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Set, auch Seth (hebräisch: שת schet „Ersatz“; arabisch شيث schith, DMG šīṯ) ist eine biblische Gestalt des Alten Testaments und nach Kain und Abel der dritte Sohn von Adam und Eva.
Nach der Ermordung Abels und der Vertreibung Kains gebar Eva nach der Genesis (1. Buch Mose) einen dritten Sohn - Adam soll zu dieser Zeit bereits 130 Jahre auf der Erde gelebt haben - und nannte ihn Set (Gen 4,25 EU). Im hebräischen Originaltext ist der Name Set (schet) ein Wortspiel mit „gesetzt“ (schat); Set soll Ersatz für Abel sein. Der älteste Sohn des Set heißt Enosch (Gen 5,6-8 EU). Ihn soll er im Alter von 105 Jahren gezeugt haben. Es wird berichtet, dass Set anschließend noch viele Söhne und Töchter hatte. Im Alter von 912 Jahren stirbt Set.
Set ist ein direkter Vorfahre von Noach (Gen 5,6-29; siehe auch 1 Chr 1 ,1-4 EU) und damit der gesamten heutigen Menschheit. So ist er auch in Lk 3,38 EU im Stammbaum Jesu zu finden.
Von Set bis zur Sintflut listet der biblische Bericht neun Generationen auf: Enosch, Kenan, Mahalalel, Jered, Henoch, Methusalem, Lamech und Noach. In Gen 4,26 EU wird darauf hingewiesen, dass man zur Lebzeit des Set damit begann, den Namen Gottes, JHWH, anzurufen. Henoch wurde laut Gen 5,24 EU noch zu Lebzeiten in den Himmel entrückt, und Methusalem erreichte bekanntlich das höchste bekannte Lebensalter einer in der Bibel genannten Person. Daher standen die Nachkommen des Set in der jüdischen und christlichen Tradition generell im Ruf besonders fromm und gottesfürchtig gewesen zu sein. Allerdings soll laut Gen 6,1-8 EU die Verbindung der „Gottessöhne“ mit den „Menschentöchtern“ der Anlass für den Zorn Gottes, die Sintflut und die Reduktion des maximalen menschlichen Lebensalters auf 120 Jahre gewesen sein. Hierbei werden die Gottessöhne entweder mit den gefallenen Engeln identifiziert (vgl. z.B.: Ijob 1,6 EU; Dan 3,92 EU), oder mit den frommen Nachkommen Sets, die von den lasterhaften weiblichen Nachkommen des Kain verführt wurden. Aus diesen sündhaften Verbindungen gingen die Nephilim, die Riesen und „Helden der Vorzeit“, hervor.
In der deuterokanonischen Schrift Jesus Sirach wird das Ansehen und die Bedeutung Sets noch hinter die des Adam gesetzt (Jesus Sirach 49,16). Set wird auch in verschiedenen apokryphen Büchern erwähnt.
Bei den Mandäern ist Set als Shith-il (etwa der göttlichen Sphäre zugehöriger Set) bekannt. In den gnostischen Schriften von Nag Hammadi taucht Set teilweise mit christlichem und teilweise mit nicht-christlichem Bezug auf:
Von Set leitet sich die Sekte der Sethianer ab. Zur ägyptischen Gottheit Seth besteht keine ursächliche Beziehung, sondern bloße Namensgleichheit.
Siehe auch: Schreibung biblischer Namen
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