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Der Status constructus ist eine besondere Form der Verbindung von zwei oder mehr Substantiven, die oft auch Genitiv-Verbindung genannt wird. Sie ist in semitischen Sprachen allgemein verbreitet und kann auch für das Protosemitische rekonstruiert werden. Zu den modernen Sprachen mit Status constructus gehören unter Anderem Arabisch, Hebräisch und Maltesisch. Kennzeichnend für Status constructus-Verbindungen ist, dass nur der zweite Bestandteil hinsichtlich seiner Definitheit markiert werden kann. Bestimmte Konstruktionen in anderen afroasiatischen Sprachen wie dem Ägyptischen sind zwar ähnlich, bei ihnen gelten die Beschränkungen zur Markierung der Definitheit aber nicht.
In der arabischen Grammatik wird der Status constructus الإضافة al-iḍāfa (wörtl. "Hinzufügung, Annexion") genannt.
Das erste Wort der Verbindung wird dabei von den arabischen Grammatikern al-muḍāf („(das Wort,) dem etwas hinzugefügt wird“) bezeichnet, das zweite als al-muḍāf ilayhi („(das Wort,) das (dem anderen) etwas hinzufügt“).
Der Status constructus tritt vor allem in Genitivverbindungen (s.o.) auf. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine Nunation und kein Artikel beim Leitwort (Nomen regens) existieren darf, diese Genitivverbindung also auch „(eine) Mutter des Scheichs“ bedeuten kann. Muss allerdings die Unbestimmtheit klar ausgedrückt werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun:
In der hebräischen Grammatik wird der Status constructus als Smichut bezeichnet (סמיכות, wörtl. "Stützung").