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Schwarmfisch

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Marines Nekton: Atlantische Heringe (Clupea harengus) auf ihrer Laichwanderung in die Ostsee. Die hohe Geschwindigkeit kann über mehrere tausend Kilometer durchgehalten werden
Schwarmfische vor Papua-Neuguinea
Schwarm des Falterfisches Chaetodon ulietensis

Ein Schwarmfisch ist ein Fisch, der mit vielen anderen Fischen der selben Art, aber auch mit anderen Arten, zusammen umherschwimmt. Dabei schwimmen die einzelnen Fische weitgehend parallel zueinander, in etwa gleichem Abstand und in die gleiche Richtung. Schwarmfische können ganzjährig, saisonal oder nur bei Gelegenheit einen solchen Schwarm bilden. Schwarmverhalten ist auch von Vögeln, Sepien, Krill und vielen anderen Tieren bekannt. Entsprechenden Formationen der Säugetiere nennt man Herden.

Die Schwarmbildung ist für die Fische mit Vor- und Nachteilen verbunden. Vorteilhaft ist, die im Schwarm für das einzelne Tier höhere Wahrscheinlichkeit, den Angriff eines Räubers zu überstehen. Der Schutz vor Räubern ergibt sich vor allem daraus, dass ein Räuber nur eine begrenzte Zahl von Fischen im Auge behalten kann und auch nur eine begrenzte Zahl von Fischen fressen kann. Je mehr Fische also zusammen schwimmen desto geringer wird bei einem einzigen Angriff das Risiko für jeden einzelnen Fisch. Andererseits könnten große Schwärme auch mehr Räuber anziehen als ein kleiner Schwarm oder ein einzelner Fisch. Daher kann auch die Anzahl der Angriffe, und damit das Risiko von einem Räuber gefressen zu werden, mit der Schwarmgröße zunehmen.

Einzelne Fische können gezielter verfolgt werden und haben daher bei einem einzelnen Angriff eines Räubers auch ein höheres Risiko, sofern sie sich nicht umgehend zum Beispiel in einer Höhle oder in eine Seeanemone in Sicherheit bringen können. Je höher das Risiko für einen Fisch ist, dass er einem Räuber zum Opfer fällt, desto aufmerksamer sollte er nach Räubern Ausschau halten und desto weniger Zeit bleibt ihm selbst zum Fressen. Einer der Hauptgründe, warum sich Tiere zu Schwärmen zusammenfinden, ist wahrscheinlich, dass "viele Augen besser sehen" und dass im Schwarm jedes einzelne Individuum weniger Zeit damit verbringen muss, nach Räubern Ausschau zu halten, und somit jedes Tier mehr Zeit zum Fressen hat.

Mitentscheidend für die Frage, ob eine Fischart im Schwarm lebt, ist die Verteilung der Nahrung im Raum. Ist die Nahrung einer bestimmten Fischart in kleinen Portionen weit verteilt, so kann diese Fischart diese Nahrung nicht ökonomisch nutzen, wenn sie im Schwarm umherschwimmt. Kein Mitglied des Schwarmes fände dann genug zu Fressen. Ist dagegen die Nahrung in großen Portionen im Raum verteilt (z.B. Schwärme von Krebstieren) dann hat Schwarmverhalten für diese Fischart kaum Nachteile, da genug für alle da ist, und die Vorteile überwiegen.

Bei koordinierter Jagdstrategie, können Fischschwärme für Schwärme kleinerer Fische sehr gefährlich werden. Dies lässt sich beispielsweise bei Barracuda-, Makrelen- oder Barschschwärmen gut beobachten. Ein weiter Vorteil des Schwarms besteht darin, dass die Wahrscheinlichkeit einen Geschlechtspartner zur Fortpflanzung zu finden, im Schwarm höher ist, als bei solitärer Lebensweise.

Bei vielen Fischen - darunter auch beliebten Aquarienfischen, wie etwa den Salmlerarten der Gattungen Hyphessobrycon, Hemigrammus und Paracheirodon lässt sich Schwarmverhalten ganzjährig oder zu bestimmten Zeiten beobachten. Während der Balz und zur Paarungszeit grenzen aber auch ansonsten typische Schwarmfische durchaus kleinere Reviere ab, die sie gegeneinander verteidigen. Zum Zusammenschluss des Schwarmes kommt es hingegen, wenn Fressfeinde erscheinen. Isolierte Schwarmfische leiden häufig unter starkem Stress, sie zeigen sich verängstigt und verenden im Extremfall bald.

In einem fließenden Übergang lassen sich von den Schwarmfischen solche Tiere unterscheiden, die lediglich in Gruppen zusammenleben. Aus der Aquaristik bekannte Vertreter dieser Kategorie sind die Panzerwelse der Gattung Corydoras. Auch hier zeigt sich das ausgeprägte Sozialverhalten der Tiere nur in der Gruppe. Das isoliert gehaltene Tier ist aber längst nicht in dem Maße desorientiert wie der vereinzelte Schwarmfisch.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Schwarmfisch - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Schwarmfisch - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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