Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Tüshaus-Mühle

- Tüshaus-Mühle -

Tüshaus-Mühle :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Tüshaus-Mühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Tüshaus-Mühle von Unterwasser

Die Tüshaus-Mühle ist eine Wassermühle bei Dorsten-Deuten in Nordrhein-Westfalen. Die Mühle liegt am südlichen Rand des Waldgebiets Üfter Mark, wo das Wasser des Hammbachs von Rhade kommend zum Mühlenteich gestaut wird.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte des Tüshaus-Hofs, zu dem die Mühle gehört, lässt sich bis in das Jahr 1382 zurückverfolgen. Die Herren von Lembeck, die in ihrer „Herrlichkeit Lembeck“ das Wasserrecht inne hatten, verpachteten 1615 eine vom Wasser des Hammbachs angetriebene Walkmühle an einen gewissen Tuschhaus. Die Mühle war jedoch nicht der erste Bau an dieser Stelle, da sie auf älteren Fundamenten aufgebaut wurde. In der weitläufigen Heidelandschaft der Umgebung wurden vor allem Schafe gehalten. Die Wolle wurde in der Tüshaus-Mühle von einem Hammerwerk gewalkt und als Filzstoff an die Tuchmacher der Region zur Weiterverarbeitung verkauft. In den Abrechnungsbüchern stehen beispielsweise Kunden aus Wesel, Recklinghausen, Westerholt, Dülmen, Münster und Dinxperlo. Im 19. Jahrhundert wurde mit dem Rückgang der Schafhaltung der Betrieb der Walkmühle jedoch zunehmend unrentabel, sodass die Müller Lüer und Kleine Pecklen 1880 zum letzten Mal Stoffe walkten.

Die Mühle war jedoch schon 1752 aufgestockt und um ein zweites Mühlrad erweitert worden, so dass sie seit 1754 dem Pächter Joan-Heinrich Tüshaus auch als Ölmühle diente. Das Öl wurde dabei vor allem aus den Raps- und Leinsamen der umliegenden Felder gewonnen. 1880 war Albert Brosthaus der Ölmüller, ihm folgten Dumpe und Schetter. Die alten Anlagen der Ölmühle wurden 1914 durch eine moderne Hydraulikölmühle ersetzt, die das Öl mit 350 atü aus den Samen presste. Der Betrieb der Ölmühle wurde aus wirtschaftlichen Gründen um 1948 eingestellt.

1890 hatte der Pächter Heinrich Tüshaus die Mühle vom Grafen von Merveldt gekauft. Im gleichen Jahr ließ er eine Getreidemühle mit zwei Mahlgängen im ausgebauten Dachgeschoss einbauen. Das alte Mühlrad wurde dabei durch eine moderne Francis-Turbine ersetzt. Der erste Kornmüller hieß Kemper, ihm folgte Gerhard Böing. Unter dem wirtschaftlichen Druck der Großmühlen gab der Besitzer Hermann Tüshaus 1970 auch den Betrieb der Getreidemühle auf.

Damit wurde auch der 1908 eingebaute elektrische Generator abgestellt, der bei einer Gleichspannung von 110 Volt eine Leistung von 22 Kilowatt geliefert hatte. Der Strom wurde zuvor für die Mühlengebäude, die Müllerwohnung, den benachbarten Tüshaus-Hof mitsamt einer Brennerei sowie für das Festzelt des Schützenfestes und die Kirche genutzt.

[Bearbeiten] Restaurierung als Denkmal

Im Februar 1982 kamen Vertreter des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege, der Oberen Denkmalbehörde und der Stadt Dorsten zu einem Ortstermin zur Tüshaus-Mühle. Die Mühle mit ihrer wechselvollen Geschichte und verschiedenen Nutzungsformen wurde für einmalig und erhaltenswert befunden. Die Kosten für eine erste Instandsetzung der baufälligen Mühle wurden mit 45.000 DM veranschlagt. Da für einen Mühlenbetrieb zahlreiche Teile der Technik eigens angefertigt werden mussten, bot sich der Müller Johannes Böing an, die Mühle zu restaurieren. Er hatte in den letzten Betriebsjahren der Tüshaus-Mühle den Beruf des Müllers bei seinem Vater Gerhard Böing gelernt und arbeitete in der Mühle Mense in Dorsten-Hervest. Mit der Zusage der Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen begann im Herbst 1983 die Restaurierung des Mühlengebäudes. Der Eigentümer Max Tüshaus verpachtete die Mühle 1984 an die Stadt Dorsten. 1985 waren die Arbeiten am Bau abgeschlossen, die Restaurierung der Mühlentechnik dauerte an. 1986 wurde die Tüshaus-Mühle als technisches Kulturdenkmal anerkannt. Der Museumsbetrieb der Mühle wurde 1987 aufgenommen. Die Stromanlage von 1908 wurde 1989 von der VEW AG restauriert.

Zu besonderen Anlässen wie dem alle zwei Jahre stattfindendem Mühlenfest, dem Tag des offenen Denkmals oder dem Deutschen Mühlentag der DGM wird die einzige voll funktionsfähige Wassermühle Nordrhein-Westfalens von Johannes Böing betrieben. Im benachbarten Backhaus werden dann aus dem gemahlenem Korn Brote gebacken. In den Sommermonaten führt der Müller jeweils am ersten und letzten Wochenende Besucher durch die Mühle.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

51.7065552750426.9584655761719
rencontre

Tüshaus-Mühle - En savoir plus

Rencontre Tüshaus-Mühle - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2010 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.