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Stan Laurel

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Laurel (links) und Hardy 1943

Stan Laurel [stæn ˈlɔɹəl] (* 16. Juni 1890 in Ulverston (England); † 23. Februar 1965 in Santa Monica (Kalifornien), eigentlich Arthur Stanley Jefferson) war ein englischer Komiker, Filmschauspieler, Drehbuchautor und Regisseur.

Er wurde weltberühmt durch seine künstlerische Partnerschaft mit Oliver Hardy. Sie bildeten das wohl bekannteste komische Duo der Filmgeschichte, Laurel und Hardy, in Deutschland auch als Dick und Doof bekannt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kindheit

Arthur Stanley Jefferson stammte aus einem künstlerischen Haus. Seine Eltern arbeiteten beide am Theater. Besonders der Vater förderte die Fähigkeiten seines Sohnes. Seine erste Theater-Vorführung begann er bereits mit neun Jahren. Später arbeitete er als Solodarsteller in einer Pantomimegruppe. Ab 1910 war er mit anderen Schauspielern (u.a. mit Charlie Chaplin) zweimal auf Tour in den USA. Fred Karno, ein Theaterproduzent, verpflichtete den jungen Mann. So spielte Laurel eine Rolle, die Charlie Chaplin abgelehnt hatte.

[Bearbeiten] Familie

[Bearbeiten] Elternhaus

Laurels Eltern waren:

Er hatte vier Geschwister:

[Bearbeiten] Ehen

Laurel war fünfmal verheiratet. Von 1926 bis 1935 lebte er mit Lois Neilson zusammen. Sie bekamen zwei Kinder, Lois jr. (* 1927) und Robert Stanley, der kurz nach seiner Geburt 1930 starb. Bereits im Jahr der Scheidung von Neilson heiratete Laurel Virginia Rogers. Diese Ehe hielt bis 1937. Von 1938 bis 1940 war Laurel mit Vera Shuvalova verheiratet. Danach heiratete er zum zweiten Mal Virginia Rogers. Diese Ehe dauerte von 1940 bis 1946. Die fünfte Ehe ging Laurel 1946 mit Ida Kitaeva ein. Sie blieben bis zu Laurels Tod verheiratet.

[Bearbeiten] Karriere in den USA (1910–1940)

1910 ging er in die USA und tourte durch das Land. Mae Charlotte Dahlberg, eine australische Tänzerin, die zusammen mit Laurel in Vaudeville-Theatern auftrat und zu seiner Geliebten wurde, erfand seinen Künstlernamen Laurel (Lorbeer). Nach ersten Arbeiten bei Universal lernte Laurel Hal Roach kennen. Laurel wurde Regisseur und Drehbuchautor.

Laurel traf im Film The Lucky Dog 1921 erstmals mit Oliver Hardy zusammen. Erst 1927 begann aber ihre Weltkarriere als Komiker-Duo. Der Tonfilm unterbrach ihre Karriere nicht.

Nach dem Tod seines Sohnes Robert Stanley wurde Laurel Alkoholiker. Wenig später starb Laurels Bruder Edward nach einer Zahnbehandlung an einer Überdosis Lachgas. Sein ältester Bruder Gordon nahm sich im Jahr 1938 im Alter von 53 Jahren das Leben. Seine Schwester Beatrice starb 1978 im Alter von 84 Jahren.

Bis 1951 traten Laurel und Hardy gemeinsam in insgesamt 106 Filmen auf. Stan Laurel entwickelte dabei die meisten Gags und schrieb die Drehbücher, weshalb seine Gage auch stets doppelt so hoch war wie die seines Partners.

Von John McCabe, einem Laurel-und-Hardy-Biographen, wurde Anfang der 1960er Jahre ein Fan-Club gegründet, der sich in Anlehnung an den Film „Die Wüstensöhne“ (Sons Of The Desert von 1933) benannte. Die Idee gefiel Stan Laurel so gut, dass er sogar das Verfassung genannte Statut schrieb. Er legte darin fest, dass die „Wüstensöhne“ sich nicht in Klubs versammeln, sondern in Zelten. Deshalb werden die lokalen Klubzentralen (inzwischen ca. 250 weltweit) als Tent bezeichnet.

[Bearbeiten] Ende der Karriere (ab 1938)

Ab 1938 häuften sich die Differenzen zwischen dem Regisseur Hal Roach und Stan Laurel. Die negativen Schlagzeilen über das Privatleben von Stan Laurel missfielen Roach, und Laurel stellte Forderungen über angeblich nicht bezahlte Gagen. Als der Vertrag des Duos mit Hal Roach 1940 auslief, verlängerte Roach ihn nicht. "Saps At Sea" ("Dick und Doof auf hoher See") war ihr letzter Film bei Roach. Andere Filmgesellschaften hatten kein großes Interesse an den beiden Komikern. Bei MGM und 20th Century Fox drehten sie insgesamt acht Spielfilme. Allerdings bekamen sie dort nicht den künstlerischen Freiraum, den sie von Roach gewohnt waren.

1950 drehten Laurel und Hardy ihren letzten Film (in italienisch-französischer Produktion) Atoll K - Dick und Doof erben eine Insel, der aber kein kommerzieller Erfolg wurde.

Grab von Stan Laurel in Forest Lawn, Burbank

Zwischen 1947 und 1954 machten Laurel und Hardy noch einige Tourneen durch Europa und die USA. Auftritte im amerikanischen Fernsehen schlugen hingegen fehl. Der Tod von Oliver Hardy am 7. August 1957 war für Stan Laurel ein schwerer Schicksalsschlag. Aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung untersagte ihm sein Hausarzt, an der Beerdigung teilzunehmen.

Laurel wurde 1960 mit einem Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 1963 ehrte die Screen Actors Guild Laurel mit dem Screen Actors Guild Life Achievement Award.

Stan Laurel starb 1965 nach einem Herzinfarkt im Alter von 74 Jahren. Sein Grab befindet sich in den Gardens of Heritage auf dem Friedhof Forest Lawn Memorial-Park in den Hollywood Hills.

Während in der deutschen Fassung der Laurel & Hardy-Filme Oliver Hardy im Lauf der Jahrzehnte von verschiedenen Schauspielern synchronisiert wurde, war vor allem Walter Bluhm die deutsche Stimme von Stan Laurel. Am bekanntesten dürfte jedoch das Sprecherduo Walter Bluhm für Stan Laurel und Michael Habeck für Oliver Hardy sein. Dabei unterschlug die sich bis ins weinerliche Falsett steigernde Stimme Bluhms, dass Laurel eine wohltönende Baritonstimme hatte, die er bei den gemeinsamen Liedern gut mit dem geschulten Tenorpart Hardys einsetzte.

[Bearbeiten] Filmografie

Filme mit dem Schauspieler Stan Laurel ohne Oliver Hardy. Vor allem in den frühen Schaffensjahren bis 1927 war Stan Laurel an sehr vielen Kurzfilmen beteiligt.

[Bearbeiten] Weblinks

Stan Laurel - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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