| Sedlitz
Stadt Senftenberg
|
|
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 33′ N, 14° 3′ O51.54944444444414.05805555555696Koordinaten: 51° 32′ 58″ N, 14° 3′ 29″ O |
| Höhe: | 96 m |
| Einwohner: | 1046 (1996) |
| Eingemeindung: | 1. März 1997 |
| Postleitzahl: | 01968 |
| Vorwahl: | 03573 |
Sedlitz (sorbisch: Sedlišćo) ist ein Ortsteil der brandenburgischen Kreisstadt Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Er liegt in der Niederlausitz direkt am Sedlitzer See und am Ilsesee.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Sedlitz hat seinen Ursprung in dem sorbischen Wort szedlive (Wohnsitz).
Sedlitz wurde 1449 erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Ansiedlung reicht jedoch bis in das 12. Jahrhundert zurück. Im Zuge der deutschen Ostexpansion kam es zur Ansiedlung zwischen dem Flüsschen Rainitza und der Reppist-Raunoer Hochfläche. Der sorbisch geprägte Ort lag an einem Verbindungsweg, der von Senftenberg zur alten Zuckerstraße führte. Bis zum großen Brand im Jahre 1882 veränderte das Bauerndorf kaum seine Struktur. Landwirtschaft, Bienenzucht und Fischfang waren die Haupteinnahmequellen. Torf wurde im sumpfigen Umland als Brennstoff gewonnen. Die Einwohner Sedlitz waren im Amt Senftenberg zu verschiedenen Diensten verpflichtet. Sie mussten in der Winterzeit Küchenholz hauen und ins Amt fahren. Gemeinsam mit den Einwohnern von Jüttendorf mussten die Sedlitzer beim Bierbrauen helfen, acht Jüttendorfer Gärtner mussten die erste Pfanne füllen, drei Sedlitzer Gärtner waren zu anderen Handreichungen verpflichtet. Außerdem mussten die Sedlitzer mit auf die Schweine-, Wolfs- und Hasenjagd gehen.
Der Ort war bekannt für die Herstellung hölzerner sorbischer Bauernuhren, der sogenannten serbske zegarje.
Ab 1770 gab es in Sedlitz einen Schulbetrieb. Am 3. August 1823 wurde die Sedlitzer Dorfkirche eingeweiht, die pfarramtliche Betreuung fand bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts durch Senftenberg statt.
Der Abbau der Braunkohle ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte das Leben im Ort. An der Grube „Anna-Mathilde“ entstand die gleichnamige Werkssiedlung. Diese Werkssiedlung war ein zweiter Ortskern, der industriell geprägt war. Durch den Bau von Bergarbeiterwohnungen stieg die Einwohnerzahl von 500 im Jahr 1850 auf fast 3000 im Jahr 1940. Um den Ort entstanden Tagebaue. Durch den Tagebau Sedlitz (Tagebau Tatkraft), die ehemalige „Grube Ilse-Ost“ der Ilse Bergbau AG kam es zu einer ersten Teildevastierung des Ortes in den Jahren 1962/1963. Dieser Tagebau stellte die Kohleförderung im Jahr 1978 ein. Zur gravierenderen Devastierung kam es durch den Tagebau Meuro in den Jahren 1986/1987. Die ehemalige Waldrandsiedlung und der Ortsteil Sedlitz-West „Anna-Mathilde“ mussten dem Bergbau weichen. 685 Einwohner wurden umgesiedelt.
Die Tagebaurestlöcher wurden nach dem Abbau der Braunkohle für die landwirtschaftliche Nutzung rekultiviert, die Kippenflächen aufgeforstet oder in Seen wie zum Beispiel den Sedlitzer See umgewandelt. Der Sedlitzer See erhält schiffbare Kanäle zum Geierswalder See über den Sornoer Kanal und über den Rosendorfer Kanal zum Partwitzer See und zum Ilsesee.
Am 1. Januar 1973 wurde der devastierte Ort Sorno nach Sedlitz eingemeindet. Am 1. März 1997 wurde Sedlitz nach Senftenberg eingemeindet. Ortsbürgermeister ist Wolfgang Kaiser.
| Einwohnerentwicklung in Sedlitz von 1875 bis 1996 [1] | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner |
| 1875 | 532 | 1933 | 2950 | 1964 | 2772 | 1989 | 1030 | 1993 | 1109 |
| 1890 | 583 | 1939 | 2879 | 1971 | 2376 | 1990 | 979 | 1994 | 1099 |
| 1910 | 1722 | 1946 | 2972 | 1981 | 1834 | 1991 | 955 | 1995 | 1069 |
| 1925 | 2087 | 1950 | 3031 | 1985 | 1577 | 1992 | 1085 | 1996 | 1046 |
Im Jahr 1880 waren 95,6 Prozent der Einwohner Sorben.
Im Jahr 1870 erfolgte der Bau der Eisenbahnlinie Senftenberg-Cottbus mit einer Haltestelle im benachbarten Bahnsdorf. Der heutige Haltepunkt in Sedlitz wurde erst 1920 eingerichtet.
Durch den Ort führt die Bundesstraße 169.
Brieske | Großkoschen mit Kleinkoschen | Hosena | Niemtsch | Peickwitz | Sedlitz
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."