Terra Sigillata (TS) ist die moderne Bezeichnung einer bestimmten Form römischen Tafelgeschirrs, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. in italienischen Werkstätten (Arezzo) entwickelt wurde. Die Römer stellten „das gute Tafelgeschirr“ in Handwerksbetrieben (Manufakturen) her, die ihre Ware mit einem Manufaktursiegel versahen.
Das glänzend rot überzogene Geschirr gibt es als glatte Ware oder als mit Modeln hergestellte reliefverzierte Gefäße. Die Model wurden mit Einzelstempeln verziert. Die so gestalteten Gefäße, vor allem Schalen, wurden anschließend nachgedreht (Anbringen von Fuss und Formgebung des Randes). Ein sogenannter Eierstab schließt die verzierte Zone in der Regel nach oben ab. Die Erforschung der Terra Sigillata hat in der Archäologie eine lange Tradition. Die Chronologie stützt sich vor allem auf die Hersteller- und Bildstempel. Erste chronologische Einteilungen stammen von Hans Dragendorff (1896) und Robert Knorr (1905).
Von Italien kam die Produktion in die Nordprovinzen, zunächst nach Südfrankreich. Dann entstanden im südlichen Gallien (z. B. La Graufesenque, Lezoux) und im östlichen Gallien (z. B. Rheinzabern) Werkstätten. Der ostgallische Produktionsort Rheinzabern in der Pfalz hatte Ende des 2. Jahrhunderts mehrere Filialgründungen, welche die sogenannte schwäbische Ware herstellten: in Nürtingen, Waiblingen und Stuttgart-Kräherwald. Weitere Manufakturen östlich des Rheins befanden sich in der Provinz Noricum, z.B. in Pfaffenhofen am Inn und Westerndorf (Rosenheim). In England ist lediglich aus Colchester eine TS-Manufaktur bekannt. Aus zahlreichen Produktionsorten sind die Hersteller aufgrund der Herstellerstempel namentlich bekannt.
In der Spätantike wurden neue Werkstätten in den Argonnen angelegt, welche die modelgeformte Reliefverzierung nicht mehr weiterführten, sondern einfache Rollstempelverzierungen direkt auf den Gefäßen anbrachten (Rädchensigillata). Bedeutung gewannen nun besonders nordafrikanische Werkstätten, deren Produkte gelegentlich auch im Rheinland zu finden sind. Die Verzierung besteht hier fast nur noch aus Medaillons, die häufig christliche Szenen zeigen (Guter Hirte, etc.).
Heute stellt das keramische Kunsthandwerk teilweise nachgeahmte Terra-Sigillata-Gefäße her.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."