| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||||
| Kreis: | Unna | ||||
| Höhe: | 120 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 56,2 km² | ||||
| Einwohner: | 49.132 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 874 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 58239 | ||||
| Vorwahl: | 02304 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | UN | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 78 028
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstr. 31 58239 Schwerte |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Heinrich Böckelühr (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Schwerte im Kreis Unna | |||||
Schwerte ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im Ruhrgebiet, Kreis Unna in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Schwerte liegt südöstlich von Dortmund an der Ruhr im östlichen Ruhrgebiet. Der weitgehend bewaldete Höhenzug im Norden des Stadtgebietes wird als Ardeygebirge bezeichnet.
Das heutige Stadtgebiet von Schwerte wurde 1975 durch die kommunale Gebietsreform aus den Städten Schwerte und Westhofen sowie den Gemeinden Ergste, Geisecke, Villigst und Wandhofen gebildet. Auch Teile der Nachbargemeinden Holzen und Lichtendorf kamen zu Schwerte.
Im Jahr 962 wird Schwerte erstmals von Engelbert, Abt der Abtei Werden als "Suerte" erwähnt. 1096 wird die Bauernschaft Ergste als "Argeste" in einer Urkunde genannt. Die ältesten Zeugnisse über den Reichshof Westhofen stammen aus dem Jahr 1248.
1243 fällt Schwerte an die Grafschaft Mark. 120 Jahre später werden erstmals ein Richter und ein Bürgermeister in Schwerte erwähnt. Graf Dietrich I. von der Mark gewährt Schwerte 1391 das Münzrecht, 1397 das volle Stadtrecht. Das Privileg zur Erweiterung der Befestigungsgräben und zur Erhebung von Wegegeld an den Stadttoren folgt 1406.
1419 tritt die Stadt dem Hansebund bei.
1565 wird das Schwerter Schichtwesen erstmals beurkundet, eine Art organisierte Nachbarschaftshilfe für jeweils einen abgegrenzten Bereich innerhalb der Stadt. Den einzelnen Schichten standen Schichtmeister vor, die über ihre Arbeit Rechenschaft ablegten in den Schichtbüchern. Das älteste zu Beginn des 21. Jahrhunderts erhaltene Schichtbuch (Schicht 8) stammt aus dem Jahr 1715.
Nach dem Tod des letzten Grafen von der Mark fällt Schwerte 1609 an das Kurfürstentum Brandenburg, das später im Königreich Preußen aufgeht.
Die Leineweberzunft bildet sich 1652. Ihr gehören zu dieser Zeit 68 Meister an, die dieses Handwerk vor Ort ausüben.
1701 erlässt die Stadt eine eigene Schulordnung.
Dr. Friedrich Bährens führt 1799 die erste Pockenschutzimpfung in Schwerte durch.
Wegen Brandgefahr verbietet Schwerte 1818, Häuser mit Stroh- und Schindeldächern zu errichten.
Der Chemiker Friedrich Theodor Fleitmann errichtet 1869 eine Nickelhütte, in der 1871 die ersten reichsdeutschen Nickelmünzen geprägt werden. 1877 erfindet Fleitmann ein Verfahren, Nickel zu verformen und zu schweißen. Die Schwerter Nickelhütte bleibt bis zum Ersten Weltkrieg die modernste ihrer Art. Sie wird 1902 in VDN umbenannt.
Am 3. und 4. April 1920 wird die Stadt beim Kapp-Putsch von Kommunisten besetzt.
1929 wird der Landkreis Hörde aufgelöst, die Stadt Schwerte und das Amt Westhofen gehen an den Kreis Iserlohn über.
Die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 wird in Schwerte mit einem Fackelzug gefeiert. Als Adolf Hitler vier Jahre später auf der Durchreise kurz in Schwerte Station macht, wird er von der Bevölkerung frenetisch gefeiert. In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wird die Synagoge verwüstet.
Im Juni 1940 fallen die ersten Bomben auf Schwerte, der Bahnhof ist eines der Hauptangriffsziele des britischen Bomber Command im Ruhrgebiet. Die Bombardierung und Zerstörung der Staumauer der Möhnetalsperre durch britische Bomber im Jahr 1943 fordert mehr als 1.600 Todesopfer, als sich eine gewaltige Flutwelle durch das Ruhrtal ergießt und ein bislang nicht wieder erreichtes Jahrhunderthochwasser auslöst. Am 31. Mai 1944 folgt der schwerste Luftangriff auf Schwerte, als US-amerikanische Bomber den Verschiebebahnhof attackieren. Über 217 Menschen finden dabei den Tod.
Im 1922 in Schwerte-Ost eingerichteten Eisenbahnausbesserungswerk wird 1944 eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald eingerichtet. Am 12. April 1945 erobern US-amerikanische Truppen die Stadt Schwerte, Anfang Juni desselben Jahres übernehmen die Engländer die Militärregierung.
Im Zuge der kommunalen Neuordnung von 1975 kommt es zu Eingemeindungen, Schwerte wird außerdem aus dem Kreis Iserlohn ausgegliedert und dem Kreis Unna zugeschlagen.
Das erste erfolgreiche Bürgerbegehren im Land Nordrhein-Westfalen wendet sich gegen die von der Stadt 1993 beschlossene Schließung des Elsebades. Es ebnet 1994 den Weg zur Wiedereröffnung des Bades als Bürgerbad Elsetal (1998).
1997 feiert Schwerte sein 600-jähriges Stadtjubiläum. Sechs Jahre später ist die Stadt (wieder) Mitglied der Westfälischen Hanse.
Am 11. Juni 2006 stand der erste Bürgerentscheid Schwertes mit der Frage "Erhalt des Freizeit-Allwetterbades (FAB) mit allen seinen Wasserflächen" zur Abstimmung. Eine Mehrheit lehnte den Baderhalt ab. Allerdings wurde der Bürgerentscheid wegen zu geringer Wahlbeteiligung abgewiesen.
Wegen finanzieller Schieflage wurde der städtische Haushalt im Mai 2008 nicht mehr vom zuständigen Kreis Unna genehmigt. Folge war ein rigoroses Sparprogramm mit Nothaushalt.
Das wichtigste politische Organ der Stadt ist der Stadtrat, der über die Angelegenheiten der Kommune und Grundsätze der Stadtverwaltung, die vom Bürgermeister geleitet wird, entscheidet.
Der 2004 zuletzt gewählte Stadtrat von Schwerte umfasst 44 Mitglieder und besteht aus 19 gewählten Vertretern der CDU, 15 Ratsmitglieder gehören der SPD an, 5 Bündnis 90/Die Grünen, 3 der WfS (Wählervereinigung für Schwerte) und 2 der FDP.
Bekannt ist die Stadt im politischen Raum auch für das Elsebad im Ortsteil Ergste, das seit 1998 ehrenamtlich betrieben wird, da seine junge Geschichte als so genanntes Bürgerbad mit engagierter Bürgerbeteiligung verknüpft ist. Zum Jahreswechsel 1994/1995 führte das erste erfolgreiche Bürgerbegehren in NRW zur späteren Wiedereröffnung des zuvor von der Stadt Schwerte geschlossenen Freibades.
In der Liste[2] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
| Jahr | SPD | CDU | FDP | Grüne | BSP | WfS |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1975 | 51,1 | 40,3 | 6,7 | |||
| 1979 | 52,0 | 39,2 | 6,4 | |||
| 1984 | 48,8 | 36,0 | 3,4 | 11,5 | ||
| 1989 | 47,3 | 33,5 | 5,4 | 12,3 | ||
| 1994 | 40,0 | 39,5 | 12,1 | 5,1 | ||
| 1999 | 32,4 | 48,9 | 8,1 | 7,9 | ||
| 2004 | 35,1 | 42,0 | 4,1 | 10,9 | 7,9 |
Bürgermeister ist Heinrich Böckelühr (CDU) als Nachfolger von Ursula Sobelat (SPD), die von 1992 bis 1999 die Bürgermeisterin Schwertes war. Bei der Kommunalwahl vom 26. September 2004 wurde er mit 51,4 Prozent der Wählerstimmen im Amt bestätigt.
Blasonierung: „In Rot zwei schräg gekreuzte gestürzte silberne Schwerter.“
Das Calvin-Haus wurde im 14. Jahrhundert als Stadtweinhaus errichtet. Ab 1656 nutzte es die reformierte Gemeinde als „kleine Kirche“. Das Gebäude fiel 1945 einem Fliegerangriff zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau 1955 dient es heute als evangelisches Gemeindeamt, welches umgebaut und renoviert wird.
Das Denkmal der Pannekaukenfrau auf dem Cava-dei-Tirreni-Platz erinnert an eine Schwerter Stadtlegende. Bei einer Hungersnot sollen die Schwerter keine andere Wahl gehabt haben, als Kartoffeln auf dem schlechten Boden anzubauen. Die Schwerter Frauen kamen auf die Idee, die Kartoffeln zu reiben und in der Pfanne in Öl zu braten. Erfunden waren die Pannekauken (heute bekannt als Reibekuchen). Von dieser Legende leitet sich auch der plattdeutsche Spitzname der Stadt, „Pannekauken-Schweierte“, ab.
Die katholische St. Marienkirche ist eine dreischiffige Basilika. Erbaut wurde sie 1903/1904 im neoromanischen Stil nach Plänen des Architekten Franz Mündelein. 1964 wurde sie um eine Anbau an der westlichen Seite erweitert.
Die St.-Viktor-Kirche ist in ihrem heutigen Erscheinungsbild eine dreischiffige gotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert, deren Gründung bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. An der nördlichen Außenwand sind aus dieser Zeit noch romanische Bogenfragmente aus grünlichem Soester Sandstein erhalten. Die Kirche beherbergt ein Antwerpener Retabel von 1523, einen nur teilweise erhaltenen Siebenschmerzenaltar von 1518 sowie ein Kreuzigungsfresko von 1310, das zu den frühesten erhaltenen Wandgemälden Westfalens zählt. Hervorzuheben ist die sehr gute Akustik der Kirche: Instrumente und Gesang werden warm und besonders obertonreich wiedergegeben. An den Markttagen - Mittwochs und Samstags - ist die Kirche vormittags geöffnet, und es finden regelmäßig Marktmusiken statt. Weitere Konzertveranstaltungen an vielen Wochenenden zeugen vom reichen Musikleben in der Stadt. Das eigentliche Markenzeichen der St.Viktor ist jedoch ihr legendärer schiefer Turm.
Schwerte kann mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 1 (Saarbrücken–Lübeck, Abfahrt Schwerte) oder A 45 (Hanau–Dortmund, Abfahrt Schwerte-Ergste) erreicht werden. Im Westhofener Kreuz, bekannt durch häufige Staumeldungen, überquert die Autobahn A 1 die Autobahn A 45.
Durch Schwerte verlaufen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):
Schwerte ist ein Eisenbahnknotenpunkt sowohl des Schienenpersonennahverkehrs als auch des Güterverkehrs mit Rangierbahnhof. Von hier aus führen Strecken nach Hagen, Dortmund, Hamm, Iserlohn und nach Warburg (Obere Ruhrtalbahn) mit Abzweigungen in den Hochsauerlandkreis, wie zum Beispiel nach Winterberg. Züge des Fernverkehrs halten nicht mehr im Bahnhof Schwerte.
Bis 2005 erfolgte der Großteil des Busverkehrs durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG). Nach dem Rückzug der MVG zum Fahrplanwechsel am 9. Januar 2005 erfolgt nun der Linienverkehr überwiegend durch die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna. Des weiteren verkehren Linien der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) von Iserlohn-Letmathe bis Schwerte-Ergste und der Busverkehr Ruhr-Sieg (BRS) von Iserlohn bis Schwerte.
Schwerte ist Sitz des für die Stadt zuständigen Amtsgerichts.
Schwerte. Lemgo 1755.
Gemeinde Schwerte (Ruhr) o.J.
http://www.kunstverein-schwerte.de
Bergkamen | Bönen | Fröndenberg/Ruhr | Holzwickede | Kamen | Lünen | Schwerte | Selm | Unna | Werne
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."