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Als Standarte (aus altfranzösisch estandart, altfränkisch standort „Aufstellungsort“) wird in Vexillologie (Fahnenkunde) und Heraldik (Wappenkunde) eine spezielle Form der Flagge bezeichnet.
Die Standarte ist ursprünglich in der Antike ein an einer Stange gehisstes Feldzeichen, meist ein plastisches Bild, das den Sammlungsort eines Truppenteils in der Schlacht markiert, und so zur Insignie dieses Truppenteils wird. Aus der ursprünglichen Signa, meist Tierbildern, geht die Aquila, der Adler, als Standarte auf die Legionen über, während für die Manipel der Manipulus, für die Reiterei das Vexillum als Fahne üblich werden. Von letzterem leitet sich das (heutige) Banner ab.[1]
Im frühen Mittelalter der schweren Ritterheere steht dieses Feldzeichen fest auf einen Wagen montiert, im Spätmittelalter, als auch schnellere Kavallerie aufkommt, auch als eine langgestreckte, ein- oder zweizipfelige Reiterfahne, dann als quadratischer Banner mit Schwenkel, seit dem 17. Jahrhundert eine meist quadratische, später auch dreieckige Fahne berittener Truppen aller Art. Anfang des 20. Jahrhunderts geht sie dann auf die Nachfolger der Kavallerie, die mobilen, motorisierten Truppen über.
Im Heiligen Römischen Reich bezeichnet man dann insbesondere das königliche Reichsbanner als Reichsstandarte, seit etwa 1800 gilt der Name allgemein für die persönliche Flagge eines Regenten oder anderen Mitglieds eines Herrscherhauses.
Aus diesen beiden Bedeutungen leitet sich der heutige Begriff Stander ab: