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Terpentin :

femme russe

Terpentin

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Wikipedia:Redaktion Chemie/ausgeblendete Strukturformel

Allgemeines
Name Terpentin
Andere Namen

Balsamöl, Balsamterpentin, Kiefernöl

Summenformel Stoffgemisch
CAS-Nummer 8006-64-2
Kurzbeschreibung farblose bis gelbliche, meist cremige, Flüssigkeit
Eigenschaften
Molare Masse Stoffgemisch
Aggregatzustand flüssig
Dichte

0,86 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−55 °C[1]

Siedepunkt

154–170 °C[1]

Dampfdruck

5,35 hPa[1] (20 °C)

Löslichkeit

schlecht in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [2]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 10-20/21/22-36/38-43-51/53-65
S: (2)-36/37-46-61-62
MAK

560 mg·m−3[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Terpentin (Balsamöl, Kiefernöl) nennt man die frischen, durch Lufteinwirkung noch nicht veränderten Harzausflüsse verschiedener Koniferen, besonders Kiefern (Pinus), die als Gemische von Harz und ätherischen Ölen zu den Balsamen gehören und erst beim Eintrocknen unter Verlust der flüchtigen Stoffe in Harz übergehen. Terpentin ist eine farblose bis gelbliche, meist cremige Flüssigkeit, deren Hauptbestandteile 2-Pinen, 3-Caren und andere monocyclische Monoterpene sind. Terpentin ist gesundheitsschädlich und umweltgefährdend. Die CAS-Nummer für das Gemisch lautet 8006-64-2.

Terpentinöl (Terpentinspiritus) wird durch Destillation aus Terpentin gewonnen. Es ist ein sehr flüchtiges, öl- und harzlösendes Mittel.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eigenschaften

In Wasser ist die Flüssigkeit unlöslich, kann jedoch in Öl, Alkohol und Salmiakgeist gelöst werden. Das Gemisch erstarrt bei ungefähr −50 °C und siedet zwischen 154 und 170 °C. Die Dichte beträgt 0,86 g/cm3. Der Dampfdruck beträgt bei 20 °C 5 hPa. Die Gefahren des Gemisches sind stark vom Gehalt an Pinen und 3-Caren abhängig.

[Bearbeiten] Gewinnung

Zur Gewinnung der zwischen Holz und Rinde oder in besonderen Hohlräumen gebildeten Ausscheidungen wird entweder die Rinde senkrecht rinnenartig eingeschnitten und am unterem Ende der Einschnitte die Masse in besonderen Vertiefungen oder untergestellten Gefäßen aufgefangen, oder man bohrt die Stämme an und lässt aus den mit Pfropfen verschlossenen Löchern von Zeit zu Zeit den Balsam ausfließen. Das Anhauen oder Anbohren der Bäume erfolgt im Frühjahr, das Ausfließen dauert bis in den Herbst und ist bei Bäumen mit dicker Rinde, die der Sonne ausgesetzt sind, am reichlichsten (siehe auch: Pecherei).

[Bearbeiten] Reinigung

Die gesammelte, oft durch Erde, Sand, Nadeln und Rindenstückchen verunreinigte Masse wird durch Schmelzen bei niedriger Temperatur verflüssigt, durch grobe Tücher oder eine Strohschicht geseiht und danach in Fässer gefüllt. In den Vereinigten Staaten setzt man sie einfach in Fässern mit durchlöchertem Boden der Sonnenwärme aus, worauf das reine Terpentin von selbst abtropft. Auch in Frankreich wird Terpentin auf diese Weise gereinigt. Die dickflüssige Sorte heißt Pâte de térébenthine au soleil, die dünnflüssige à la chaudière.

[Bearbeiten] Arten

Die Terpentine sind honigdicke, sehr zähflüssige, je nach der Herkunft klare oder trübe, aromatisch riechende und schmeckende Massen, die, obschon im Allgemeinen von gleicher Zusammensetzung, in Konsistenz, Färbung, Geruch und Ölgehalt doch Abweichungen zeigen. Nach den Ursprungsländern werden sie in folgende Handelssorten unterschieden, wobei die hochwertigen auch „Edelterpentine“ genannt werden:

[Bearbeiten] Verwendung

Terpentin dient hauptsächlich dazu, Harze weicher und geschmeidiger zu machen, und wird daher als Zusatz für Siegellacke, Harzfirnisse, Lacke, Kitte und Ätzgründe verwendet. Zur Herstellung von Lack kann nur die wasserfreie Venezianer Sorte benutzt werden, da sonst trübe Lacke entstehen. Sie verbrennt im Gegensatz zum gewöhnlichen wasserhaltigen Terpentin ohne prasselndes Geräusch. Weiter wird Terpentin häufig als Zusatz zu Salben, Pflastern und Hufkitt sowie in der Medizin verwandt. Außerdem bildet es den Rohstoff zur Herstellung von Terpentinöl, Kolophonium und Isopren. Weiterhin wird es als wichtiges Binde- und Verdünnungsmittel in der Ölmalerei verwendet. Früher wurden Marmorwaschtische, Bodenbeläge usw. mit einer Mischung aus Bienenwachs und Terpentin eingepflegt. In der Restaurierung wird dieses Verfahren immer noch genutzt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b c d e f Sicherheitsdatenblatt (carl roth)
  2. Eintrag zu CAS-Nr. 8006-64-2 im European chemical Substances Information System ESIS

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