Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Schwarzer-Adler-Orden

- Schwarzer-Adler-Orden -

Schwarzer-Adler-Orden :

femme russe

Schwarzer Adlerorden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

(Weitergeleitet von Schwarzer-Adler-Orden)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel beschreibt den preußischen Orden. Siehe auch Schwarzer Adlerorden (Albanien)
Stern und Kreuz des Ordens

Der Hohe Orden vom Schwarzen Adler war der höchste preußische Orden. Gestiftet wurde er von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg am 17. Januar 1701, dem Tag vor seiner Krönung zum ersten König in Preußen am 18. Januar 1701.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Statuten des Ordens datierten vom 18. Januar 1701. Der Schwarze Adlerorden war kein Verdienstorden wie der Orden Pour le Mérite, sondern zunächst ein Ritterorden mit begrenzter Mitgliederzahl. Ursprünglich sollte die Zahl der preußischen Ordensträger, die königlichen Prinzen nicht mitgerechnet, nur 30 betragen. Bis 1848 mussten Personen von nicht reichsfürstlicher Geburt, die die Auszeichnung bekommen sollten, ihre Abstammung von acht adligen Ahnen nachweisen und das 30. Lebensjahr erreicht haben. Mit der Neuveröffentlichung der Statuten durch Friedrich Wilhelm IV. am 20. Februar 1848 erhielten nichtadelige Ordensritter mit dem Erhalt der Insignien einen Wappenbrief, der sie in den erblichen Adelsstand erhob.[1] Die preußischen Prinzen erhielten den Orden zwar mit ihrer Geburt, legten die Insignien aber erst zusammen mit ihrer ersten Offiziersuniform zum vollendeten zehnten Lebensjahr an.

[Bearbeiten] Insignien

[Bearbeiten] Kleinod

Das Ordenszeichen des einklassigen Ordens ist ein blauemailliertes Malteserkreuz mit schwarzen gekrönten Adlern in den Kreuzwinkeln. In der Mitte befindet sich in einem goldenen Medaillon das verschlungene Monogramm des Stifters FR (= Fridericus Rex). Unter Friedrich Wilhelm II. (reg. 1786-1797) zeigt das Medaillon das Monogramm FWR (= Fridericus Wilhelminus Rex).[2] Das Ordenszeichen konnte auch in Brillanten verliehen werden.

[Bearbeiten] Stern

Das Medaillon des achtstrahligen silbernen Ordenssternes zeigt den schwarzen preußischen Adler auf orangefarbenem Grund innerhalb der Ordensdevise Suum cuique (dt.: „Jedem das Seine“) sowie einen Lorbeerzweig. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ordensstern gestickt und wurde an die Uniform genäht. Ab 1810 wurden die ersten Ordenssterne aus Metall verliehen und Friedrich Wilhelm IV. verfügte 1858, dass nur noch silberne Ordensterne zu verleihen sind. Der silberne Ordensstern konnte, wie das Kleinod, auch mit Brillanten verliehen werden. Ritter des Schwarzen Adlerordens, die auch Ritter des englischen Hosenbandordens waren, konnten den Stern des Schwarzen Adlerordens mit dem Hosenband umschließen.

[Bearbeiten] Band

Das Kleinod wurde an einer einfarbigen, orangenen Schärpe von der linken Schulter zur rechten Hüfte getragen. Das orangefarbene Ordensband war eine Huldigung an das Haus Oranien und Friedrichs holländische Mutter. Außerdem verlieh es der Hoffnung auf das Erbe des kinderlosen Oraniers Wilhelm III. von England Ausdruck.

[Bearbeiten] Die Ordenskette

Als besondere Auszeichnung konnte der Orden mit der Ordenskette (Kollane) verliehen werden (z. B. an Fürst Otto von Bismarck, der den Orden auch in Brillanten erhielt). Die Kette setzt sich aus zweierlei Arten von Kettengliedern zusammen: ein schwarz emaillierter Adler, der in seinen Fängen goldene Donnerkeile trägt und einen blau emaillierten Reif, an dessen Seiten vier Königskronen befestigt sind. Im Inneren des Reifes befindet sich ein weiß emailliertes Medaillon mit der aufgemalten Ordensdevise. Der Reif wird mit dem Medaillon durch die goldenen Initialbuchstaben des Stifters FR verbunden.

[Bearbeiten] Wissenswertes

Die Ritter des Ordens vom Schwarzen Adler trugen ab 1861 stets das Großkreuz des Roten Adlerordens als Halsdekoration.

Heute ist der Ordensstern Zeichen der Feldjägertruppe der Bundeswehr und soll an die Gründung des Feldjägercorps durch Friedrich II. im Jahre 1740 erinnern. Er wird als Abzeichen in Eichenlaub gefasst am Barett getragen.

Die Statuten schrieben fest, dass der Orden täglich getragen werden musste. Bei dem ersten Versäumnis der Tragepflicht musste der Ritter 30 Thaler, bei der zweiten 100 Thaler an das Waisenhaus zu Königsberg zahlen. Beim dritten Versäumnis wurde der Orden aberkannt.[3]

[Bearbeiten] Verleihungen

Bis zum Ende des deutschen Kaiserreichs wurde der Orden insgesamt 407 Mal verliehen. Vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. erhielten am 8. April 1805 gleichzeitig Napoléon I., Murat, Cambacérès, Talleyrand, Berthier, Duroc, Bernadotte und der schwedische König Gustav IV. Adolf den Schwarzen Adlerorden. Letzterer lehnte ihn allerdings ab, da er als legitimer König von Gottes Gnaden nicht mit einem Usurpator und Generälen bürgerlicher Herkunft auf eine Stufe gestellt werden wollte.

Seit 1918 wird der Orden nur an Mitglieder des Hauses Preußen inoffiziell verliehen. Bis zum Tode des letzten Kaisers Wilhelm II. im Jahre 1941 wurde das Ordensfest, der 11. Juli (Geburtstag Friedrich I.), jedes Jahr in Doorn gefeiert. Ständiger Gast war dabei August von Mackensen.

[Bearbeiten] Ordensritter

Die ersten zwanzig Ordensritter wurden am Tag der Stiftung ausgezeichnet[4]:

Hans Albrecht von Barfus mit Schulterband und Bruststern des Schwarzen Adlerordens
  1. Kronprinz Friedrich Wilhelm
  2. Markgraf Philipp Wilhelm von Brandenburg-Schwedt
  3. Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt
  4. Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt
  5. Prinz Ferdinand Kettler (1655–1737) preußischer General, Sohn von Jakob Kettler
  6. Herzog Friedrich Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1653–1728) Gouverneur von Preußen, Generalfeldmarschall
  7. Johann Kasimir Kolbe von Wartenberg (1643–1712) preußischer Minister
  8. Hans Albrecht von Barfus (1635–1704), brandenburgisch-preußischer Generalfeldmarschall
  9. Philipp Karl von Wylich und Lottum (1650–1719) preußischer Generalfeldmarschall
  10. Alexander zu Dohna-Schlobitten (1661–1728), brandenburgisch-preußischer General und Diplomat
  11. Christoph I. zu Dohna-Schlodien (1665–1733), brandenburgisch-preußischer General und Diplomat
  12. Friedrich Christoph von Dohna-Reichertswalde (1652–1734)[5]
  13. Otto Magnus von Dönhoff (1665–1717) brandenburgisch-preußischer Generalleutnant und Gesandter
  14. Julius Ernst von Tettau (1644–1711) Oberamtmann von Angerburg, Feldzeugmeister der Generalstaaten
  15. Johann Georg von Tettau (1650–1713) Kammerherr Friedrich III., Generalmajor der Kavallerie, Kommandant der Garde du corps
  16. Wilhelm Dietrich von Bülow (1664–1737) Oberhofmeister der Königin
  17. von Perband († 1706) Landhofmeister von Preußen
  18. Christoph von Wallenrode (auch Wallenrodt) (1644?–1711) Oberhofmarschall von Preußen
  19. Christoph Alexander von Rauschke († 1725) Oberburggraf von Preußen
  20. Johann? von Kreytzen (?) Kanzler von Preußen
Afred Graf von Schlieffen in dem Habit des Schwarzen Adler Ordens

Weitere Träger:

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Maximilian Gritzner Handbuch der Ritter und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt Seite 325
  2. Hüsken: Katalog der Orden, Ehrenzeichen und Auszeichnungen des Kurfürstentums Brandenburg, der Markgrafschaften Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth, des Königreiches Preußen, der Republik Preußen unter Berücksichtigung des Deutschen Reiches. Band 1 Kurfürstentum Brandenburg, Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach, Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth Orden des Königreiches Preußen Hamburg 2001 Seite 58
  3. Gustav Adolf Ackermann:Ordensbuch sämtlicher in Europa blühender und erloschender Orden und Ehrenzeichen Seite23
  4. Eduard Vehse: Preussische Hofgeschichten, Georg Müller, München 1913, S. 257ff.
  5. Rudolf Grieser(Hg): Die Denkwürdigkeiten des Burggrafen und Grafen Christoph zu Dohna (1665-1733). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1974, S. 215 führt den Dohna-Reichertswalde nicht als „Ritter der ersten Stunde“ an.

Schwarzer-Adler-Orden - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Schwarzer-Adler-Orden - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.