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Staré Město pod Landštejnem

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Staré Město pod Landštejnem'
Wappen von ????
Staré Město pod Landštejnem (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Jindřichův Hradec
Fläche: 6422 ha
Geographische Lage: 49° 0′ N, 15° 15′ O49.00333333333315.253333333333545Koordinaten: 49° 0′ 12″ N, 15° 15′ 12″ O
Höhe: 545 m n.m.
Einwohner: 560 (3. Juli 2006)
Postleitzahl: 378 81 - 378 82
Verkehr
Straße: Nová Bystřice - Slavonice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 8
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: František Schorný
Adresse: Staré Město pod Landštejnem 19
378 82 Staré Město pod Landštejnem
Website: www.staremestopl.cz

Staré Město pod Landštejnem (deutsch Altstadt) ist eine Gemeinde Okres Jindřichův Hradec Tschechien. Sie liegt 24 Kilometer südöstlich von Jindřichův Hradec und gehört zur Region Jihomoravský kraj.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Der Ort befindet sich südlich der Javořická vrchovina am Pstruhovec (Taxenbach) im Naturpark Česká Kanada nahe der österreichischen Grenze in Südböhmen. Südöstlich von Staré Město ragt der zu Österreich gehörige Zipfel der Böhmischen Saß ins tschechische Territorium. Am nördlichen Fuße des dortigen Hohen Steins (679 m) liegt der Dreiländerstein (Trojmezí), der das Dreiländereck zwischen Böhmen, Mähren und Österreich markiert. An den Berghängen nördlich des Ortes verlaufen die Befestigungslinien des Tschechoslowakischen Walls. Bei der Wüstung Košťálkov befindet sich ein Grenzübergang für Wanderer nach Klein-Taxen.

Nachbarorte sind Stálkov im Nordosten, Kadolec im Osten, Maříž und Reinolz im Südosten, Klein-Taxen im Süden, Veclov und Dobrotín im Südwesten, Podlesí im Westen sowie Pomezí und Landštejn im Nordwesten.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gründung von Staré Město erfolgte um 1170 an einem alten von Italien über Raabs und Markl (Pomezí) nach Böhmen führenden Saumpfad durch die Herren von Tierna aus dem Hause Raabs. Im 14. Jahrhundert wurde der Ort zum Marktdorf der benachbarten Burg Landstein ausgebaut und trug den Namen Landstein. 1495 erfolgte die Erhebung zum Städtchen, das fortan als Alte Stadt (Staré Město) und ab 1568 als Alt Landstein (Starý Landštejn) bezeichnet wurde. Um 1600 sind die ersten Juden nachweisbar und wenig später entstand außerhalb des Ortes ein jüdischer Friedhof. Matriken gibt es seit 1668. 1840 lebten dem Ort 1036 Menschen. Bis zur Aufhebung der Patrimonialherrschaften im Jahre 1848 war Altstadt der Hauptort der Herrschaft Landstein.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor die Marktgemeinde immer mehr an Bedeutung. Die fehlende Anbindung an das Eisenbahnnetz verhinderte die Ansiedlung von Industriebetrieben. Nach dem Münchner Abkommen 1938 rückten im Oktober deutsche Truppen im Ort ein, der bis 1945 zum Gau Niederdonau gehörte. 1939 hatte Altstadt nur noch 531 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrumpfte diese Zahl infolge der Vertreibung der Deutschen auf die Hälfte und nach dem Beginn des Kalten Krieges lag Staré Město pod Landštejnem am Eisernen Vorhang. Im Jahre 1952 wurde der offizielle Name Staré Město zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten in Staré Město pod Landštejnem geändert.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Dobrotín (Dobroten), Landštejn (Landstein), Návary (Auern), Podlesí (Deutsch Bernschlag), Pomezí (Markl), Staré Město pod Landštejnem (Altstadt), Veclov (Wetzlers) und Vitíněves (Wittingau) sowie den Ansiedlungen Buková (Buchen) und Filipov (Philippsdorf).

Zum Gemeindegebiet gehören die Fluren der erloschenen Dörfer Dětříž (Dietreichs), Košlák (Kokschlag), Košťálkov (Gottschallings), Kuní (Kain), Pernárec (Bernharz), Rajchéřov (Reichers), Romava (Romau) und Staré Hutě (Althütten) in denen im Jahre 1900 insgesamt 1638 Menschen lebten. Die an der Grenze zu Österreich gelegenen Orte wurden in den 1950er Jahren im Zuge der Errichtung des Eisernen Vorhangs liquidiert. 4525 ha der Katasterfläche nehmen Wälder ein.

[Bearbeiten] Siegel und Wappen

Das Gemeindesiegel gibt es vermutlich seit der Markterhebung. Es zeigt ein Schild mit einer Schrägteilung. In der oberen Hälfte mit einem dreiblättrigen Zweig. So gestaltet ist auch um 1600 entstandenes Marktsiegel mit einer Umschrift. Das Wappen ist von Rot und Schwarz schräggeteilt und im oberen Bereich befindet sich ein dreiblättriger Zweig in Silber.[1]

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner gesamt Volkszugehörigkeit der Einwohner
Jahr Deutsche Tschechen Andere
1880 931 903 25 3
1890 826 788 38
1900 827 755 71 1
1910 740 667 70 3
1921 613 456 114 43
1930 572 419 130 23

[2]

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Archiv des Nationalmuseums Prag (Eichlersche Sammlung); Siegelsammlung Thurnwald; Wappen in der Ortschronik Altstadt
  2. Historický místopis Moravy a Slezska v letech 1848–1960, sv.9. 1984
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