Stefan Nemanja (* ca. ab 1113 in Duklja, Fürstentum Zeta, heutiges Ribnica bei Podgorica; † 13. Februar 1200 in Hilandar) war ein serbischer Großžupan. Er war der zweitgeborene Sohn des Zavida und ein Bruder Tihomirs. Er regierte 1167 bis 1196 als serbischer Großžupan über Raszien, Dioklitien und die Küstenländer (das heutige West- und Zentralserbien bis zur Morava, Montenegro, Herzegowina, Süddalmatien und Nordalbanien).
Stefan Nemanja, ursprünglich nur Nemanja, war der Begründer der Dynastie der Nemanjić bzw. Nemanjiden. Bereits in der Jugend zeigte er sich ambitioniert und machtbewusst, und erregte wegen seines eigenwilligen und eigenmächtigen Verhaltens den Zorn seiner Brüder. Nach dem Sturz seines älteren Bruders Tihomir wurde er zum Großžupan Serbiens. Er zeugte mit seiner Frau Ana drei Söhne Vukan Nemanjić, Stefan Nemanjić und Rastko Nemanjić.
Nemanja hielt Byzanz zunächst die Treue, wagte aber von 1183 bis 1190 einen Aufstand und eroberte mit Hilfe Ungarns Ostserbien, Zeta (Montenegro) einschließlich der Stadt Skadar, die Stadt Kotor und die Bucht von Kotor, Teile Bulgariens und Mazedoniens. Nur Dubrovnik konnte seinen Angriffen widerstehen. In der Stadt Niš traf Nemanja 1189 Kaiser Friedrich Barbarossa, der auf dem Dritten Kreuzzug über Niš nach Kleinasien zog. Nemanja sagte Barbarossa volle Unterstützung gegen Byzanz zu, und vertiefte so seinen Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser Isaak II. Nach dem Friedensschluss zwischen Isaak und Barbarossa am 14. Februar 1190 in Hadrianopolis griff Isaaks Armee die mit Barbarossa verbündeten Serben und Bulgaren an. Nemanja wurde 1190 in der Schlacht an der Morava besiegt, doch bot Isaak milde Friedensbedingungen und duldete weiterhin die serbische Autonomie.
Stefan Nemanja zog sich 1197 als Mönch Simeon auf den Berg Athos zurück und ließ dort 1198 bis 1199 das verlassene griechische Kloster Hilandar erneuern, in dem er 1200 starb. Nach seinem Tod wurden die Gebeine in das Kloster Studenica, das er zu Lebzeiten als Ruhestätte ausgewählt hatte, überführt, und an der Südmauer bestattet. Die Orthodoxe Kirche erklärte ihn zum Heiligen. Stefan Nemanja folgte sein zweitgeborener Sohn Stefan, genannt Nemanjić bzw. der Erstgekrönte.
| Vorgänger |
Serbische Monarchen 1167-1196 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nemanja, Stefan |
| KURZBESCHREIBUNG | serbischer Großžupan |
| GEBURTSDATUM | nach 1113 |
| GEBURTSORT | Duklja, Fürstentum Zeta |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1200 |
| STERBEORT | Hilandar |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."