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Superkontinent

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Pangaea zerbricht in Laurasia und Gondwana - Trias - 200 mya
Verteilung der Kontinente und Ozeane Pangaeas - Perm - 300 mya
Die Situation nach dem Zerfall Rodinias - Ediacarium - 550 mya

Ein Superkontinent ist ein plattentektonischer Begriff der eine zusammenhängende Landmasse von allen oder zumindest beinahe allen Kontinentalkernen bzw. Kratonen der Lithosphäre der Erde beschreibt[1]. Die Grenze zum Großkontinent ist fließend.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Superkontinente der Erdgeschichte

Neben den heutigen Großkontinenten Afrika-Eurasien und Amerika und zukünftigen (Pangaea Ultima oder Amasia in etwa 250 bis 400 Millionen Jahren), gab es auf der Erde mehrere – mehr oder weniger gesicherte – Superkontinentzyklen:

Da die ältesten Gesteine der Erde - der Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel aus dem Superior-Kraton sowie der Acasta-Gneis aus dem Slave-Kraton des Kanadischen Schildes - mehr als 4 Milliarden Jahre alt sind, hat es bereits im Hadaikum feste Terrane auf der Erde gegeben.

[Bearbeiten] Einfluss der Superkontinente auf Klima und Lebewelt

Wenn alle Kontinente zu einer Landmasse vereint sind, treten spezielle klimatische Bedingungen auf: Es gibt wenige beregnete Küstenlinien, und mehr Trockengebiete im Inneren des Kontinents. Ein Beispiel für eine solche Entwicklung im Inneren eines großen Kontinents sind heute die Trockengebiete in Zentralasien (Gobi).

Auch die Entstehung von Arten wird durch den Übergang eines großen in mehrere kleinere Kontinente beeinflusst. Beispielsweise ist die Ausbreitung von Landtieren auf einem einzigen Kontinent einfach; erst die Aufspaltung in mehrere Kontinente führte zur Isolation der Beuteltiere in Australien von den übrigen Säugetieren.

Diese uneingeschränkte Ausbreitungsmöglichkeit bot allerdings erst Pangaea und ihre frühen Konstituenten (ab etwa 444 mya), da sich die Flora erst seit dem Ordovizium und die Fauna seit dem Silur auch auf dem Festland ausbreiteten. Es hatte etwa 100 Millionen Jahre Entwicklung in den Randmeeren des Urozeans gebraucht, um als Voraussetzung für den „Landgang“ den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre durch Photosynthese auf 2% ansteigen zu lassen bzw. eine stabile, schützende Ozonschicht auszubilden. Aus den ersten makroskopischen Lebensformen des Ediacariums, und vor allem der Kambrischen Explosion (ab 542 mya) entwickelten sich die Ahnen der modernen Landlebewesen. Die früheren Superkontinente hatten also ausschließlich eine geologische Entwicklung durchlaufen, ihr Klima hatte keine direkten Auswirkungen auf die Evolution der Lebewesen.

Als Test zu diesem Modell des Superkontinent- bzw. des Wilson-Zyklus gab es Versuche im Bereich Chemie, sowie der Klimaforschung, die dieses Modell bestätigen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Rogers & Santosh, S.357

[Bearbeiten] Weblinks

Deutsch:

Englisch:

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