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Starkenburg (Provinz)

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Das Wappen des Großherzogtums Hessen, Provinz Starkenburg
Die Provinz Starkenburg, 1905.

Die Provinz Starkenburg war eine von drei Provinzen des Großherzogtums und späteren Volksstaats Hessen. Sie umfasste die südlich des Mains und östlich des Rheins gelegenen Landesteile. Benannt wurde die Provinz nach der Starkenburg über Heppenheim. Provinzhauptstadt war Darmstadt, wichtigste Industriestadt war Offenbach.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Provinz entstand mit der Neuordnung Deutschlands nach dem Wiener Kongress 1815. Die beiden anderen Provinzen Hessens waren Oberhessen (Hauptstadt: Gießen) und Rheinhessen (Hauptstadt: Mainz).

Bis 1821 waren Ämter die Verwaltungseinheiten, die danach in Landratsbezirke zusammengeführt wurden. 1832 wurden die Einheiten ein weiteres mal vergrößert und es wurden Kreise geschaffen, wobei einige Landratsbezirke selbstständig blieben.

Die Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums wurden am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt, was jedoch bereits am 12. Mai 1852 wieder rückgängig gemacht wurde und man wieder zu einer Kreiseinteilung zurückkehrte. 1871 wurde Hessen Teil des Deutschen Reichs.

Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es auch zu einer neuen Kreiseinteilung. Die damals geschaffene Gliederung des Großherzogtum in sieben die Provinz Starkenburg bildende Kreise (Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim, Offenbach), sechs oberhessische (Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, Schotten) und fünf rheinhessische Kreise (Alzey, Bingen, Mainz, Worms, Oppenheim) hatte mehr als sechs Jahrzehnte Bestand. Nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage im nunmehrigen Volksstaat Hessen (ab 1918) und der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen brachte das Jahr 1938 eine Überprüfung der Kreisgrenzen. Durch Aufhebung der Kreise Bensheim, Schotten sowie Oppenheim verminderte sich im November gleichen Jahres die Gesamtzahl der Kreise auf insgesamt 15. Einige Monate später wurden jedoch die Städte Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms als Stadtkreise verselbständigt. Diese so geschaffene Kreiseinteilung des Volksstaates hatte zunächst bis zum Kriegsende 1945 Bestand.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von der amerikanischen Besatzungsmacht jedoch wieder ein Oberpräsident für Starkenburg eingesetzt, der jedoch nur kurz amtierte.

Im Jahr 1945 wurde die Provinz Starkenburg Teil des neuen Landes Groß-Hessen, später Land Hessen und bildete darin gemeinsam mit der bisherigen Provinz Oberhessen den neuen Regierungsbezirk Darmstadt.

[Bearbeiten] Gliederung

Die Provinz wurde zum 20. August 1832 zum Zwecke der örtlichen Verwaltung in Kreise eingeteilt:

Zwischen 1848 und 1852 bestanden auf dem Gebiet der Provinz anstelle von Provinz und Landkreisen vier Regierungsbezirke:

[Bearbeiten] Starkenburg heute

Bei der Gründung Groß-Hessens 1945 wurden die Exklaven Steinbach (zum Obertaunuskreis im Regierungsbezirk Wiesbaden) und Bad Wimpfen (an das Land Württemberg-Baden) von Starkenburg abgetrennt, der Kreis Groß-Gerau erhielt dafür die bisher rheinhessischen rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg. 1974 wurden Steinheim und Klein-Auheim aus dem Kreis Offenbach in die Stadt Hanau eingemeindet.

Das Gebiet der Provinz entspricht heute, bis auf die genannten Änderungen, den heutigen Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Odenwald und Offenbach sowie den kreisfreien Städten Darmstadt und Offenbach.

Auf annähernd dem gleichen Gebiet (es fehlen Stadt und Kreis Offenbach) arbeitet heute der Zweckverband Region Starkenburg.

[Bearbeiten] Oberpräsidenten


[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. HADIS Hessisches Archiv-Dokumentations- und Informationssystem

Starkenburg (Provinz) - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Starkenburg (Provinz) - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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