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Schwarzfußiltis

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Schwarzfußiltis
Schwarzfußiltis (Mustela nigripes)

Schwarzfußiltis (Mustela nigripes)

Systematik
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Marder (Mustelidae)
Unterfamilie: Mustelinae
Gattung: Mustela
Untergattung: Iltisse (Putorius)
Art: Schwarzfußiltis
Wissenschaftlicher Name
Mustela nigripes
(Audubon & Bachman, 1851)

Der Schwarzfußiltis (Mustela nigripes) ist eine Raubtierart aus der Untergattung der Iltisse innerhalb der Familie der Marder (Mustelidae). Er lebt in Nordamerika und zählt zu den Tieren, die in freier Wildbahn bereits ausgerottet waren und nur dank Nachzuchtprogrammen überlebt haben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Schwarzfußilitsse haben wie alle Iltisse einen langgestreckten, schlanken Körper mit kurzen Gliedmaßen und relativ kurzem Schwanz. Ihr Fell ist überwiegend gelbbraun gefärbt, der Kopf ist weiß und ist um die Augen mit einer dunklen, maskenartigen Gesichtszeichnung versehen. Ebenfalls schwarz sind die Beine und der hinterste Teil des Schwanzes. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 38 bis 50 Zentimeter, der Schwanz wird rund 11 bis 15 Zentimeter lang und ihr Gewicht beträgt 0,7 bis 1,1 Kilogramm. Männchen werden rund 10% schwerer als Weibchen.

[Bearbeiten] Verbreitung und Lebensraum

Ursprünglich waren Schwarzfußiltisse in der Prärie-Region des mittleren Nordamerikas beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckte sich von Alberta und Saskatchewan bis Arizona und Texas. Heute gibt es mehrere kleine Populationen in Montana, South Dakota, Wyoming und Arizona, die alle auf Wiederansiedlungsprogramme zurückzuführen sind. Ihr Lebensraum sind Grasländer.

[Bearbeiten] Lebensweise und Ernährung

Zwei Schwarzfußiltisse

Die Lebensweise der Schwarzfußiltisse ist eng an Präriehunde gekoppelt. Sie benutzen deren Baue als Ruheplätze und Jagdreviere. Sie gehen bei Dämmerung oder Nacht auf die Jagd und ziehen sich tagsüber in ihre Baue, die meist umgebaute Präriehundbauten sind, zurück. Sie leben einzelgängerisch und verteidigen ihr Revier vehement gegen Artgenossen.

Präriehunde machen dementsprechend auch 90% ihrer Nahrung aus, in geringem Ausmaß verzehren sie auch andere Kleinsäuger wie andere Erdhörnchen und Mäuse.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Die Paarungszeit liegt in den Monaten März und April, nach rund 42- bis 45-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen im Mai oder Juni ein bis sechs (durchschnittlich drei) Jungtiere zur Welt. Im Herbst trennen sie sich von ihrer Mutter, die Geschlechtsreife tritt mit rund einem Jahr ein. Die Lebenserwartung von Tieren in menschlicher Obhut betrug bis zu zwölf Jahre.

[Bearbeiten] Schwarzfußiltisse und Menschen

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren Schwarzfußiltisse weit verbreitet. Mit der großflächigen Ausrottung der Präriehunde, die als Landwirtschaftsschädlinge betrachtet wurden, setzte auch der Niedergang dieser Tiere ein. Bereits in den 1960er-Jahren war die Art ausgesprochen selten, Ende der 1970er-Jahre galt sie als ausgestorben. Im Jahr 1981 wurde in Wyoming eine bis dahin unbekannte Kolonie entdeckt, wissenschaftlich untersucht und einige Tiere zu Nachzuchtzwecken eingesammelt. Durch eine Präriehundseuche ist dann auch diese Population ausgestorben, sodass im Jahr 1987 nur mehr 18 Exemplare in Gefangenschaft lebten. Das Nachzuchtprogramm war erfolgreich, und im Jahr 1991 wurde erneut eine Population in Wyoming ausgewildert. Weitere Wiederansiedlungsprojekte in mehreren US-Bundesstaaten folgten, die Gesamtpopulation wurde im Jahr 2005 wieder auf 500 Exemplare geschätzt.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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