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Stefan Weinfurter (* 24. Juni 1945 in Prachatitz) ist ein deutscher Historiker mit Schwerpunkt mittelalterliche Geschichte.
Stefan Weinfurter studierte von 1967–1971 Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität München und wurde 1973 in Köln promoviert. 1980 habilitierte er sich ebenfalls in Köln. Nach Professuren in Eichstätt, Mainz und München wurde er 1999 an die Universität Heidelberg berufen.
Weinfurters Forschungen behandeln zumeist die Reichs- und Herrschaftsgeschichte in ottonischer, salischer und staufischer Zeit. Seine Fragestellungen gehen weit über die bloße politische Geschichte hinaus und ordnen diese in das Wechselspiel gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche ein. Er prägte den Begriff der "Ordnungskonfigurationen". Von ihm stammt die grundlegende Biografie Kaiser Heinrichs II., er gilt darüber hinaus als besonderer Kenner der Salierzeit. Auch Bilder als historische Quellen sind Teil seiner Studien. In den letzten Jahren konzentrieren sich seine Forschungen auf politische Symbolik und Rituale. Des Weiteren ist Weinfurter auch wissenschaftsorganisatorisch tätig. Weinfurter ist Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte.
Grundlegende Aufsätze von Stefan Weinfurter sind zusammengefasst im Sammelband: Gelebte Ordnung – Gedachte Ordnung. Ausgewählte Beiträge zu König, Kirche und Reich. Aus Anlass des 60. Geburtstages herausgegeben von Helmuth Kluger, Hubertus Seibert und Werner Bomm. Ostfildern 2005.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weinfurter, Stefan |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 24. Juni 1945 |
| GEBURTSORT | Prachatitz |