Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Staunen

- Staunen -

Staunen :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Staunen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Staunen

Staunen oder Verwunderung ist ein emotionaler Zustand als Reaktion auf das Erleben von etwas Unerwartetem, das nicht den bekannten Denkmustern/Schemata entspricht.

Es wird begleitet von einem neurobiologischem Zustand der Erregung, einem inneren Unruhezustand, der sich motivationsfördernd auswirkt, bisher Unbekanntes zu erforschen und zu lernen. Das bereitgestellte Erregungspotential ermöglicht, das innere Gleichgewicht wieder herzustellen, das durch die Konfrontation mit dem „unpassenden“ Neuen verloren ging. Das entspricht dem Staunen als Auslöser für einen „Konflikt durch Überraschung“ nach Berlyne (1960).[1]

Durch Staunen initiiertes Lernen ist somit von innen heraus/intrinsisch motiviert, weil der Mensch inneres Gleichgewicht anstrebt. [2]

Leichtes Erstaunen wird auch durch die Interjektion ei! ausgedrückt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Philosophie

Aristoteles sieht im Staunen (thaumázein) den Beginn des Philosophierens, das einen starken Akzent auf die Verwunderung legt. Die Philosophie würdigt Dinge kritischer Betrachtung, die zunächst als selbstverständlich erscheinen. Selbstverständlichkeiten werden bezeichnet als „bloße Meinung“ (dóxa). Bei genauem Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten, zeigen sich erstaunliche, bisher unberücksichtigte und neue Wahrheiten (alétheia). Die Dissonanz zwischen bloßer Meinung und neuer Wahrheit fördert das Streben nach Wissen. Indem das philosophische Staunen die bisher wenig bedachten Dinge hinterfragt, bringt es die Wissenschaft voran.

Staunen als Motivation, Neues zu entdecken

Staunen erzeugt eine innere Bewegung und Anspannung, die in einer aktiven eigenständigen Auseinandersetzung mit einer Sache mündet (Aristoteles, Schreier, Schiefele). Die Neugier wird angeregt. Dieses Unerwartete soll verstanden werden, zu etwas Bekanntem gemacht und verinnerlicht werden. Auf diese Weise wird Staunen zu einer Fragestellung und erzeugt die Motivation, etwas Neues zu lernen.

[Bearbeiten] Ausprägung

Die Art des Staunens kann unterschiedlich gefärbt sein, je nachdem, ob das Unerwartete, Verwunderliche eher ein „gläubiges“ oder „ungläubiges“ Staunen hervorruft. Entsprechend wird es von unterschiedlichen Emotionen begleitet, wie Bewunderung, Respekt, Verehrung, oder Befremden, Irritation, Argwohn.

Tritt ein unerwartetes Ereignis sehr plötzlich ein, reagiert der Mensch mit „Verblüffung“ und in gesteigerter Form mit Erschrecken.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Wikiquote Wikiquote: Staunen – Zitate

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. D.E. Berlyne (1974): Konflikt, Erregung, Neugier. Zur Psychologie der kognitiven Motivation. Klett-Verlag Stuttgart (Original 1960)
  2. UNI Köln, A. Schulte-Jantzen 2002 Staunen-Lernen
rencontre

Staunen - En savoir plus

Rencontre Staunen - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.