Die Ténéré ist eine Sandwüste in der südlichen Sahara im Norden Nigers und wird auch die Wüste der Wüsten genannt.
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Der Name Ténéré stammt aus der Sprache der Tuareg und bedeutet Land da draußen (auch einfach mit Wüste übersetzt). Innerhalb der Wüste unweit des Ortes Tiguidit befindet sich eine große Fundstätte von Dinosaurierfossilien.
Der nördliche Teil der Ténéré-Wüste ist eine nahezu brettebene Kieswüste, der südliche Teil dagegen besteht vorwiegend aus mehr oder weniger hohen Sand-Dünenzügen, die teilweise über einhundert Kilometer lang sind. Im östlichen Teil der Ténéré befindet sich das Kaouar-Tal mit den Oasen Séguédine, Aney, Dirkou und Bilma, das in Nord-Süd-Richtung eine Ausdehnung von ca. 160 km hat. Im Westen wird die Ténéré durch das Aïr-Gebirge begrenzt. Vom Aïr-Gebirge bis zum Kaouar-Tal beträgt die Entfernung etwa 500 km.
Nördlich der Straße Agadez-Fachi erstreckt sich seit 1988 ein Naturschutzgebiet, das seit 1991 zusammen mit den nördlichen Teilen des Gebirges Aïr zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. In diesem Teil der Wüste gibt es Sanddünen von 300 m bis 400 m Höhe. Es ist mit 7,7 Millionen Hektar das größte Schutzgebiet Afrikas. Seit den Aufständen der Tuareg 1992 steht das Gebiet auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.
Die Wüste ist kaum von Tieren oder Pflanzen besiedelt. Vor allem nach Regenfällen kann es zu kurzzeitigem Pflanzenwuchs kommen. Dann wachsen vor allem das Bürzeldorngewächs Tribulus longipetalus, das Geknäulte Zyperngras und das Süßgras Stipagrostis acutiflora. Im Südosten der Wüste lebt eine Population von etwa 100 Mendesantilopen. Diese Population war seit 1979 stark zurückgegangen und betrug zeitweilig nur 15 Tiere.
Die Bewohner der Wüste sind hauptsächlich Tuareg. Die drei Tuareg Stämme Kel Aïr, Iwillimidan Kel Denneg und Kel Gres beherrschten die Gegend bis zur Besetzung durch die Franzosen. Weitere ethnische Gruppen sind Hausa, Songhai, Wodaabe (auch Fulbe Bororo genannt) und Tubu. Die Tuaregkarawanen transportieren vor allem Salz, das in den Oasen gewonnen wird.
Die größten Städte der Wüste sind:
Die Ténéré hat ein trockenes Wüstenklima, das Jahr kann dabei in drei Jahreszeiten geteilt werden. Von März bis Juni dauert der heiße Sommer, dem die Regenzeit folgt. Im November beginnt dann der Winter. Die Durchschnittstemperatur beträgt 28°C. Die Höchsttemperaturen etwa 50°C, in der kalten Jahreszeit können sogar Minusgrade erreicht werden. Während der Regenzeit und da vor allem im Juli und August ist mit Regen zu rechnen, allerdings kann dieser sehr gering ausfallen oder ganz ausbleiben. Ein kalter von Nordosten wehender Wind, welcher die Temperaturen tagsüber auf bis zu 10°C senkt, ist der der Harmattan.
Im frühen und mittleren Holozän war das Klima der Ténéré völlig anders als heute. Die Region war wasserreich und hatte eine vielfältige Flora und Fauna. In Gobero am Westrand der Wüste wurden 2008 von Archäologen die ältesten Gräber der Sahara gefunden, rund 200 Bestattungen von Jägern, Fischern und frühen Tierzüchtern die die Region zwischen 7700–6200 v. Chr. und wieder von 5200 bis 2500 v. Chr. besiedelten.
Durch die Ténéré führten mehrere Auflagen der Rallye Raid Rallye Paris-Dakar. Nach Erfolgen dort wurde ein Motorradmodell von Yamaha XT600Z Ténéré benannt, wodurch der Name der Wüste auch in Europa bekannter wurde. Das Naturschutzgebiet darf seit seiner Einrichtung nicht mehr durchquert werden.
In der Mitte der Wüste befand sich, als einziger Baum im Umkreis von mehreren hundert Kilometern, der Arbre du Ténéré. Er gilt als einziges Baumexemplar, das ausdrücklich auf einer Karte im Maßstab 1:4 000 000 eingezeichnet ist bzw. war.
Dieser Baum, eine Schirmakazie, die Karawanen und Lastwagenfahrern als Orientierungspunkt diente, wurde 1973 von einem Lastwagenfahrer umgefahren. Als von den Nomaden (meist Tuareg) besonders geachtetes Exemplar hatte er vorher trotz des allgemeinen Mangels an Brennholz Jahrhunderte überdauert.
Später wurde der Arbre du Ténéré ins Nationalmuseum des Niger gebracht und erhielt dort einen Ehrenplatz in einem eigenen Pavillon. Er wurde anfangs durch eine, inzwischen durch zwei baumähnliche Metall-Skulpturen ersetzt.
Es gibt an dieser Stelle nach wie vor ein Wasserloch mit allerdings sehr schlechter Wasserqualität.
Koordinaten: 17° 51′ 20" n. Br., 11° 21′ 46" ö. L.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."