Das Schwert (von ahd.: swert) ist eine Hieb- und Stichwaffe mit gerader zweischneidiger Klinge, Griff und je nach Epoche Parierstange und Knauf.
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Dolche sind wie die Schwerter gerade und zweischneidig, teilweise auch von quadratischem oder dreieckigem Klingenquerschnitt, aber nicht zum Schlagen geeignet. Für gewöhnlich sieht man zweischneidige Waffen bis 40cm Klingenlänge als Dolche an, längere als Schwerter. Dolche wurden aufgrund ihrer geringen Größe vor allem im Mittelalter oftmals als Attentäterwaffen verwendet.
Säbel (z.B. der arabische Scimitar oder „Krummsäbel“ oder der chinesische Dao) sind einschneidig und gebogen. Echte Krummschwerter (also mit zwei Schneiden) sind selten. Ob Schwerter oder Säbel weiter verbreitet sind, hängt von der Qualität der Rüstungen ab. Der Hieb eines langen geraden Schwerts wirkt zermalmend und spaltend; er ist gegen Schwergerüstete wirksam. Ein Säbelhieb kann eine schwere Rüstung nicht durchdringen, aber gegen Leicht- oder Ungerüstete wirkt er durch seine zusätzliche Schneidwirkung stärker als ein Schwertschlag.
Die japanischen Katana sind einschneidig und gebogen, also im Prinzip Säbel, können aber auch nicht eindeutig als solche bezeichnet werden, da sie einige Merkmale aufweisen, die von der klassischen Definition eines Säbels abweichen. Katana bilden demnach eine eigene Klasse. Die japanischen Katanas sind mehrlagig und so scharf geschliffen, dass man selbst mit wenig Kraft dicke und harte Holzblöcke spalten kann.[2]
Obwohl das chinesische Schwert (Jian) auf den ersten Blick von der Konstruktion und vom Aussehen her dem hier beschriebenen Schwert westlichen Ursprungs sehr ähnlich ist (gerade, zweischneidige Klinge, Knauf und Heft), unterscheidet es sich stark in der Handhabung und Anwendung. Es wird schneidend und stechend eingesetzt, wobei auf empfindliche Stellen des Körpers gezielt wird (Sehnen an Handgelenken, Knien und Fußgelenken, Hals).
Das Konstruktionsprinzip hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum gewandelt. Es wird mit Hilfe der nebenstehenden Zeichnungen erörtert:
Schwerter waren in den meisten antiken und mittelalterlichen Kulturen zu finden, sowohl im abendländischen als auch im orientalischen und ostasiatischen Kulturraum. Erste Schwertfunde existieren bereits aus der frühen Bronzezeit, wie Funde beispielsweise aus Griechenland (Mykene, Sparta) und Nordeuropa sowie viele antike Abbildungen belegen. Durch den Kulturkontakt gelangten die frühen Schwertformen des südosteuropäischen Raumes über das Karpatenbecken bis nach Mitteleuropa. Es wird angenommen, dass die im asiatischen Raum gebräuchlichen Schwerter ursprünglich von Europa inspiriert worden sind. So gleicht das älteste, (noch erhaltene) chinesische Schwert sehr groß einem im damaligen Griechenland üblichen Schwert.[1] Gebrauchsspuren und Reparaturstellen zeugen von ihrem Einsatz und ihrem Wert für den Besitzer. Form, Gebrauchsspuren und die Vergesellschaftungen mit Dolchen weisen ebenso auf differenzierte Kampfesweisen hin wie die Klingenformen. Wesentliche Bedeutung als Waffe erhielt das Schwert erst mit dem Beginn der Eisenzeit, da Eisen und insbesondere Stahl eine wesentlich größere Härte als Bronze aufweisen. Erste Funde eiserner Schwerter finden sich zur Hallstattzeit, sowohl in Nord- als auch in Südeuropa. Obgleich auch zu Beginn der Eisenzeit die Hauptwaffe der Soldaten (beispielsweise griechische Hopliten und römische Legionäre) weiterhin die Lanze war, erlangte das Schwert insbesondere in der römischen Armee in der Form des Kurzschwertes (Gladius) Bedeutung. Dieses wurde später von der längeren Spatha – ursprünglich ein Kavallerieschwert, dann auch bei der Infanterie eingesetzt – abgelöst. Diese Konstruktionsform für Schwerter wurde in weiten Teilen Europas bestimmend.
Auch bei den germanischen Stämmen der Völkerwanderung hatte das Schwert neben dem Sax eine herausragende Bedeutung als Waffe und behielt diese auch im Verlaufe des Mittelalters. Die Bedeutung des Schwertes in den Gesellschaften der Völkerwanderungszeit wird besonders deutlich in der herausragenden Stellung, die Schwerter in den meisten mythologischen Erzählungen des frühen und hohen Mittelalters einnehmen. So findet sich beispielsweise in der Artussage das Schwert Excalibur, im Nibelungenlied Siegfrieds Schwert Balmung und im Amelungenlied das Schwert Wielands, Mimung.
Die gesellschaftliche Bedeutung spiegelt sich auch darin wider, dass Schwerter in vielen feudalen Zeremonien eine wesentliche Rolle spielen (Krönung, Schwertleite). Praktisch jedes europäische Krönungsornat enthält ein Schwert, so beispielsweise das Reichsschwert des Heiligen Römischen Reiches, die Reichsschwerter in England und Schottland etc.
Gläubige des Christentums ließen häufig ihre Schwerter durch Priester/Pastoren segnen. Viele Schwertträger gaben ihren Schwertern Namen.
Mit dem Aufkommen zunehmend schwererer Rüstungen mussten auch die Waffen angepasst werden, um den Gegner trotz Panzerung verletzen zu können. Durch die zunehmende Verbreitung des Plattenharnischs wurde der Schild überflüssig und die linke Hand zumindest bei unberittenen Kämpfern weitgehend frei. Aus den ursprünglich verhältnismäßig kurzen Schwertern (etwa 0,8-1 m) entwickelten sich daher immer längere Schwerter (heute Eineinhalbhänder oder Bastardschwerter genannt).
Der Zweihänder, der auf Abbildungen aus der Landsknechtszeit häufiger zu sehen ist, wurde hauptsächlich zum Zweikampf benutzt, wenn die Formationen (Gewalthaufen) bereits aufgebrochen waren. Zum Wegschlagen der Piken, wie es immer wieder in Gerüchten behauptet wird, ist er völlig ungeeignet. Pikeniere und Musketiere trugen den kurzen Katzbalger als Nebenwaffe, der beim Kampf mit der Hauptwaffe nicht behinderte. Im zivilen Bereich trug man das Rapier.
Aufgrund der Tatsache, dass nicht zuletzt häufig Prunkwaffen überlebt haben, da sie keinem Verschleiß ausgesetzt waren, existieren häufig falsche Vorstellungen über Gewicht und Balance historischer Schwerter. Paradewaffen, die hauptsächlich geschultert getragen bei Umzügen vorgeführt wurden, erreichten nicht selten Gewichte, die für den Kampf absolut nicht praktikabel waren (vier Kilogramm und mehr). Eine tatsächliche Gebrauchswaffe musste aber – besonders, wenn sie für militärischen Gebrauch gedacht war – auch über längere Zeit zu führen sein. Ein Stahlschwert, das zum Kampf geeignet sein soll, wiegt je nach Länge zwischen einem und 1,5 kg. Je nach Schwerttyp wird ein Schwerpunkt mehr oder weniger nahe der Parierstange angestrebt. Dennoch können auch qualitativ hochwertige Schwerter mit geringem Gewicht einen Schwerpunkt um 20 cm vor der Parierstange aufweisen, ohne dadurch unhandlich zu werden.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."