Sujet (frz. Subjekt) ist ein beliebiges Objekt, das zum Gegenstand einer künstlerischen Darstellung wird.
In der Basler Fasnacht bezeichnet man als Sujet die thematische Inszenierung eines Umzugswagens oder das jeweilige Umzugsthema. Erklärt wird es auf den an die Zuschauer verteilten Zeedeln (Zetteln) in Reimform und Baseldeutsch.
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Des Weiteren ist in der Literatur zwischen sujethaltigen und sujetlosen Texten zu unterscheiden. Jurij M. Lotman definiert in Die Struktur literarischer Texte (1970) Sujet als die „Entfaltung eines Ereignisses“ und Ereignis als einen „Übergang über eine semantische Grenzlinie“, die sich meist auch räumlich manifestiere. Während es in sujetlosen Texten nicht zu Überschreitungen bestehender (räumlicher) Grenzen komme, gebe es in sujethaltigen Texten eine Figur oder eine Gruppe, denen eine Grenzüberschreitung gelinge. Als Beispiel nennt Lotman ein Weltbild, das eine Unterscheidung in Menschen (Lebende) und Nicht-Menschen (Götter, Verstorbene, Tiere) kenne. Sei die Grenze zwischen Lebenden und Toten in der Regel unüberwindlich und meist durch eine räumliche Linie (den Fluss Lethe bzw. Acheron in der griechischen Mythologie, das Höllentor bei Dante) markiert, so gebe es in sujethaltigen Texten Figuren, denen eine Grenzüberschreitung gelinge (Aeneas, Telemach, die Figur Dante in der Divina Commedia).
Im Russischen Formalismus und darauf aufbauenden Erzähltheorien bezeichnet das Syuzhet (auch Sjuzhet oder Sjužet geschrieben) die dramaturgische Aufbereitung einer Handlung, also den Plot (bzw. discours)[1], der zur Erzeugung von Spannungsbögen die logische Handlungsabfolge aufbrechen kann (z.B. durch chronologische Änderungen, wie Vor- und Rückblenden). Damit steht das Syuzhet in einem Spannungsverhältnis zur Fabula - der Rezeption durch das Publikum - die bestrebt ist, den kausalen Zusammenhang wieder herzustellen[2], also im trivialsten Fall dem Mord zu Beginn eines Krimis den Täter zuzuordnen, dessen Identität im Plot erst gegen Ende enthüllt wird. Zur Betonung des Begriffspaares von Syuzhet und Fabula wird das dem Französischen entlehnte Sujet in diesem Zusammenhang häufig in der Transskription der russischen Schreibweise verwendet.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."