| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | ||||
| Landkreis: | Stendal | ||||
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Stendal-Uchtetal | ||||
| Höhe: | 31 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 82,31 km² | ||||
| Einwohner: | 36.306 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 441 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 39551–39576 (alt: 3500) | ||||
| Vorwahl: | 03931 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | SDL | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 90 535
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| Stadtgliederung: | 18 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 39576 Stendal |
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| Webpräsenz: | |||||
| Oberbürgermeister: | Klaus Schmotz (parteilos) | ||||
| Lage der Kreisstadt Stendal im gleichnamigen Landkreis |
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Die Hansestadt Stendal ist Kreisstadt des Landkreises Stendal, Verkehrsknotenpunkt in der Altmark in Sachsen-Anhalt und außerdem Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal, der weitere 12 Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Stendal liegt unweit westlich der Elbe in der südöstlichen Altmark. Berlin ist etwa 120 km entfernt, Hannover etwa 150 km. Stendal liegt etwa 55 km nördlich von Magdeburg auf der Achse Wolfsburg – Berlin.
Stadtteile von Stendal sind:
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sowie:
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Letztgenannte Stadtteile haben eigene Ortsbürgermeister und Ortschaftsräte.
Im Jahr 1022 wurde Stendal als Besitzung des Michaelisklosters im Bistum Hildesheim erstmals als Dorf Steinedal genannt. Der Brandenburger Markgraf Albrecht der Bär verlieh dem Ort 1160 das Marktrecht nach Magdeburger Stadtrecht. Im 12. Jahrhundert wurde die Pfarre St. Jacobi gegründet. Mit dem Bau eines Franziskanerklosters am Mönchskirchhof begann man 1230. Im 13. Jahrhundert wurde die Stendaler Seefahrergilde gebildet, sie betrieb mit eigenen Schiffen Handel im Ost- und Nordseeraum. Die älteste urkundliche Erwähnung der Kaufmannskirche St. Marien stammt aus dem Jahr 1283. Um 1300 erhielt Stendal Stadtmauern, zur gleichen Zeit wurde auch das Tangermünder Tor errichtet. Der feldsteinerne Unterbau ist als Fundament eines neueren Toraufbaus noch heute erhalten. Im Jahr 1338 wurde eine Lateinschule in der Brüderstraße errichtet, aus der später das Gymnasium hervorging. Ein berühmter Schüler war Johann Joachim Winckelmann, er besuchte diese Schule von 1726–1736.
Ein erster Beleg für die Zugehörigkeit Stendals zur Hanse stammt aus dem Jahr 1350. Im 14. Jahrhundert wurde das Refektorium am Mönchskirchhof erbaut, das heute die Stadtbibliothek beherbergt. 1423 wurde mit dem Bau des Stendaler Doms begonnen. 1440 wurde das Uenglinger Tor erbaut. Im 15. Jahrhundert erfolgte der Bau des Rathauses in verschiedenen Zeitetappen mit Gewandhaus Corps und Seitenflügel. Das St. Katharinenkloster (Stiftung des Kurfürsten Friedrich II. für Augustinerinnen, heute Altmärkisches Museum und Musikforum, wurde 1456 erbaut. 1462 wurde im Rathausfestsaal die heute noch erhaltene Schnitzwand fertig gestellt.
Ab 1488 arbeitete Joachim Westfal, erster Buchdrucker der Mark Brandenburg, in Stendal. Im selben Jahr lehnten sich die Stendaler Bürger gegen die Biersteuer auf. Im Jahr 1518 trat Stendal gemeinsam mit Berlin, Brandenburg, Frankfurt (Oder) und Salzwedel aus der Hanse aus. Der Stendaler Roland wurde 1525 aufgestellt. 1539 wurde die lutherische Lehre in der Altmark offizielle Religion. Luthers Schüler und Mitarbeiter Konrad Cordatus war ab 1540 erster lutherischer Superintendent am Ort.
1640 wurde Stendal Garnisonsstadt. Bis Ende 1994, als die russischen Truppen abzogen, blieb dies auch so. Im Jahre 1682 starben 1205 Menschen (darunter 537 Kinder) der Stadt an der Pest. Von 1771 bis 1830 wurden die Stadtbefestigungen teilweise abgebrochen, der Wendenturm, der Torturm, das Arneburger Tor und das Viehtor wurden abgerissen.
Die Bahnstrecke Magdeburg–Stendal–Wittenberge wurde 1849 eröffnet. Mit dem Bau des Stendaler Hauptbahnhofs wurde 1869 begonnen. 1871 wurde er fertiggestellt. Zwei Jahre später wurde die Hauptwerkstatt der Königlich-Preußischen Eisenbahnverwaltung errichtet, aus dem später das RAW Stendal hervorging. Das Altmärkische Museum wurde im Jahre 1888 gegründet. 1906 wurde zu Ehren des Ehrenbürgers Dr. Haacke ein Laufbrunnen auf dem Sperlingsberg errichtet, der im Volksmund „Sperlings-Ida“ genannt wird. Die Stendaler Pferdebahn stellte 1926 nach 34 Jahren ihren Betrieb ein. 1936 wurde auf dem Flugplatz Stendal-Borstel die erste deutsche Fallschirmjägertruppe gegründet, in der zeitweilig Max Schmeling Mitglied war.
Die Stadt geriet im Zweiten Weltkrieg, hauptsächlich aufgrund der dort stationierten Truppenteile der Wehrmacht, zunehmend in den Fokus alliierter Bombenangriffe und es kam häufig zu Luftkämpfen über Stendal, bei denen alliierte Bomber auch über der Stadt oder in der Nähe abstürzten. Stendal und die dort auf dem Fliegerhorst Stendal-Borstel stationierten Jagdgeschwader (u. a. das Jagdgeschwader 301 „Wilde Sau“) lagen direkt in der Einflugschneise der Bomberverbände, die Berlin als Angriffsziel zugewiesen bekommen hatten. Im Frühjahr 1945 kamen bei einem Bombenangriff auf den Stadtteil Röxe 300 Menschen ums Leben. Der Hauptbahnhof wurde ebenfalls getroffen. Am 8. April des Jahres trafen Bomben den Dom, wobei der Kreuzgang zerstört wurde. Die mittelalterlichen Glasfenster waren zuvor glücklicherweise ausgelagert worden. Im April 1945 startete vom Flugplatz Stendal-Borstel aus eines der umstrittensten Unternehmen der Endphase des Zweiten Weltkrieges, das Sonderkommando Elbe. Am 4. Mai 1945 kapitulierte die deutsche 12. Armee (Armee Wenck) unter dem General Reichsfreiherr von Edelsheim im Stendaler Rathaus.
Zu DDR-Zeiten war Stendal der wichtigste industrielle Standort im Norden des Bezirks Magdeburg u.a. mit dem Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Stendal, das 1873 gegründet und 1881 verstaatlicht wurde, dem VEB Dauermilchwerk Stendal, dem Stahlmöbel- und Wärmegerätewerk (STIMA) Stendal und dem VEB Geologische Erkundung Stendal. Stendal war auch Sitz des Bezirksinstitutes für Veterinärwesen (BIV) Stendal, das aus dem Tiergesundheitsamt (TGA) und der Bezirks-Tierklinik hervorgegangen war und nach 1990 in das Staatliches Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamt umgewandelt wurde. 1983 wurde in der Nähe Stendals mit dem Bau des Kernkraftwerks Stendal begonnen, der allerdings nach der Wiedervereinigung abgebrochen wurde.
Bis zur „Wende“ war Stendal Sitz des Grenzkommandos Nord der Grenztruppen der DDR.
Bis 1991 war Stendal auch Standort der 207. Motorisierten Schützendivision (MotSchtzDiv) der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Die 207. Motorisierte Schützendivision war der 3. Stoßarmee in Magdeburg unterstellt.
Die Bevölkerungsentwicklung war erstmals während des Ersten Weltkrieges rückläufig. Die Stadt erholte sich davon jedoch schnell und erreichte kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fast 36.000 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs sie durch Zuwanderung von Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten erstmals auf über 40.000 Einwohner. Im Zeitraum von 1950 bis 1964 verlor die Stadt über 4600 Einwohner und sank im Jahr 1964 in ihrer Einwohnerzahl auf den Vorkriegsstand. Mit 37.496 Einwohnern gelangte Stendal im Jahr 1964 auf einen historischen Tiefstand in der Nachkriegszeit.
Ab 1965 wuchs die Stadt stetig und erreichte am 31. Dezember 1989 mit 51.461 Einwohnern den historischen Höchststand. Seit 1990 ist die Einwohnerzahl der Stadt durch Abwanderung und Sterberateüberschuss stark rückläufig und reicht an den 1964 bestehenden Einwohnerstand heran.
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(Quellen: Staatsbibliothek zu Berlin (Statistische Jahrbücher des Deutschen Reiches; Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt; VZ=Volkszählung)
Dem Rat der Stadt Stendal gehören 40 Mitglieder an. Nach der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| CDU | Die Linke | SPD | Zentrum | FDP | Bündnis 90/Die Grünen | Familienpartei | WBI |
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| 13 | 11 | 8 | 3 | 2 | 1 | 1 | 1 |
Oberbürgermeister der Stadt Stendal ist Klaus Schmotz (parteilos). Er wurde am 17. Februar 2008 bei einer Wahlbeteiligung von 34 % mit 68,4 % der abgegebenen Stimmen für eine weitere Amtszeit von sieben Jahren wiedergewählt.
Blasonierung: „Gespalten in Silber, vorn am Spalt ein roter Adler mit goldener Bewehrung, hinten ein Vierpaß von gespaltenen grünen Rauten.“
Das älteste Stadtsiegel von Stendal, schon 1263 nachweisbar, zeigt eine gezinnte runde Stadtmauer mit offenem Tor, überragt von sechs Türmen, darüber der brandenburgische rote Adler. Das Sekretsiegel des Rates aus dem 14. Jahrhundert zeigt nur den Adler, in jeder Kralle einen rautenförmigen Körper haltend. Das jetzige Stadtwappen erscheint überwiegend seit dem 16. Jahrhundert, zuerst zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf den Stendaler Brakteaten, die unter dem ersten Hohenzollern Friedrich I. herausgegeben wurden. Über die Bedeutung der vier Rauten, die einmal als Steine, dann als Gerstenkörner und schließlich als Smaragde bezeichnet wurden, besteht keine Klarheit.
Bei Stendal kreuzen sich die Bundesstraße 189 (Magdeburg – Wittenberge) und die Bundesstraße 188 (Rathenow – Gardelegen). Geplant ist die Weiterführung der Bundesautobahn 14 (Altmark-Autobahn) von Magdeburg über Stendal nach Schwerin.
Stendal ist ein Eisenbahnknoten folgender Bahnstrecken:
Im Personenfernverkehr halten hier Intercity-Züge der Linie 77 (Stettin –) Berlin – Hannover – Münster (Westfalen) (– Amsterdam) im Zwei-Stunden-Takt. In den Tagesrandlagen verkehren außerdem einige ICE der Relation Berlin – Hannover – Köln/Düsseldorf. Zusätzlich besteht je einmal täglich eine Fernverkehrsverbindung nach Hamburg und Berlin - Krakau mit einem Eurocity sowie nach Magdeburg – Leipzig und Schwerin – Rostock mit einem Intercity. Ein einmal wöchentlich zwischen Berlin und Munster (Örtze) fahrender Intercity richtet sich vor allem an die in Munster stationierten Soldaten der Bundeswehr.
Stendal ist zudem der wichtigste SPNV-Knoten im Norden Sachsen-Anhalts. Von hier verkehren Regionalbahnen stündlich nach Oebisfelde – Wolfsburg – Braunschweig, Wolmirstedt – Magdeburg – Schönebeck (Elbe), Osterburg – Wittenberge, Salzwedel und Tangermünde sowie zweistündlich nach Rathenow. Ein Regional-Express stellt alle zwei Stunden eine schnelle Verbindung nach Magdeburg und Salzwedel – Uelzen her. Morgens besteht außerdem eine direkte Verbindung nach Berlin und Cottbus.
Im Stadtgebiet befinden sich neben dem Bahnhof Stendal (innerstädtisch als Hauptbahnhof bezeichnet) noch die Stationen Stendal-Stadtsee an der Strecke nach Wittenberge und Stendal-Vorbahnhof an der Strecke nach Tangermünde.
Der innerstädtische Personennahverkehr wurde von 1892 bis 1926 durch die Stendaler Straßenbahn AG bedient. Heute betreibt die Altmark Bus GmbH Stendal mit vier Linien den Öffentlichen Personen-NahVerkehr.
Der Verkehrslandeplatz Stendal (Kennung: EDOV) ist der meistfrequentierte Flugplatz Sachsen-Anhalts. Neben der privaten Sportfliegerei wird er auch von Geschäftsfliegern, sowie von der Bundespolizei und der Bundeswehr genutzt.
Sehenswert sind mehrere Gebäude im Stil der Backsteingotik:
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Stendaler Roland |
Das „Rolandfest“ findet einmal jährlich im Juni statt.
Ein Ehrenbürger der Stadt Stendal ist der Geheime Sanitätsrat Friedrich Hermann Haacke, Leiter des Johanniter-Krankenhauses und Königlicher Kreisphysikus (1824–1899). Er widmete sich unermüdlich der Bekämpfung von Choleraepidemien, die im 19. Jahrhundert in Stendal wüteten. Ihm zu Ehren wurde der Haacke-Brunnen am Sperlingsberg errichtet.
Am 7. Mai 1995 wurden Eugenia Jütting (1907–2004) und Hans Jütting (1909–1999) als Gründer der Jütting-Stiftung zu Ehrenbürgern der Stadt Stendal ernannt. Der Geschäftsmann Hans Jütting wanderte in die USA aus, blieb seiner Heimatstadt jedoch immer verbunden. So schaffte er es in den siebziger und achtziger Jahren, die Katharinenkirche vor dem endgültigen Verfall zu retten und machte sie zu einer Stätte der Musikpflege.
Der französische Schriftsteller Marie Henri Beyle benutzte seit 1817 als Hommage an Johann Joachim Winckelmann das Pseudonym Stendhal, nachdem er sich als napoleonischer Soldat kurzzeitig in dessen Geburtsstadt Stendal aufgehalten hatte.
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."