Siegfried von Feuchtwangen († 1311) war der 15. Hochmeister des Deutschen Ordens von 1303 bis 1311. Er stammte aus Feuchtwangen in Franken, und aus demselben Geschlecht wie Konrad von Feuchtwangen.
Zum Hochmeister wurde er im Oktober im preußischen Elbing (polnisch: Elblag) vom Generalkapitel gewählt, nachdem sein Vorgänger Gottfried von Hohenlohe abdanken musste. Der Orden befand sich in einem Zustand der inneren Zerstrittenheit, nachdem 1291 die letzten Bastionen im Heiligen Land verloren gegangen waren. Um eine Spaltung zu vermeiden reiste Siegfried sogleich zum Hauptsitz des Ordens nach Venedig, wohin ihn Konrad von Feuchtwangen verlegt hatte. Im Jahre 1307 wurde der Templerorden aufgelöst, was auch ein Signal an andere Ritterorden war.
Nachdem der großpolnische Piastenherzog und spätere polnische König Władysław Łokietek den Orden gegen die Brandenburger, die Danzig belagerten, zur Hilfe gerufen hatte, kam es im November 1308 zur Übernahme von Danzig durch den Deutschen Orden, da der Herzog den vereinbarten Lohn nicht bezahlte. Daraus erwuchs die zunehmende Feindschaft zwischen dem Ordens und Polen. Gespräche mit dem Herzog über einen Verkauf seiner Ansprüche an Pommerellens scheiterten auch, aber die Markgrafen von Brandenburg traten ihre konkurrierenden Rechtsansprüche an Pommerellen am 13. September 1309 vertraglich gegen Zahlung von 10.000 Silbermark ab.
Vermutlich nur einen Tag später, am Kreuzerhöhungstag, zog Siegfried während eines Generalkapitels in die Ordensburg Marienburg ein. Siegfried verlagerte damit endgültig den Hauptsitz des Ordens ins preußische Ordensland, wo er 1311 starb und im Dom zu Kulmsee (polnisch: Chełmża) beigesetzt wurde.
| Vorgänger |
Hochmeister des Deutschen Orden 1303–1311 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feuchtwangen, Siegfried von |
| KURZBESCHREIBUNG | Hochmeister des Deutschen Ordens |
| GEBURTSDATUM | 13. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 1311 |
| STERBEORT | Marienburg |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
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