des Stiftes in Quedlinburg. Das Dorf wurde ab 1231 als Dat Dorp to dem Dale bezeichnet (dessen Geschlecht in latinisierter Form, ab 1288 mit der Ortsbezeichnung de valle, ab 1303 von Thale wiedergegeben wurde). Das Kloster wurde 1525 während des Bauernkriegs zerstört.
Seit 1445 lässt sich in Thale eine erste Eisenhütte nachweisen. Sie wurde nach Verödung im Dreißigjährigen Krieg 1648 als Berghaus zum Wilden Mann wieder aufgebaut, 1670 jedoch völlig zerstört. 1686 entstand eine kleine Hammerschmiede, aus der sich später eine neue Eisenhütte entwickelte, die besonders durch die Nähe zu Erzvorkommen und Holz begünstigt war. Sie existierte bis 1714. 1740 wurde abermals ein Betrieb eröffnet. Kurzzeitig war die Eisenhütte sogar im Besitz von Friedrich dem Großen. 1831 wurde beispielsweise die erste schmiedeeiserne Wagenachse, die in Deutschland bis dato gebaut worden war, hergestellt. 1835 wurde das älteste Blechemaillierwerk Europas in Thale gegründet. Nach dem Anschluss der Stadt an die Eisenbahn 1862 in Richtung Berlin wuchs auch der Ort und die Zahl der Arbeiter: Während die Eisenindustrie im Jahre 1872 nur 350 Personen beschäftigte, waren es 1905 schon 4.400. Vor allem die Emailleproduktion trug zum internationalem Ruf Thales bei, immerhin waren zu Spitzenzeiten 10 % der weltweiten Produktion aus Thale. 1910 sprachen Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Clara Zetkin zu Thalenser Arbeitern. Ab 1916 wurden in Thale Stahlhelme produziert. Im Zweiten Weltkrieg besaß Thale sogar das Monopol auf diese (seit 1934).
Seit dem 19. Jahrhundert blüht der Fremdenverkehr in Verbindung mit dem radonhaltigen Wasser der Hubertusquelle auf, die 1836 erschlossen worden ist. So besuchten verschiedene Literaten wie Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine (Die Harzreise) und Theodor Fontane (Cécile) den Ort und besonders das Bodetal. Außerdem genossen vor allem Berliner Touristen die Thalenser Sommerfrische, dadurch, dass Thale 1862 einen Anschluss an die Eisenbahn aus Wegeleben erhielt; 1909 folgte eine Nebenbahn aus Blankenburg (Harz). 1922 erhielt der Ort das Stadtrecht. Vom 12. bis zum 14. Juni 2009 war Thale unter dem Motto Thale sagenhaft Veranstaltungsort des Sachsen-Anhalt-Tages, zu dem 200.000 Besucher kamen.
Thale bildet den Hintergrund in Theodor Fontanes Roman Cécile.
Seit 21. Dezember 2003 ist die ehemalige Ortschaft Warnstedt Ortsteil von Thale.[1] Am 1. Januar 2009 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Neinstedt und Weddersleben nach Thale eingemeindet. Das Stadtgebiet vergrößerte sich dadurch von 38,13 km² auf 50,13 km².
Zum 01. Juli 2009 wurden Altenbrak, Treseburg und die dazugehörigen Ortsteile in die Stadt Thale eingegliedert. Die Fläche vergrößterte sich auf 78,47 km².
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 jeweils 31. Dezember)[2]:
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(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Stadtrat Thale am 13. Juni 2004; Wahlbeteiligung: 43,1 %)
Das Wappen wurde am 19. Mai 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.
Blasonierung: „In Silber ein breiter blauer Torturm mit Zinnen und rotem Satteldach, belegt mit einem von Silber und Rot im Winkelmaßschnitt gevierteten Schilde.“
Der aufgelegte Schild ist der Wappenschild des um 1650 ausgestorbenen Adelsgeschlechts von Thale (van deme Dale, de Valle), dessen namengebender Stammsitz Thale war. Der Turm deutet auf die 1340 erwähnte Burg.
Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.
Das Wappen wurde 1953 vom Rat der Stadt bestätigt.
Blasonierung: „In Silber ein gezinnter blauer Turm mit spitzem, beknauftem rotem Dach und offenem Tor, über dem Tor ein Silberschild: schräglinks geteilt durch ein rotes Zahnradteil, oben ein aufrechtstehender schwarzer Hammer, unten aus dem Schildrand hervorbrechend eine grüne Tanne.“
Der Turm bezieht sich vermutlich auf eine früher existierende Burg der Herren von dem Dale. Der Inhalt des Schildes symbolisiert einerseits die örtliche Eisenindustrie, andererseits die Harzlandschaft.
Es besteht seit 1990 eine Städtepartnerschaft mit Seesen (Niedersachsen) am Nordwestrand des Harzes und seit 1998 mit der 18 km von Paris entfernten französischen Stadt Juvisy-sur-Orge sowie der nordwestlich des Flusses Niger gelegende nigerianischen Stadt Tillabéri.
Die Walpurgishalle wurde 1901 von dem Berliner Architekten Bernhard Sehring als Blockhaus im altgermanischen Stil erbaut. Die Idee zu der Halle stammt von dem Maler Hermann Hendrich, der die Gemälde im Inneren schuf.
Von Thale aus hat man Zugang zum Bodetal. Das Bodetal überragen Hexentanzplatz, der mit der Personenschwebebahn zu erreichen ist, und die Rosstrappe, zu der ein Sessellift führt.
Von Thale aus führt mit dem Harzer Hexenstieg ein knapp 100 km langer Wanderweg quer durch den Harz nach Osterode und passiert dabei diverse Sehenswürdigkeiten wie den Brocken, Torfhaus, Dammgraben und die Oberharzer Teiche.
Bedeutende Industrieunternehmen in Thale sind heute die Firma Schunk Sintermetalltechnik, die Firma THALETEC GmbH (Herstellung von emaillierten Apparaten für die chemische und pharmazeutische Industrie) sowie die Maschinenfabrik Thale (MFT). Aufgrund der erfolgreichen Geschäftspolitik wurde die Firma THALETEC GmbH am 7. März 2008 zum Unternehmen des Monats März 2008 des Landes Sachsen-Anhalt von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff ausgezeichnet.
Thale hat nach vier Kilometern im Norden Anschluss an die neugebaute vierspurige Bundesstraße 6n, darüber ist die Stadt in östlicher Richtung nach 52 Kilometern an die Autobahn 14 und in westlicher Richtung nach 52 Kilometer an die Autobahn 395 angeschlossen.
In Thale endet die Bahnstrecke Halberstadt–Thale in einem Kopfbahnhof.[3] Vor Erreichen des Hauptbahnhofes liegen noch die Haltepunkte Neinstedt und Thale Musestieg im Ort.
Die ehemalige Bahnstrecke Blankenburg–Quedlinburg (über Thale Bodetal) (1907-1963 im Personenverkehr) ist heute im Bereich Thale vollständig rückgebaut, lediglich die alten Bahnbrücken in der Roßtrappenstraße und im Industriegebiet im Bodetal zeugen noch davon. Mehrere Regionallinien der Q-Bus Nahverkehrsgesellschaft führen durch Thale, für den innerstädtischen Verkehr gibt es einen Stadtbus.
In Thale gibt es ein Gymnasium, das Europagymnasium "Richard von Weizsäcker", die Sekundarschule "THALE/NORD" und zwei Grundschulen: die Grundschule "Geschwister Scholl" und die Grundschule "Auf den Höhen". An weitere Schuleinrichtungen existieren eine Freie Waldorfschule und die Freie Ganztagsschule Quedlinburg e. V. Berufliche Ausbildungsstätten sind das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) und die Deutschen Angestellten Akademie (DAA).
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