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Sonnewalde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sonnewalde
Sonnewalde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sonnewalde hervorgehoben
51.68305555555613.65101Koordinaten: 51° 41′ N, 13° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Höhe: 101 m ü. NN
Fläche: 118,54 km²
Einwohner: 3567 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03249
Vorwahl: 035323
Kfz-Kennzeichen: EE
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 469
Stadtgliederung: 17 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Schulstraße 3
03249 Sonnewalde
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Silke Neisser
Lage der Stadt Sonnewalde im Landkreis Elbe-Elster
Karte
Schloss Sonnewalde, Vorderschloss

Sonnewalde (niedersorbisch Groźišćo) ist eine Stadt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Mit dem Tag der Kommunalwahl 26. Oktober 2003 wurde aus dem Amt Sonnewalde die amtsfreie Stadt Sonnewalde mit 17 Ortsteilen. Die Ortsteile sind:

  • Birkwalde
  • Breitenau
  • Brenitz
  • Dabern
  • Friedersdorf
  • Goßmar
  • Großbahren
  • Großkrausnik
  • Kleinbahren
  • Kleinkrausnik
  • Möllendorf
  • Münchhausen-Ossak
  • Pahlsdorf
  • Pießig
  • Schönewalde
  • Sonnewalde
  • Zeckerin

[Bearbeiten] Ortsteil Ossak

Der Ortsteil Ossak hat etwa 150 Einwohner (2006). Urkundlich wurde der Ort 1486 erstmals erwähnt. Ossak bedeutet durch einen Verhau geschützter Platz. Seit 1947 findet jährlich das Teichfahren statt, bei welchem die Teilnehmer den Dorfteich mit einem Fahrrad durchqueren müssen.[1]

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Ortsgeschichte

Sonnewalde wurde 1255 erstmals in einer Verkaufsurkunde zwischen Johannes von Sunnenwalde und dem Kloster Dobrilugk erwähnt. Die Stadt dürfte jedoch als wendische Sumpfburg, ähnlich der Slawenburg Raddusch, weitaus älter sein, auch die deutsche Besiedlung und der Ausbau zum Burgwardium fanden sicherlich noch weit vor der Ersterwähnung statt. Die Herkunft derer von Sunnenwalde ist nicht mehr klärbar. Sie verkauften jedoch die Herrschaft Sunnenwalde zwischen 1318 und 1328 an die Familie de Ileburg. Im Jahr 1481 erwarb der Hofmarschall Hans von Minckwitz Sonnewalde für 28.000 Gulden vom sächsischen Herzog Albrecht, der sich damit mit dem Königreich Böhmen anlegte, welches die Lausitz und damit auch Sonnewalde als dem Königreich Böhmen zugehörig betrachtete. Durch diesen Streit begannen für das Städtchen unruhige Zeiten, da immer wieder Auseinandersetzungen drohten. Eine relative Berühmtheit erlangte Sonnewalde dann nach 1517, als Nickel von Minckwitz, der Sohn des Hofmarschalls, als einer der ersten in Sonnewalde den lutherischen Glauben einführte. Damit legte er sich mit dem sächsischen und den böhmischen Fürsten an und verlor infolge dessen das Lehen über Sonnewalde. Am 21. März 1537 wurde Sonnewalde für 40.000 Gulden an den Grafen Phillip von Solms-Lich verkauft, womit die Linie derer von Solms-Sonnenwalde begründet wurde, die bis 1945 in Sonnewalde die Grafschaft innehatten.

In der Folgezeit stabilisierte die Lage in Sonnewalde, die Stadt erfuhr einen Bedeutungsaufschwung und prosperierte bis zum Dreißigjährigen Krieg. Die ersten Kriegsjahre konnte Sonnewalde relativ unbeschadet überstehen und bot den Bewohnern der umliegenden Dörfer sowie auch denen der Städte Finsterwalde, Doberlug und Kirchhain aufgrund ihrer sehr guten Befestigung Schutz. Am 22. April 1642 wurde Sonnewalde jedoch durch Verrat von den Schweden eingenommen, die die Stadt plünderten und vollständig in Brand steckten. In den Folgejahren war die Stadt den Schrecken des Krieges schutzlos ausgeliefert. Die Einwohnerzahl sank von 1665 im Jahr 1620 auf 726 im Jahre 1648.

[Bearbeiten] Namensherkunft

Die Bedeutung des Namens ist nicht eindeutig belegt, es gibt drei Deutungen. Die naheliegendste als sonniger Ort im Wald scheint dabei jedoch die unwahrscheinlichste und entstand wohl erst nach 1500. Die ältesten Wappen der Stadt zeigen auch keine Sonne, sondern einen belaubten Baum im dreieckigen Schild. Eine zweite Variante geht auf den mittelalterlichen Namen Sunno zurück und würde den Ortsnamen als Stadt des Sunno erklären. So sind auch mittelalterliche Schreibweisen als Sunnowalde oder Sunnewalde erklärbar. Die dritte Deutung leitet sich aus einer Sage her, der zufolge Kaiser Otto I. im Jahr 950 mit dem Markgrafen Gero in der Umgebung jagte. Daraufhin erschien der aufrührerische Sohn Ottos, Ludolph, und bat den Kaiser um Sühne, die ihm gewährt wurde. Daraufhin wurde der Ort auf deutsch Sunewald genannt.

Der sorbische Name Groźišćo bedeutet Burgstätte oder Befestigung.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtrat

Der Rat der Stadt Sonnewalde besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 11. Februar 2004 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau eine goldene Sonne mit Gesicht und elf Strahlen.“[2]

[Bearbeiten] Historisches Wappen

Blasonierung: „In Blau auf grünem Boden eine natürliche Eiche vor einer aufgehenden goldenen Sonne.“

Ein älteres vom Anfang des 18. Jh. zeigt in Blau eine gesichtige Sonne, Siegel aus dem 16. Jh. zeigen einen Baum, solche aus dem 17. Jh. zusätzlich eine Sonne als Beizeichen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmäler in Sonnewalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.

Sonstige Sehenswürdigkeiten sind:

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Bildung

Die Stadt Sonnewalde verfügt über eine Grundschule.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Märkische Oderzeitung, 16. August 2006, S. 11
  2. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

[Bearbeiten] Weblinks

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