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Statuenmenhire (auch Statuen-Menhire; franz. Statue(s)-menhirs), sind Menhire, die mehr oder weniger deutliche anthropomorphe (menschengestaltige) Form, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben.
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Es gibt sie in einigen Ländern Europas, wo sie oft gemeinsam mit unbearbeiteten Menhiren vorkommen. Im mediterranen Raum kommen Statuenmenhire in Südfrankreich, Nordwestitalien, Apulien sowie auf Korsika und Sardinien vor. In Südfrankreich gibt es drei Areale mit zusammen 144 Statuenmenhiren:
In Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel tragen einige einen Báculo.
Statuenmenhire stellen zumeist männliche und mitunter auch geschlechtlich unbestimmbare oder, an den Brüsten erkennbar, weibliche Wesen dar, die z.B. auf Korsika scheinbar auch Waffen tragen, in denen man jedoch Statussymbole erkennen sollte. Eine spätere, stark abstrahierte Ausprägung sind die sardischen Bätyle (Baityloi), die z.B. in der Nähe des Gigantengrabes von Tamuli die Verehrung eines Pantheons von sechs zur Hälfte mittels ihrer deutlichen brustartigen Wölbungen als weiblich einzustufenden Göttern darzustellen scheinen (siehe Steinkult).
In der Bretagne und in Großbritannien gibt es Plattenmenhire, bei denen durch ein Rostrum, eine mehr oder weniger ausgeprägte Erhöhung in der Mitte der Oberkante lediglich ein Kopf oder Hals angedeutet ist, die ansonsten aber ungestaltet sind. In Nordirland finden sich im Co. Fermanagh kleine anthropomorphe Steinfiguren, die als Caldragh Idole bekannt geworden sind, deren Entstehungszeit jedoch nicht feststeht. Auch wegen ihrer mangelnden Größe von etwa 60 cm rechnet man sie nicht zu den Statuenmenhiren.