Stanisław Staszic (* 6. November 1755 in Piła; † 20. Januar 1826 in Warschau) war ein polnischer Schriftsteller, Publizist, Politiker und Priester. Außerdem war er einer der wichtigsten Vertreter der polnischen Aufklärung.
Staszic entstammte einer bürgerlichen Familie. Er besuchte Schulen in Posen und wurde später Priester. In den Jahren 1779 bis 1781 studierte er in Frankreich und in Deutschland. Später war er Erzieher der Söhne des polnischen Kanzlers und Magnaten Andrzej Zamoyski (1716–1792). Staszic sprach sich stets für grundlegende Reformen in Polen-Litauen aus.
Im Jahr 1808 wurde Staszic Vorsitzender des Towarzystwo Przyjaciół Nauk, einer Organisation, die in Polen die Wissenschaften förderte. Im Kongresspolen war er Mitglied der Rada Stanu, des damaligen Ministerrates. Im Jahr 1816 initiierte er die Gründung der Königlichen Warschauer Universität, aus der später die Universität Warschau hervorging. Im selben Jahr brachte er die Gründung der Szkoła Akademiczno-Górnicza in Kielce voran, die als die erste Technische Hochschule Polens gilt.
In den Jahren 1816 bis 1824 war Staszic Direktor des Wydział Przemysłu i Kunsztów Królestwa Kongresowego, einer Behörde, die sich mit der Förderung der Industrie in Kongresspolen beschäftigte. In dieser Funktion gab er den Anstoß für die Gründung einer Kohlenzeche in Dąbrowa Górnicza, sowie einiger Hüttenwerke.
Staszic gründete im Jahr 1816 in Hrubieszów Towarzystwo Rolnicze Hrubieszowskie, die als die erste landwirtschaftliche Genossenschaft Europas gilt. Sie war bis zum Jahr 1945 tätig. In Hrubieszów wurde Stanisław Staszic ein Museum gewidmet.
Staszic wurde für seine Verdienste mit dem Orden vom Weißen Adler ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Staszic, Stanisław |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Schriftsteller, Publizist, Politiker und Priester |
| GEBURTSDATUM | 6. November 1755 |
| GEBURTSORT | Piła |
| STERBEDATUM | 20. Januar 1826 |
| STERBEORT | Warschau |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."