Ein Teufelskreis bezeichnet eine zirkulierende Wechselwirkung zwischen mehreren Faktoren, die sich durch positive Rückkopplung gegenseitig verstärken und einen Zustand zunehmend verschlechtern oder zumindest eine Verbesserung verhindern.
Ein klassisches literarisches Beispiel für einen Teufelskreis ist die Situation des Schusters Voigt in Carl Zuckmayers Tragikomödie Der Hauptmann von Köpenick: Um eine Arbeitsstelle zu bekommen, muss er eine polizeiliche Anmeldung vorlegen. Eine polizeiliche Anmeldung erhält er aber nur, wenn er eine Arbeitsstelle nachweisen kann.
In der Prozesssoziologie benutzte Norbert Elias diesen Begriff als Ausdruck für Menschen, die in einem Clinch gefangen sind, der sich immer weiter verstärkt. Später ersetzte er ihn durch den Begriff Doppelbinder.
In der englischsprachigen Volkswirtschaftslehre bezeichnet man Rückkopplungen im Wirtschaftskreislauf, die sich wirtschaftspolitisch positiv bzw. negativ auswirken, als virtuous circle bzw. vicious circle (oder virtuous cycle und vicious cycle). Beispiele für wirtschaftliche Teufelskreise sind Deflationsspirale, Schuldenfalle und Armutsspirale.
Das Konzept ist ähnlich dem circulus vitiosus (lat.: „schädlicher Kreis“) bzw. Zirkelschluss in der Logik. Bei dieser falschen Schlussform hat die Prämisse ihrerseits die angestrebte Schlussfolgerung (Konklusion) zur Prämisse, so dass sich die Argumentation im Kreis dreht. In ganz ähnlicher Weise hängt für den in einem Teufelskreis Gefangenen die Möglichkeit einer Änderung von Voraussetzungen ab, die erst durch diese Änderung selbst entstehen können.
Gelegentlich wird als Gegensatz der Begriff „Engelskreis“ verwendet für progressive Faktorenwirkungen, die sich wechselseitig in Richtung auf eine Entwicklung zum Besseren beeinflussen.
Beispiel: Gesunde Ernährung bewirkt körperliches und geistiges Wohlbefinden und führt dadurch zu erhöhter Leistungsfähigkeit, die wiederum den beruflichen Erfolg und damit das Einkommen günstig beeinflusst. Ein höheres Einkommen erleichtert aber den Zugang zu gesunder Nahrung (z.B. aus dem Reformhaus).
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."