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Stargard Szczeciński :

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Stargard Szczeciński

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Stargard Szczeciński
Wappen Stargards
Stargard Szczeciński (Polen)
DMS
Stargard Szczeciński
Stargard Szczeciński
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Stargard Szczeciński
Fläche: 48 km²
Geographische Lage: 53° 20′ N, 15° 2′ O7Koordinaten: 53° 20′ 0″ N, 15° 2′ 0″ O
Höhe: 20 m n.p.m
Einwohner: 70.412 (30. Juni 2007)
Postleitzahl: 73-110
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZST
Wirtschaft und Verkehr
Straße: StettinWarschau,
Stargard–Gdynia
Schienenweg: StettinPosen,
Stargard–Danzig
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtpräsident: Sławomir Pajor
Adresse: Rynek Staromiejski 1
73-110 Stargard Szczeciński
Webpräsenz: www.stargard.pl
Luftbild der Altstadt

Stargard Szczeciński [ˈstarɡart ʃʧɛˈʨiɲski] (deutsch: Stargard in Pommern) ist eine Stadt im polnischen Teil Pommerns. Die Stadt gehört seit 1999 zur Woiwodschaft Westpommern, von 1975 bis 1998 gehörte sie zur Woiwodschaft Stettin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Im Westen der Woiwodschaft Pommern liegt Stargard am Nordrand des fruchtbaren Pyritzer Weizackers am linken Ufer des Flusses Ihna, etwa 35 Meter über dem Meeresspiegel. Zehn Kilometer westlich liegt der 36 Quadratkilometer große Madüsee (pl. Jezioro Miedwie), Zentrum der Stettiner Seenplatte. In Stargard kreuzen sich die Fernstraßen 10 (Stettin–Bromberg/Bydgoszcz) und 20 Stargard–Danzig, außerdem kreuzen sich dort zwei wichtige Bahnlinien. Die Woiwodschafts-Hauptstadt Stettin liegt 32 Kilometer westlich.

[Bearbeiten] Geschichte

Stargard ist eine der ältesten pommerschen Städte, schon 1140 wird ein „castrum Stargord“ erwähnt. Im 8. Jahrhundert hatte sich einige Kilometer südlich des heutigen Stadtzentrums die slawische Siedlung Osetno entwickelt. In ihrer Nachbarschaft entstand durch Zuwanderung von Siedlern aus dem Westen eine neue Ortschaft, die sich ab 1229 mit einer Wehranlage versehen mit drei Türmen und vier Toren umgab. Der pommersche Herzog Barnim I. verlieh ihr 1253 das Magdeburger Stadtrecht. Sein Nachfolger Bogislaw IV. gewährte der Stadt 1294 als Ausgleich für das von den Polen zerstörte Schloss freie Schifffahrt über die Ihna bis zur Ostsee. Als 1295 Pommern geteilt wurde und Stargard zu Pommern-Wolgast kam, wurde der Stadt das dort vorherrschende lübische Stadtrecht übertragen. Am 8. Juni 1372 wurde in Stargard der Teilungsvertrag von Pommern-Wolgast durch die Herzöge Wratislaw VI. und Bogislaw VI. geschlossen. Stargard selbst war inzwischen unter die Regentschaft von Pommern-Stettin gekommen. 1363 war Stargard Mitglied der Hanse und betrieb einen regen Getreidehandel. Darüber geriet es mit Stettin in Streitigkeiten, die 1428 so weit eskalierten, dass Stargard von Stettin überfallen und geplündert wurde. Die Pommernherzöge Bogislaw VIII. und sein Sohn Bogislaw IX. machten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts Stargard zu ihrer Residenz.

Ein Großbrand zerstörte 1635 große Teile der Stadt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem Aussterben des pommerschen Herzoghauses kam Stargard mit Hinterpommern 1648 unter die Herrschaft der Brandenburger Kurfürsten. Es blieb bis 1720 die Hauptstadt von Hinterpommern. 1657 geriet Stargard zwischen die Fronten des Polnisch-Schwedischen Krieges, Soldaten beider Seiten zogen durch die Stadt. Um 1670 gab es eine Zuwanderung von Hugenotten aus Frankreich. Infolge des Bevölkerungszuwachses wuchs die Stadt über ihren mittelalterlichen Kern hinaus, und es entstanden die Friedrich-Wilhelm-, Luise- und Jobstvorstadt. Anfang des 18. Jahrhunderts lebten hier über 5.000 Menschen.

Denkmal Kaiser Wilhelms I.
(1945 zerstört)

Die preußische Regierung erhob 1818 anlässlich der Reorganisation der Territorialverwaltung Stargard zur Kreisstadt des Kreises Saatzig. Nachdem die Einwohnerzahl auf über 25.000 angestiegen war, erhielt die Stadt zum 1. April 1901 kreisfreien Status, behielt aber das Landratsamt für den Kreis Saatzig. 1846 wurde der Anschluss an die neue Bahnlinie Stettin–Posen hergestellt, dem 1859 die Inbetriebnahme des Eisenbahnausbesserungswerkes folgte. Um Platz für die expandierende Wirtschaft zu schaffen, wurde 1869 die Stadtmauer zu großen Teilen abgerissen. Am Ende des Jahrhunderts hatte sich eine leistungsstarke Industrie angesiedelt, zu der Maschinen-, Lack- und Dachpappenwerke gehörten. Außerdem hatte sich die Provinzialobstbaumschule niedergelassen. Monatlich fanden Vieh- und Pferdemärkte und einmal jährlich ein Leinwandmarkt statt.

Als nach dem Ersten Weltkrieg viele Bewohner der an Polen verlorenen preußischen Provinzen Westpreußen und Posen zuzogen, wurde Stargard in der Amtszeit von Oberbürgermeister Albert Kolbe durch neue Siedlungen an der Peripherie bedeutend erweitert.

Am 30. Januar 1945 wurden durch sowjetische Bombenangriffe 70 Prozent der Stadt zerstört. Am 4. März 1945 wurde sie von der Roten Armee besetzt und wenige Wochen später unter polnische Verwaltung gestellt. Soweit die deutsche Bevölkerung nicht bereits vor der anrückenden Roten Armee geflüchtet war, wurde sie anschließend vertrieben und durch Zuwanderer aus anderen Landesteilen Polens sowie aus Gebieten östlich der Curzon-Linie ersetzt. In der Nachkriegszeit wurde die Stadt wieder aufgebaut, und die wichtigsten Baudenkmäler, wie das Rathaus, wurden restauriert.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Die Stadt Stargard Szczeciński umfasst ein Gebiet von 48 km² mit rund 70.000 Einwohnern. Hierzu gehört außer der Stadt noch die Ortschaft Kluczewo (Klützow).

Einwohnerentwicklung


[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Johanniskirche
Das Stargarder Rathaus
Gotisches Bürgerhaus
Der Eisturm

[Bearbeiten] Bauwerke

Trotz der schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und dem folgenden Wiederaufbau, der sich auf die Wahrzeichen der Stadt beschränkte und ansonsten mit zweckmäßiger Blockbebauung auf neuem Straßennetz die historische Struktur der Altstadt zerstörte, erinnern noch zahlreiche Baudenkmäler der Backsteingotik an die Architektur der alten Hansestadt.

[Bearbeiten] Einstige Sendeanlage des polnischen Rundfunks

Bis 1998 betrieb der Auslandsdienst des polnischen Rundfunks bei 15°7' östlicher Länge und 53°18' nördlicher Breite eine Sendeanlage für Mittelwelle (Sendefrequenz: 1503 kHz, Sendeleistung: 300 kW). die beiden Antennenmaste der Anlage sind inzwischen abgebaut.

[Bearbeiten] Landgemeinde

Die Stadt Stargard Szczeciński ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Landgemeinde, gehört ihr aber als eigenständige Stadtgemeinde nicht an. Die Landgemeinde breitet sich auf einer Fläche von 318 km² aus, zählt 11.378 Einwohner (Stand: 30. Juni 2007) und gliedert sich in folgende Ortsteile:

Barzkowice (Barsekewitz), Grabowo (Buchholz), Grzędzice (Seefeld), Kiczarowo (Kitzerow), Klępino (Klempin), Kurcewo (Krüssow), Lubowo (Lübow), Małkocin (Mulkenthin), Pęzino (Pansin), Poczernin (Pützerlin), Rogowo (Roggow), Skalin (Schellin), Smogolice (Bruchhausen), Sowno (Hinzendorf), Święte (Schwendt), Trzebiatów (Treptow), Tychowo (Hansfelde), Warchlino (Klein Wachlin), Witkowo Drugie (Wittichow), Żarowo (Saarow)

[Bearbeiten] Partnerstädte

Stargard Szczeciński ist Mitglied der Neuen Hanse.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Stargard Szczeciński – Bilder, Videos und Audiodateien

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