Die SKW Piesteritz GmbH ist ein Chemieunternehmen im Wittenberger Stadtteil Piesteritz.
Inhaltsverzeichnis |
Am Hauptstandort Piesteritz hat das Unternehmen verschiedene Werksteile und Einrichtungen. Im Jahr 2006 nahmen die genutzten und im Firmenbesitz befindlichen Werksteile (Nordwerk, Südwerk, Hafen) eine Fläche von 221,4 Hektar ein.
Das ursprüngliche Werk liegt südlich der Bahnstrecke Wittenberg–Dessau, im Süden begrenzt durch die B 187. Dort befand sich neben zahlreichen Chemieanlagen (u.a. den Karbidöfen und der Salpetersäure-Anlage) bis in die 1980er Jahre auch die Hauptverwaltung des Werkes. Nach 1990 wurden die meisten Anlagen stillgelegt und abgerissen. Auf dem dadurch entstandenen Freiflächen sind vereinzelt neue Anlagen der Stickstoffwerke Piesteritz, aber auch anderer Unternehmen entstanden.
Das sogenannte Nordwerk liegt nördlich der Bahnstrecke Wittenberg–Dessau und wird im Norden durch die Möllensdorfer Straße begrenzt. Es wurde in den 1970er Jahren erbaut. In ihm befinden sich die größten Anlage sowie die Verwaltung, Labore, die Werkfeuerwehr und andere Zusatzeinrichtungen.
Rund einen Kilometer westlich des Südwerkes befand sich seit Ende der 1970er Jahre das sogenannte Westwerk. Die hier befindlichen Anlagen (unter anderem zur Herstellung von O-Glas und Anlagen der Firma Wittol) wurden Mitte der 1990er Jahre größtenteils abgebaut und andere Unternehmen auf dem Werksareal angesiedelt, unter ihnen die Firma PCI Augsburg.
Zwischen dem Nord- und dem Südwerk liegt entlang der Bahnstrecke Wittenberg–Dessau ein eigener Güterbahnhof. Südlich der B187 befindet sich ein eigener Elb-Hafen. Auf dem Gelände des Südwerkes befindet sich ein eigenes Kraftwerk, um im Notfall vom Landesnetz unabhängig zu sein. Das Nordwerk ist über eine eigene Pipeline an das deutschlandweite Erdgas-Verbundnetz angeschlossen. Nördlich des Nordwerkes liegt eine Deponie für in den Anlagen entstehende Schlämme.
In Cunnersdorf nahe Leipzig befinden sich größere Versuchsfeldanlagen. Hier werden die Produkte des Unternehmens getestet und Vergleichsstudien durchgeführt. Mindestens einmal jährlich finden die sogenannten Feldtage statt, zu denen Kunden und fachlich interessierte eingeladen werden.
Im Elbhafen von Aken (Elbe) hat das Unternehmen ein Tanklager, welches per Bahn und Straße angebunden ist und regelmäßig genutzt wird.
Gegründet wurde das Unternehmen als Reichsstickstoffwerke Piesteritz im März 1915, bedingt durch den gestiegenen Rohstoffbedarf im 1. Weltkrieg. Noch im gleichen Jahr wurde die erste Anlage zur Produktion von Karbid errichtet und erfolgte der erste Karbidabstich. 1923 wurde die VIAG als Holding verschiedener Industrieunternehmen gegründet, mit dabei waren auch die Stickstoffwerke Piesteritz. Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre erfolgte der Bau vieler weiterer Chemieanlagen.
1945 erfolgte die Besetzung des Werkes durch die Rote Armee, gefolgt von der Umwandlung in eine Sowjetische Aktiengesellschaft. 1953 wurde diese in einen Volkseigenen Betrieb unter dem Namen VEB Agrochemie umgewandelt. Anfang der 1970er Jahre wurden zwei Ammoniak- und drei Harnstoffproduktionsanlagen gebaut. Da die westeuropäischen Staaten ein Embargo für Hochtechnologie gegen die DDR ausgesprochen hatten, wurden diese Anlagen von japanischen Unternehmen errichtet.
1990 wurde das Unternehmen in die Stickstoffwerke AG umfirmiert. Unter Verwaltung der Treuhandanstalt erfolgte Anfang der 1990er Jahre der Abriss vieler veralteter Anlagen, Sanierung bestehender Bereiche, aber auch die Reduzierung der vormals fast 9000 Beschäftigte auf ca. 700.
1993 wurde die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH als Tochterfirma der ehemaligen Muttergesellschaft SKW Trostberg AG innerhalb der VIAG-Gruppe gegründet. 1997 begann der Bau erster neuer Anlagen nach dem Ende der DDR. 2002 bekam das Unternehmen neue Gesellschafter: das schweizerische Handelshaus Ameropa und die tschechische Agrofert-Gruppe übernahmen gemeinsam sämtliche Anteile [1]. Letztere wurde 2006 alleiniger Eigentümer.
| Jahr | Mitarbeiter | Umsatz |
|---|---|---|
| 1990 | ca. 8500-9000 | |
| 2001 | ca. 250 Mio. EUR | |
| 2002 | ||
| 2003 | 292 Mio. EUR | |
| 2004 | 332 Mio. EUR | |
| 2005 | ||
| 2006 | 761 | 418 Mio. EUR [2] |
Der weitere Abbruch älterer stillgelegter Anlagen und gleichzeitig der Neubau weiterer Anlagen und die Ansiedlung anderer Unternehmen auf dem großen Firmenareal findet derzeit statt.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."