Die Scilitanischen Märtyrer ist eine Gruppe von Christen, die am 17. Juli 180 n. Chr. in Karthago wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet wurden. Der erhaltene Märtyrerbericht (Passio sanctorum scilitanorum) ist eines der ältesten Zeugnisse der Kirche im römischen „Africa“ und das älteste christliche Dokument in lateinischer Sprache.
Zwei der Märtyrer – Nartzalus und Cittinus – tragen einheimische, d. h. punische oder berbersprachliche Namen, die Übrigen tragen römische Namen. Wortführer der Gruppe ist Speratus. Das Verhör wird von dem römischen Proconsul Publius Vigellius Saturninus geführt. Zu der Gruppe gehören auch mehrere Frauen. Alle Mitglieder der Gruppe sind Laien (d. h. nicht Geistliche).
Der heute nicht mehr eindeutig zu identifizierende Ort „Scilium“ (oder „Scillium“) liegt in der römischen Provinz Numidia oder in der Provinz „Africa proconsularis“ (wohl im heutigen Tunesien). Das Martyrium der Scilitanischen Märtyrer wird von Tertullian erwähnt (Ad Scapulam 3, 4), sowie mehrfach von Augustinus, der ihre Verehrung in Karthago bezeugt.
Die „Passio Sanctorum Scilitanorum“ ist stark dem literarischen Genus des Gerichtsprotokolls angelehnt, doch ist der Märtyrerbericht ohne Zweifel christlich überarbeitet. Gleichwohl stellt er ein wertvolles historisches Zeugnis dar.
In der Römisch-katholischen Kirche wird am 17. Juli das Fest der Scilitanischen Märtyrer gefeiert.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."