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Solus Christus ist ein Grundsatz insbesondere der reformatorischen Theologie. Es bedeutet, dass allein Christus mit seinem Heilswerk die Erlösung des sündigen Menschen erwirkt. Dieses grundlegende reformatorische Prinzip spielt in der Auseinandersetzung mit der römischen Kirche (Heiligen- und Marienverehrung, Anteil des Menschen am Heilswerk Gottes) eine große Rolle, heute in der Auseinandersetzung mit Strömungen des Zeitgeistes, mit Bibelkritik oder Fundamentalismus.
Neben dem Solus Christus (lat. – Nominativ = Christus allein) stehen in den reformatorischen Kirchen die Prinzipien des sola scriptura (lat. – Ablativ = allein durch die Schrift), des sola fide (lat. Ablativ = allein durch den Glauben) und des sola gratia (lat. – Ablativ = allein durch die Gnade).
Auch nach römisch-katholischem Verständnis ist allein das Opfer Christi die Ursache allen Heils, jedoch so, dass die Mitwirkung von Menschen dadurch nicht ausgeschlossen, sondern ermöglicht und ermächtigt wird [1].