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Die Schwarze Pockau (tschechisch Černá, auch Schwarzwasser genannt) ist ein linker Nebenfluss der Flöha im Erzgebirge. Der nahezu unverbaute Wildbach hat eine Länge von 33 km.
Die aus den vielen Mooren zufließenden dunklen Wässer färben den Fluss dunkel. Der Name Pockau, der in ähnlicher Form bereits 1292 erwähnt wurde, stammt vermutlich aus dem Tschechischen und bedeutet entgegengesetzt, also von Böhmen aus nach Norden abfließendes Wasser.
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Die Schwarze Pockau entspringt 890 m über NN in einem Hochmoor nordöstlich des Jelení hora (Haßberg, 993,5 m) im böhmischen Erzgebirge. Hier entsteht auch die nach Tschechien abfließende Chomutovka (Assigbach).
Nach 500 Metern erreicht sie an der alten Verbindungsstraße zwischen Přísečnice (Preßnitz) und Kalek (Kallich) die deutsch-tschechische Grenze und fließt in den Satzunger Gemeindeteich.
In ihrem weiteren Verlauf bis nach Kühnhaide bildet sie nun auf 13 km die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. In diesem Abschnitt passiert sie die Dörfer Satzung (das ehemals gegenüber auf böhmischer Seite gelegene Dorf Ulmbach (Jilmová) wurde aufgelassen) und Reitzenhain (das ehemals gegenüber auf böhmischer Seite gelegene Dorf Reizenhain (Pohraniční) wurde ebenfalls aufgelassen). In Reitzenhain, aus dem Floßteich an der Neue-Welt-Mühle, leitete der Reitzenhainer Zeuggraben Aufschlagwasser aus der Schwarzen Pockau bis zu den einstigen Bergwerken um Marienberg.
Schließlich erreicht der Fluss das Dorf Kühnhaide (das ehemals gegenüber auf böhmischer Seite gelegene Dorf Kienhaid (Načetín I) wurde aufgelassen). Hier wurde dem Fluss erneut Wasser zum Bergbau abgeleitet. Der zum Bewandern geeignete Grüne Graben führte einst Aufschlagwasser in die Gruben bei Pobershau, heute speißt er eine Wasserkraftanlage. Am Ortsausgang von Kühnhaide ändert der Fluss seine Hauptrichtung von Nordost nach Norden hin.
Das nun folgende Tal der Schwarzen Pockau zwischen Kühnhaide und der Kniebreche, das Schwarzwassertal, zählt zu den schönsten deutschen Mittelgebirgstälern und bildet das Naturschutzgebiet „Schwarzwassertal“. Im südlichen Abschnitt war mit Plänen aus dem Jahre 1985 eine Talsperre mit 3,5 Mio m³ Stauraum geplant, der auch Kühnheide zum Opfer gefallen wäre. Die Pläne wurden jedoch zum Glück für Natur und Landschaft verworfen. Der abgelegene Pobershauer Ortsteil Hinterer Grund wird passiert. Hier befindet sich die Naturschutzstation Pobershau, welche verschiedene Angebote für Naturinteressierte bereithält.
An der Kniebreche beim Pobershauer Ortsteil Rittersberg mündet die Rote Pockau ein. Zudem befindet sich hier ein Wasserpegel-Messpunkt des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie. Die Messwerte können im Sechs-Stunden-Takt im Internet abgerufen werden.
Bei Niederlauterstein passiert die Schwarze Pockau die Ruine der Burg Lauterstein, der Lautenbach mündet ein und ebenso der von Zöblitz kommende Knesenbach.
In der Gemeinde Pockau mündet die Schwarze Pockau schließlich in die Flöha.
Neben den für den Bergbau angelegten historischen Gräben bestehen aktive Wehranlagen zur Nutzung der Wasserkraft zwischen Kühnhaide und Hinterer Grund sowie bei der Kniebreche. Die beiden Wehranlagen sind bei lokalen Naturschützern umstritten, da sie nach ihrer Auffassung die Natürlichkeit des Flusses beeinträchtigen.
Wandern und Radfahren ist entlang des Flusses und des Grünen Grabens im Schwarzwassertal möglich.
Der Fluss eignet sich für Kanu- und Wildwasserfahrten. Selbst bei relativ wenig Wasser ist er fahrbar. Die klassische 10 km lange Streckenführung ohne Ausstieg geht von Hinterer Grund bis nach Pockau. Oberhalb Hinterer Grund befinden sich einige Kilometer anspruchsvolles Wildwasser, für die hohe Wasserstände erforderlich sind. Die Einsatzstelle hier befindet sich in Kühnhaide.
Angeln ist mit Erlaubnisschein im Abschnitt von Pobershau bis zur Mündung in die Flöha möglich. Die Hauptfischarten sind Regenbogenforellen, Bachforellen, Bachsaiblinge, Aale und verschiedene Weißfischarten.