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Während das Tonsystem der westlichen Musik die Oktave (Frequenzverhältnis 2:1 zum Grundton) in 12 verschiedene Halbtönen unterteilt, teilt die indische Musiklehre die Oktave in 22 verschiedene Töne. Diese werden Shruti (Sanskrit, f., श्रुति, śruti, Ton) genannt. (Siehe auch "Shruti" in anderer aber verwandter Bedeutung)
Eine mögliche Aufteilung der Oktave in 22 Shrutis ist die folgende:
Dabei entsprechen die 7 Silben Sa, Ri, Ga, Ma, Pa, Dha und Ni unseren Solmisationssilben Do, Re, Mi, Fa, Sol, La und Ti. Die Zahlen stehen für die verschiedenen Variationsmöglichkeiten in der Tonhöhe eines Tons (entsprechend unseren Versetzungszeichen ♯ und ♭). Der Grundton Sa und auch meistens die Quinte Pa (Frequenzverhältnis 3:2 zum Grundton) sind Ausnahmen von dieser Variationsmöglichkeit.
Zu erwähnen ist noch, dass es neben der genannten Aufteilung noch andere gibt (z. B. mit doppeltem Pa oder mit nur 3 verschiedenen Vorzeichen pro Ton), und dass auch die Reihenfolge der Töne (in geringen Grenzen, z. B. Ga1 vor Ri4) variieren kann.