Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Sodom und Gomorrha

- Sodom und Gomorrha -

Sodom und Gomorrha :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Sodom und Gomorrha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel befasst sich mit den Städten Sodom und Gomorrha. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Sodom und Gomorrha (Begriffsklärung) aufgeführt.
Die Zerstörung von Sodom (Mosaik, 12. Jh.)

Sodom und Gomorrha (hebräisch סדום und עמורה) sind zwei in der Bibel genannte Städte, die den Mittelpunkt einer Erzählung bilden. Die Bedeutung der Namen ist unklar, ebenso die genaue Lage der Städte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biblische Erzählung

Die Städte sind Gegenstand einer Erzählung im Alten Testament[1], derzufolge sie durch Gott unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begraben wurden, weil sie der Sünde anheim gefallen waren.

Gott selbst sucht Abraham auf, um ihm mitzuteilen, dass er vorhabe, die Städte Sodom (wo sich Abrahams Neffe Lot aufhält) und Gomorrha zu zerstören, wenn denn das sündige Verhalten ihrer Bewohner tatsächlich so schlimm sei, wie ihm zu Ohren gekommen war. Abraham fragt Gott, ob er wirklich Schuldige und Unschuldige ohne Unterschied vernichten wolle. Gott versichert ihm schließlich, dass er Sodom verschonen werde, wenn sich nur zehn anständige Menschen darin finden ließen.[2] Diese Zahl ist im Judentum bedeutsam: erst wenn zehn Männer zum Gottesdienst zusammenkommen („Minjan“), gibt es wirklich eine jüdische Gemeinde, kann ein vollständiger Gottesdienst gefeiert werden.

Um zu sehen, ob das Klagegeschrei über Sodom der Wahrheit entspricht, schickt Gott zwei Engel zu Abrahams Neffen Lot, einem gottgefällig lebenden Mann. Lot nimmt die beiden Engel gastfreundlich bei sich auf, die von den Einwohnern Sodoms als fremde Männer angesehen werden[3]. Die Einwohner fordern daraufhin, dass Lot ihnen seine Gäste übergebe, weil sie mit Ihnen verkehren wollen. Lot bietet den Sodomitern zum Schutz seiner Gäste und der heiligen Gastfreundschaft stattdessen vergeblich seine jungfräulichen Töchter an.

Die Engel wollen ihn und seine Familie trotzdem vor dem Untergang retten und schicken sie aus der Stadt. Lot und seine Töchter können sich in Sicherheit bringen und werden im Folgenden von Gott beschützt. Sodom und Gomorrha werden dagegen von Gott vernichtet, indem er Schwefel und Feuer auf sie herabregnen lässt. Als Lots Frau – entgegen einem von den Engeln ausgesprochenen Verbot – auf die Stadt zurücksieht, erstarrt sie zu einer Salzsäule.[4]

[Bearbeiten] Interpretationen

Während Sodom sowohl im Tanach als auch im Talmud, aber auch in den Evangelien nach Matthäus[5] und Lukas[6] vor allem ein Symbol für Fremdenfeindlichkeit und den Bruch der Gastfreundschaft ist, wird die Stadt in der späteren christlichen Tradition mit der Sünde der Wollust und schließlich mit dem „Laster wider die Natur“ (Sodomie) in Verbindung gebracht. Inwieweit das Vergehen der Sodomiter an den Männern bzw. Engeln tatsächlich sexueller Natur war, variiert selbst zwischen den deutschen Übersetzungen: In der Einheitsübersetzung ist von „verkehren“ die Rede, in der Lutherbibel dagegen von „über sie hermachen“.

Im Koran wird Sodom nur indirekt als „Volk des Lot“ erwähnt.[7] Auf das Ereignis wird vor allem im Kontext der Abwendung von Gott, Missachten seiner Regeln und seiner Gesandten Bezug genommen; aber auch im Kontext von missachteter Gastfreundschaft.

[Bearbeiten] Biblische Bezeugung

Der Name Sodom findet sich 39 Mal in der Hebräischen Bibel, ausschließlich in Genesis (21), Deuteronomium (2) und den Prophetenbüchern (16). In den gleichen Schriften, jedoch seltener (19 Mal) findet sich der Name Gomorrha. Dabei wird Gomorrha selten allein genannt, sondern meist in Verbindung mit Sodom. Interessant daran ist, dass das negative Bild, das die Bibel von beiden Städten vermittelt, offenbar stärker mit Sodom als mit Gomorrha in Verbindung gebracht wird.

[Bearbeiten] Reale Existenz

Neuere Theorien über die reale Existenz eines historischen Sodoms werden vom Geologen Graham Harris verfolgt. Seiner Meinung nach gab es vor ca. 5000 Jahren eine größere Stadt am Ufer des Toten Meeres, die durch ein Erdbeben und nachfolgenden Erdrutsch zerstört worden sein könnte. Dafür sprechen folgende Entdeckungen:

Dagegen spricht, dass die Ruinen der Ortschaften bis heute nicht gefunden wurden.

[Bearbeiten] Trivia

Am Ufer des Toten Meeres in Israel gibt es heute ein Industriegebiet mit dem Namen „Sodom“. Dort werden die Mineralien des Sees verarbeitet und abgepackt.

In Marcel Prousts Romanepos Auf der Suche nach der verlorenen Zeit wird Gomorrah als Inbegriff von weiblicher Homosexualität interpretiert, analog zu Sodom und männlicher Homosexualität.

[Bearbeiten] Quellen

  1. 1. Buch Mose, Kapitel 18 und 19
  2. Gen 18,16 ff.
  3. Gen 19,6
  4. Gen 19
  5. Matth. 10,14 f.
  6. Luk. 17,29
  7. Sure 7.79-85, 11.78-85, 15.50-75, 21.71-76, 26.161-176 27.55-59, 29.26-36, 37.134-139, 38.14, 50.14, 66.10

[Bearbeiten] Verfilmungen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Sodom und Gomorrha – Bilder, Videos und Audiodateien
rencontre

Sodom und Gomorrha - En savoir plus

Rencontre Sodom und Gomorrha - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.