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Als Sporttauchen versteht man das Tauchen unter sportlichen, nicht beruflichen, militärischen oder wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Beim Sporttauchen wird zwischen Apnoe- und Gerätetauchen unterschieden. Im Vordergrund stehen körperliche Betätigung, Spaß und das friedfertige Erleben der Unterwasserwelt im Buddy-System. Die Ausbildung wird von verschiedenen Organisationen, in Deutschland etwa dem VDST, oder auf internationaler Ebene von CMAS, NAUI, PADI, SSI, IDIC, ANDI, SDI, NRC durchgeführt.
Wenngleich das Tauchen in einigen Ländern keinerlei besonderer gesetzlicher Regelungen unterliegt, sollte man sich vor dem Tauchgang über die örtlichen Gesetze informieren. Der Tauchsport in Deutschland unterliegt z.B. dem Landeswasserrecht, wonach jedes Bundesland den Gemeingebrauch eines Gewässers selbst bestimmen darf. Auch Regelungen zur Sicherheit sind in solchen Gesetzen festgelegt.
Um mit dem Tauchgerät, den möglichen Situation und potenziellen Gefahren beim Tauchen umgehen zu können, sind Tauchausbildungen notwendig. Jede erfolgreiche Ausbildung schließt mit dem Erwerb eines Tauchscheins (Brevet) ab. Je nach Tauchorganisation gibt es Unterschiede im inhaltlichen und organisatorischen Aufbau der Tauchausbildung. Die Europäische Union hat im Jahre 2004 Mindestanforderungen (EN 14153-1, -2 u. -3[1]) für eine standardisierte Ausbildung erlassen. Vor der Ausbildung zum Sporttaucher und danach in der Regel jährlich, sollte sich ein Taucher einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung bei einem Tauchmediziner unterziehen. Brevets und ein ärztliches Attest sind auf Tauchbasen Voraussetzung, um Geräte ausleihen zu können und auf Tauchgänge mitgenommen zu werden.
Inhaltsverzeichnis |
Beim Apnoetauchen verzichtet der Taucher auf eine Atemluftversorgung und, bis auf Maske, Flossen und Anzug in der Regel auch auf Ausrüstung. Im sportlichem Wettkampf werden die Disziplinen entsprechend dem zu erreichenden Ziel unterschieden:
Neben solchen Wettkämpfen sind auch andere Apnoe-Sportarten bekannt. So wird beispielsweise die Ballsportart Unterwasserrugby ebenfalls Apnoe gespielt.
Vom Gerätetauchen spricht man, wenn mit externer oder autonomer Luftversorgung getaucht wird, wie beim Tauchen mit einem Helmtauchgerät, Kreislauftauchgerät (Rebreather) oder Drucklufttauchgerät (DTG).
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Eindringlich muss an dieser Stelle vor jeder Art von Tauchgängen mit Gerät ohne fachliche Ausbildung gewarnt werden. In solch einem Fall besteht Lebensgefahr! |
Helmtauchen
Beim historischen Helmtauchen trägt man Anzug, (Kupfer-)Helm, Schulterstück und viele Gewichte. Über einen langen Schlauch wird der Taucher mit Luft versorgt, die an der Wasseroberfläche komprimiert zur Verfügung gestellt wird. Beim modernen Helmtauchen, das nahezu ausschließlich in der Berufstaucherei praktiziert wird, haben sich Helme aus kohlefaserverstärktem Kunststoff durchgesetzt. Die Luftversorgung erfolgt auch hier über einen Schlauch oder über einen Rebreather.
Tauchen mit Kreislauftauchgeräten
Wenngleich Kreislauftauchgeräte (Rebreather) die ersten autonomen Tauchgeräte überhaupt waren, wurden diese zunächst nur von einigen Tauchpionieren und vor allem dem Militär eingesetzt. Erst seit einigen Jahren erlangen die Geräte auch in Sporttaucherkreisen zunehmend Popularität. Die ausgeatmete Luft strömt innerhalb des Gerätes durch speziellen Atemkalk und wird somit vom ausgeatmeten Kohlendioxid befreit. Anschließend wird dem Atemgas der nicht verbrauchte Sauerstoff wieder zugeführt. Wesentlicher Unterschied zu allen anderen Atemsystemen ist die Geschlossenheit. Es wird keinerlei Ausatemluft ins Wasser abgegeben, ein Umstand, der neben militärischen Tauchern auch von Unterwasserfotografen geschätzt wird. Der Handel bietet verschiedene Modelle an. Gemeinsam ist eine Regelung der Sauerstoffzufuhr, die den Partialdruck auf einen bestimmten Teildruck begrenzt. Als Verdünnungsgas (Diluentgas) wird zuweilen Helium eingesetzt, womit der Stickstoffnarkose (Tiefenrausch) entgegen gewirkt wird. Die möglichen Tauchzeiten und möglichen Tauchtiefen liegen – je nach System und verwendetem Atemgemisch – deutlich über dem, was mit Pressluft gefahrlos erreichbar ist.
Tauchen mit Drucklufttauchgerät
Beim Tauchen mit Drucklufttauchgerät wird mit einer oder mehreren Druckluftflaschen getaucht, die nicht, wie oftmals laienhaft angenommen, mit reinem Sauerstoff, sondern mit normaler, gereinigter und entfeuchteter Luft oder luftähnlichen Gasgemischen gefüllt ist. Reiner Sauerstoff wird wegen der damit verbundenen Gesundheitsgefahren (toxische Wirkung des Sauerstoffs unter Druck) in der Regel nur bis zu einer Tiefe von maximal 6 m verwendet. Relevant ist für diese Grenze der anteilige oder Partial-Druck, der zumindest im Sporttauchbereich nicht über 1,6 bar liegen sollte. Die seltene Verwendung von reinem Atemsauerstoff erfolgt meist am Ende von längeren Tauchgängen mit dem Ziel einer schnelleren Stickstoffentsättigung bei dekompressionstopspflichtigen Tauchgängen. Vor allem Urlaubstaucher, die in kurzer Zeit viele Tauchgänge absolvieren, benutzen Nitrox (mit Sauerstoff angereicherte Luft) anstelle von Pressluft. Durch den verringerten Stickstoffanteil erfolgt eine geringere Sättigung der Körpergewebe mit Stickstoff, und es werden längere Nullzeiten ermöglicht.
Ausrüstung
Außer dem Atemgas und dem Atemregler (umgangssprachlich auch Lungenautomat) trägt der Gerätetaucher ein Tariermittel (Rettungs- und Tarierweste oder Jacket). Durch den Atemregler kann der Taucher unter Wasser normal atmen. Die Ausrüstung wird komplettiert durch Taucheranzug, Bleigewichte und die „ABC-Ausrüstung“ (Tauchermaske, Schnorchel, Taucherflossen) und Füßlinge sowie Messgeräte zur Kontrolle der Bewegungsrichtung (Kompass), des Atemgasvorrates (Finimeter), der Zeit (Taucheruhr) und eine Dekompressionstabelle oder einen Tauchcomputer. Oder der Taucher nutzt separate Messgeräte zur Anzeige der Tauchtiefe (Tiefenmesser) und der verstrichenen Tauchzeit (Bottomtimer). Die EN beschreibt die in der Ausbildung zu verwendende Tauchausrüstung.
Auswirkung und Risiken
Es gibt wohl kaum eine andere Gelegenheit, bei der ein Mensch so unmittelbar mit verschiedenen physikalischen Gegebenheiten konfrontiert wird, wie beim Gerätetauchen – ob das nun die Frage von Auf- und Abtrieb sei, das Verhalten von Gasen unter Druck oder die druckabhängige Löslichkeit von Gasen in verschiedenen Gewebstypen. Auch die Wärmeleitfähigkeit der Schutzkleidung, Einfrieren der Atemregler, eigene Reaktionen unter extremer Kälte, all das sind Auswirkungen einer Physik, der der Mensch unmittelbar unterworfen ist. Auch die Physiologie unseres Körpers, der „Funktionszustand“, ändert sich unter diesen Bedingungen. Durch den geänderten hydrostatischen Umgebungsdruck wird auch der Druck im menschlichen Gefäßsystem beeinflusst. Der Druck im zentralen Venensystem steigt, der Körper reagiert mit einer gesteigerten Ausscheidung von Wasser, um das für die aktuelle Situation zu hohe Blutvolumen zu reduzieren. Das Blut dickt ein, bei gefährdeten Menschen kann dies zu Thrombosen und – schlimmstenfalls – Embolien führen. Das Tauchen mit Pressluft ist nicht ungefährlich, da es unter ungünstigen Umständen während eines Tauchgangs zum sogenannten Tiefenrausch kommen kann. Ein betroffener Taucher verfällt, ausgelöst durch einen zu hohen Stickstoff-Partialdruck, in einen rauschartigen Zustand (Stickstoffnarkose) und verliert im Extremfall die Kontrolle über sich. Beim Auftreten der typischen Symptome wie metallisch schmeckende Luft, Verlust jeglichen Zeitgefühls, Euphorie, Orientierungslosigkeit, Apathie, Panikattacken bis zur Bewusstlosigkeit sollte die Tauchtiefe sofort reduziert werden bis die Anzeichen nachlassen. Danach sollte der Tauchgang je nach Symptom in geringeren Tiefen weitergeführt oder sogar beendet werden.
Beim TecDiving bedient man sich spezieller Atemgase, die eine Erhöhung der Tauchtiefe ohne negative Auswirkungen auf den Organismus ermöglichen und/oder eine Verkürzung der Dekompressionszeiten bewirken. Der Rekord des Tieftauchen liegt bei 318.25m TecDiving ist insofern von anderen Bereichen des Sporttauchens zu unterscheiden, als TecDiver schwierigere Tauchbedingungen wählen, z. B. größere Tiefen oder Höhlentauchen. TecDiver verlassen sich noch stärker auf die Ausrüstung als andere Sporttaucher. Es werden auch spezielle Ausrüstungsteile benötigt, wie z. B. Tauchcomputer speziell für Mischgas, Reel etc. Typisch ist die Redundanz der lebenswichtigen Ausrüstungsteile bei gleichzeitiger Beschränkung auf das für den Tauchgang Notwendigste. Beim TecDiving gibt es spezielle Tauchorganisationen, wie z. B. DSAT, RAB, VDST (Kommission Nitrox und Technisches Tauchen), IANTD, NAUI, ETDO, PAN-TEC, TDI, ITD, SSI oder PATD.
Je tiefer und länger getaucht wird, desto stärker kommt es zu einer Sättigung der verschiedenen Körpergewebe (Blut, Muskeln, Haut, Fettgewebe, sämtliche Organe, usw.) mit Stickstoff aus der Atemluft. Beim Aufstieg entweicht der Stickstoff aus den Geweben und wird abgeatmet. Einige Gewebeteile brauchen sehr lange, bis sie den Stickstoff wieder abgeben. Deshalb muss der Aufstieg langsam erfolgen, gegebenenfalls müssen während des Aufstiegs auch Dekompressionspausen eingehalten werden. Diese sind abhängig von Dauer, Tiefe und körperlicher Anstrengung während des Tauchgangs. Zur Ermittlung der korrekten Austauchzeiten werden Dekompressionstabellen verwendet. Seit Mitte der 1980er Jahre bietet der Handel auch Tauchcomputer an, die sowohl die Tauchzeit als auch die vorausgegangenen Tauchgänge, das Tiefenprofil und den Gasverbrauch berücksichtigen und daraus individuelle Dekompressionsdaten berechnen. Werden diese nicht eingehalten, kann es zur sogenannten Dekompressionskrankheit kommen. Der Oberbegriff Dekompressionskrankheit, auch Caissonkrankheit genannt, umfasst diejenigen Schäden, die durch Gasblasenbildung des überschüssigen Stickstoffs entstehen. Embolische Verschlüsse nach einem zentralen Lungenriss (arterielle Gasembolie, AGE) stellen eine eigene Kategorie dar, obwohl in beiden Fällen die Erste Hilfe beim Tauchunfall identisch ist.
Beim Eistauchen taucht man meistens in einem zugefrorenen See unter einer oft zentimeterdicken Eisdecke. Zum Eistauchen braucht man:
Das Tauchen in klaren und mitunter tiefen Bergseen gehört mit zu den schönsten Tauchgängen, da das Wasser kaum Schwebeteilchen enthält und fast unsichtbar wirkt, was die Sichtweite auf bis zu 80 Meter erhöhen kann. In diese Kategorie fallen Gewässer ab einer Höhe von 750 Metern ü.N.N. Jedoch nimmt die Vegetation und damit der Fischbestand ab einer Höhe von 1100 Metern rapide ab, was auch die Unterwasserlandschaft zum Ödland werden lassen kann. Bergseen sind sehr kalt und machen einen entsprechenden Kälteschutz mit Halbtrocken- bzw. Trockentauchanzügen unumgänglich. Außerdem herrschen in größeren Höhenlagen andere Druckverhältnisse als auf Meereshöhe. In einem Bergsee müssen längere Dekompressionszeiten eingehalten werden, während sich die Nullzeiten verkürzen. Dazu gibt es extra auf entsprechende Höhen ausgerichtete Bergseetabellen. Aufgrund der erschwerten Verhältnisse sollten nur ausreichend erfahrene Taucher mit einer guten Kondition an Tauchgängen in Bergseen teilnehmen.
Um die Dekompressionszeiten zu verkürzen und die Nullzeit zu verlängern, bzw. der Gefahr einer Dekompressionskrankheit durch zu schnelles Auftauchen entgegenzuwirken, wird die Atemluft in der Flasche mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert („Enriched Air Nitrox“ – EAN). Wegen der damit verbundenen spezifischen Problemstellungen, wie z. B. die Gefahr des Paul-Bert-Effekts (Sauerstoffvergiftung) bei zunehmender Tiefe, ist eine spezielle Ausbildung erforderlich, im Rahmen derer auf die Problematik des Nitroxtauchens eingegangen wird. Ebenso ist für das Nitrox-Tauchen je nach Land und Sauerstoffkonzentration eine spezielle sauerstoffkompatible Ausrüstung vorgeschrieben, da Sauerstoff, als auch mit Sauerstoff angereicherte Luft unter hohem Druck sehr aggressiv mit brennbaren Stoffen, wie z. B. Ölen und Fetten reagieren kann. Aktuelle Kompressoren erzeugen Nitrox mit gewünschtem Sauerstoffgehalt direkt aus der Umgebungsluft mittels einer Membran.
Im Rahmen des Sporttauchens sind die folgenden standardisierten Atemgase gängig:
Beim Tauchen mit Nitrox (EAN) ist die maximale Tauchtiefe im Vergleich zu normaler Atemluft geringer (Gefahr des Paul-Bert-Effekts). Sauerstoff wird ab einem bestimmtem Partialdruck (1,6 bar unter günstigen Bedingungen, 1,4 bar unter ungünstigen Bedingungen) toxisch. Durch den höheren Sauerstoffanteil eines Nitrox-Gasgemischs ist die Schwelle einer möglichen Sauerstoffvergiftung bei zunehmender Tiefe schneller erreicht als mit normaler Atemluft.
Trimix ist ein spezielles Atemgasgemisch aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium, das beim technischen Tauchen zum Erreichen großer Tiefen genutzt wird. Durch die Zugabe von Helium im Atemgas wird der O2- und N2-Gehalt auf akzeptable Werte angepasst. Die negativen Effekte von Sauerstoff und Stickstoff (Stickstoffnarkose bzw. Sauerstoffvergiftung des ZNS und Dekompressionskrankheit) werden dadurch minimiert. Da Helium aber, im Gegensatz zu Stickstoff, eine wesentlich längere Entsättigungszeit hat, sind beim Auftauchen deutlich mehr Stopps notwendig, um das aufgesättigte Helium wieder abzuatmen.
Durch die Zugabe von Helium wird eine Sauerstoff-/Stickstoffnarkose weitestgehend unterdrückt, um hiermit Tauchtiefen unterhalb der üblichen Sporttauchergrenze von 40 m aufsuchen zu können.
Sonderfall: Heliair Spricht man von Trimix, so meint man ein freies Verhältnis der Anteile von Helium, Sauerstoff und Stickstoff zueinander. Ein Sonderfall ist das sogenannte Heliair, bei dem der Atemluft ein Anteil Helium beigemischt wird. Vorteil ist die wesentlich vereinfachte und damit kostengünstige Herstellung. Nachteil: Der Sauerstoffpartialdruck des fertigen Gemischs sinkt dadurch und es ist u. U. nicht mehr ab der Wasseroberfläche zum Abtauchen benutzbar (wenn P O2 < 0,16).
Beim Höhlentauchen wird zwischen Grotten-Tauchen und Höhlen-Tauchen unterschieden:
Während Grotten-Tauchen auch von Sporttauchern sicher durchgeführt werden kann, braucht man für Höhlen-Tauchgänge eine umfangreiche Ausrüstung und besondere Tauchfertigkeiten. Diese kann man unter professioneller Anleitung in speziellen Höhlentauchkursen erlernen.
Orientierung unter Wasser stellt Anforderungen eigener Art, insbesondere durch die beschränkte Sichtweite, schlechteres Gefühl für zurückgelegte Strecken und die Bewegung in der dritten Dimension, d. h. nicht nur in Länge und Breite, sondern auch in der Tiefe. Zudem können unterschiedliche Strömungsverhältnisse die Orientierung erschweren, da eine Abdrift vom Kurs mit berücksichtigt werden muss. Beim Orientierungstauchen wird dieses zur Wettkampfdisziplin: Die Taucher haben Parcours von mehreren hundert Metern Länge unter Wasser zu absolvieren und haben dafür neben einem speziellen Tauchgerät einen Kompass und ein Streckenmessgerät zur Verfügung.
Anders als beispielsweise in Spanien oder Frankreich gibt es für das Tauchen in Deutschland keine gesetzlichen Vorgaben. Die Tauchtiefe wird jedoch aus Sicherheitsgründen begrenzt. Gemäß Europäischer Norm EN 14153[2] sowie den Empfehlungen einiger kommerzieller US-amerikanischer Ausbildungsorganisationen gilt als „Tieftauchen“ für Sporttaucher ein Tauchgang ab 18 m Wassertiefe. Dies soll auch gleichzeitig die maximale empfohlene Tiefe für Anfänger sein (der VDST empfiehlt beispielsweise 20 m). Erfahrenen Sporttauchern wird eine Maximaltiefe von 30 m empfohlen, mit spezieller Ausbildung oder Erfahrung – je nach Ausbildungsorganisation – kann das Tiefenlimit bis 40 m sein. Um Bereiche zwischen 30 m und 40 m zu betauchen, kann allerdings eine spezielle Brevetierung notwendig sein.
Da ein Aufstieg zur Oberfläche aus einer Tiefe von 20 m etwa zwei Minuten benötigt, sollen mit diesen Tiefenempfehlungen die Risiken, z. B. eines Dekompressionsunfalls, für unerfahrene Sporttaucher gesenkt werden. Mit zunehmender Tiefe sinken die Nullzeiten und die Aufstiegszeiten verlängern sich. Unter Umständen müssen Dekompressionsstopps auf unterschiedlichen Tiefen eingehalten werden, wenn die maximalen Nullzeiten überschritten wurden. Da dies gerade Tauchanfänger überfordern kann, die ihr Brevet unter Umständen innerhalb eines Schnellkurses von lediglich drei oder vier Tagen Dauer erhalten haben, sollten tiefe Tauchgänge erst mit entsprechender Erfahrung oder weiterer Ausbildung durchgeführt werden. Zudem muss man ab einer Tiefe von ca. 30 m (abhängig von Tagesform und individueller Verfassung) mit einer Stickstoffnarkose (dem sogenannten Tiefenrausch) rechnen, die ohne Vorwarnung auftreten kann. Der Tiefenrausch ist bedingt durch die Eigenschaft des Gases Stickstoff, das ab einem gewissen Partialdruck narkotisch wirkt. Der aus der Stickstoffnarkose resultierende Tiefenrausch kann zu riskantem Verhalten unter Wasser führen und ähnelt einem Alkoholrausch. Das Auftauchen in geringere Tiefen beendet die Stickstoffnarkose.
Ursprünglich zur abwechslungsreicheren Gestaltung des Tauchtrainings in der Halle entwickelt, hat sich Unterwasserrugby inzwischen zu einer eigenständigen Sparte des Tauchsports entwickelt. Unterwasserrugby ist eine Ballsportart unter Wasser.
Beim Wracktauchen werden versunkene Flugzeuge, Boote oder Schiffe, deren Ladung sowie andere menschengemachte große Objekte betaucht. Wracktauchplätze finden sich in der ganzen Welt. Das Auflaufen auf ein Riff oder das Sinken in Stürmen sind neben der Versenkung durch Fremdeinwirkung (z. B. Torpedo, Fliegerbombe, Selbstzerstörung) häufige Ursachen für den Untergang. Ist das Wrack einmal am Meeresboden, wird es von Lebewesen als Lebensraum erschlossen. Schnell siedeln sich niedere Pflanzen, insbesondere Algen (Kieselalgen, Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen), und Tiere (Schwämme, Krebse, Schnecken etc.) an der Metalloberfläche an. Im Laufe der Zeit wachsen auch Korallen auf dem Wrack. Durch diesen Bewuchs verwischen sich mit der Zeit die klaren Konturen des Objektes und der Taucher kann das Wrack aus der Entfernung nur noch schemenhaft erkennen. Das trägt auch zur Faszination des Wracktauchens bei.
Der Taucher erfreut sich an der Pflanzen- und Tierwelt an diesem „künstlichen Riff“. Gut ausgebildete Sport- und Tec-Taucher erkunden auch die Innenräume (z. B. Laderäume oder Kabinen) des Wracks. Dabei sind allerdings große Vorsicht und Sicherungsmaßnahmen wie beim Höhlentauchen, eine besondere Ausbildung und spezielle Ausrüstung erforderlich.
Um nachtaktive Tiere im Wasser zu beobachten, muss der Sonnenuntergang abgewartet werden. Entsprechende Unterwasserlampen helfen bei der Orientierung. Beim Nachttauchen liegt ein besonderer Reiz darin, dass nur Objekte im Scheinwerferkegel gesehen werden können, alles andere verschwindet im Dunkeln. Tagaktive Tiere liegen schlafend am Grund oder in Verstecken, während die nachtaktiven Tiere auf Jagdzug gehen. Nachttauchgänge sollten grundsätzlich im Flachwasserbereich (5 m - 15 m) und als Nullzeittauchgänge durchgeführt werden.
Einfache und gebrauchsfertige Unterwasserkameras können z. B. beim Schnorcheln in geringen Tiefen bis 10m eingesetzt werden. Für viele Kompaktkameras bieten Hersteller Unterwassergehäuse mit einer Dichtigkeit bis 40m an. Für digitale Spiegelreflexkameras werden Unterwassergehäuse z. B. von darauf spezialisierten Firmen angeboten. Wegen der einfachen Verfügbarkeit und Benutzung von Digitalkameras ist Unterwasserfotografie bei vielen Tauchern verbreitet.
Auch Menschen mit Behinderung haben mittlerweile vielseitige Möglichkeiten, am Sporttauchen teilzuhaben. Das Behindertentauchen ist vor allem in therapeutischem Sinne für körperlich behinderte Menschen gedacht. In letzter Zeit entwickeln sich zunehmend auch Angebote für geistig behinderte Menschen und pädagogische Ansätze für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Gerade in diesen Bereichen findet eine konsequente wissenschaftliche Auseinandersetzung statt, die sich nicht mehr nur mit der Sportart an sich auseinandersetzt, sondern auch psychologische, pädagogische und sogar psychiatrische Fragen angeht. Emotionspsychologische und erlebnispädagogische Untersuchungen zeigen mittlerweile erstaunliche Erfolge und erlauben Rückschlüsse für Menschen mit psychischer bzw. seelischer Behinderung oder einer Lernbehinderung.