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Schwäbische Dialekte :

femme russe

Schwäbische Dialekte

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Schwäbisch

Gesprochen in

Deutschland, Österreich (Außerfern in Tirol)
Sprecher  ?
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache von -
Sprachcodes
ISO 639-1:

-

ISO 639-2: (B) gem (T) -
ISO 639-3:

swg

Schwäbisch ist eine im Raum Schwaben, das heißt im heute mittleren und südöstlichen Bereich von Baden-Württemberg sowie in südwestlichen Teilen Bayerns gesprochene Gruppe von Dialekten. Linguistisch gehören sie zu den alemannischen Dialekten und damit zu der oberdeutschen Dialektgruppe.

Innerhalb der schwäbischen Dialekte gibt es erhebliche Unterschiede. Eine Möglichkeit ist die Unterscheidung nach den Formen des Partizips Perfekt von „sein“ in gweä (gewesen) und gsai (gewesen). Die Gsai-Gruppe ist sprachgeschichtlich näher mit dem niederalemannischen und dem hochalemannischen gsi verwandt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Der Schwäbisch-Alemannische Sprachraum

Das Schwäbische wird durch einige Grammatik- und Aussprachemerkmale charakterisiert. Diese sind aber teilweise nicht auf die Schwäbischen Dialekte beschränkt und können in anderen Deutschen Mundarten vorkommen.

[Bearbeiten] Aussprachemerkmale

[Bearbeiten] Grammatikalische Merkmale

[Bearbeiten] Begriffsumdeutungen

Im Schwäbischen haben eine Reihe von auch im Hochdeutschen gebräuchlichen Wörtern abweichende Bedeutungen:

[Bearbeiten] Dialektgruppen

Dialektgruppen:

  • Niederschwäbisch (Neckarschwäbisch) im oberen und mittleren Neckartal und den angrenzenden Gebieten (Schwäbische Alb, Ostschwarzwald): Gwä, Gwäâ
  • Oberschwäbisch in Württemberg südlich der Donau und im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben (südlicher Übergang zum niederalemannischen Gsi über Gsai))
  • Ostschwäbisch in der Region Ostwürttemberg und im bayerischen Landkreis Donau-Ries (etwa zwischen Ulm, Donauwörth, Dinkelsbühl und Schwäbisch Gmünd; Niederschwäbisch mit Übergang zu Oberschwäbisch)
    • Rieser Schwäbisch – eine Dialektform, die deutliche Anklänge an das Neckarschwäbische zeigt, jedoch deutlich davon verschieden ist: so sagt der Rieser nicht „Do hanna“, sondern „do dranna“, wenn er „da dort“ meint.
  • Allgäuerisch (Tiroler Schwäbisch) im Unter- und Ost-Allgäu, auch verwendet in angrenzenden Gebieten Tirols (Lechtal, Außerfern), sowie Vorarlberg und Oberbayern (Lechrain); klar getrennt vom niederalemannischen Allgäuerisch (Ober- und Westallgäu) durch die Wiib-Weib-Linie

[Bearbeiten] Regionale Individualisierung

Schwäbischexperten können die Herkunft einer Person von der Schwäbischen Alb dank ihres Dialekts überraschend zuverlässig genau einem Ort (schwäbisch „Fleggâ“) zuordnen. Dabei spielt u. a. die Aussprache von „nicht“ als „nedd“, „nedda“, „edd“, „edda“, „nitt“, „idd“, „idda“, „itt“ oder „itta“ eine Rolle. Diese Feinheiten verschwinden in der Sprachkultur der jüngeren Generationen immer mehr. Die Unterschiede zeigen sich auch darin, dass selbst eingeborene Stuttgarter kaum einen Satz verstehen, wenn ein sogenannter Älbler richtig loslegt. Das Albschwäbisch ist gekennzeichnet durch einen melodiösen Singsang in der Sprache. Ein Merkmal des Albschwäbischen ist teilweise der Gebrauch des Konjunktivs anstelle des Indikativs: „mir häbe“ (neben han); „siâ sêie“ (neben sän) – hochdt.: wir haben; sie sind.

In Oberschwaben, insbesondere aber am badischen Ufer des Bodensees, wird der hochalemannische Einfluss stärker. So findet man in dieser Region häufig die hochalemannische Monophtongierung („Ziit“ statt „Zaid“ = hochdt. Zeit oder „uff“ statt „auf“) und viele Gemeinsamkeiten mit dem Südbadischen und Schweizerdeutschen. Dies gilt auch für die Dialekte des Allgäus, das großteils zu Bayern gehört. Der im Tiroler Außerfern um die Bezirksstadt Reutte gesprochene Dialekt entspricht weitgehend der Oberallgäuer Mundart und wird von den Einheimischen ebenso meist Schwäbisch genannt (Tiroler Schwaben).

In diesem Zusammenhang interessant ist auch die unterschiedliche Färbung des Schwäbischen je nach Religionszugehörigkeit des Sprechenden. In den altwürttembergisch = evangelischen (lutherischen) Orten ist die Aussprache einiger Wörter anders als in den katholischen Orten. Th. Troll führt das auf den Predigtstil der Pfarrer zurück. Beispiele:

[Bearbeiten] Bezeichnungen der Bewegungsrichtung

Weitere Hinweise auf die Herkunft und den Grad der lokalen Verbundenheit einer Person kann für den Eingeweihten die Eigenart des Schwäbischen sein, an Bezeichnungen eines Bewegungsvorganges von einem Ort zum anderen, zumeist eine nähere Beschreibung der Art und Weise, wie dies geschieht, anzuhängen. Beispielsweise fährt man von Ravensburg an den Bodensee „nôndr“ oder „ná“ (hinunter), von Ulm nach Geislingen „niâbr“, seltener „ná“ (hinüber oder hinunter) und von Tübingen nach Münsingen „nauf“ (hinauf). Kleinere Entfernungen ohne große Höhenunterschiede werden hingegen mit „nôm“ oder „niâbr“ (das daher zweideutig ist) bezeichnet. Betrachtet man diese Routen auf der Landkarte haben diese Richtungs- bzw. Höhenangaben in der genannten Form, und vom jeweiligen Ausgangs zum Endpunkt der Bewegung gesehen auch Sinn. Eigentümlicherweise werden sie aber von Schwaben meist auch verwendet, wenn sie Hochdeutsch sprechen und sich eine Person in einer ganz anderen geographischen Konstellation (z. B. in Hamburg) befindet. Von dort aus liegt ganz Schwaben oben, d. h. höher (auch wenn die Hamburger meinen es liegt - auf der Landkarte - unten). Dennoch bleibt für einen Älbler das Neckartal und Oberschwaben „unten“, die Alb hingegen „oben“ und ein Oberschwabe fährt an den Bodensee „nôndr“. Kombiniert man daher dialektale Eigenheiten mit diesen Richtungsangaben, kann, sofern einem die ungefähre Geographie der Gegend bekannt ist, die Herkunft einer schwäbisch sprechenden Person meist auf wenige Kilometer (manchmal sogar auf wenige hundert Meter) genau festgelegt werden, da der Schwabe die Welt in aller Regel von seinem Heimatort aus gesehen in „Oben“ und „Unten“ einteilt.

[Bearbeiten] Eigenständige Ausdrücke

In vielen Gemeinden gibt es Spitznamen für die Einwohner wie z. B. Spandale, Spältleskucker oder Loable, die mit der eigentlichen Ortsbezeichnung nichts gemein haben (s. Ortsnecknamen). Diese Namen finden auch oft in den Namen von Narrenzünften Verwendung.

Im Schwäbischen gibt es insbesondere eine reiche Anzahl an derben Redewendungen mit denen sich hervorragend schimpfen lässt. („Dir schlage d’Fiaß ab, dass de uff de Schdomba hoimquaddla muasch.“, „Des isch vrschdônga ônd vrloga!“,„I schlah dr’s Gwänd ah!“, „Dem henge s’Greiz aus!“, „Mir gôht glei dr Gaul durch.“, „Wenn du so lang wärsch wia bleed, nô könnsch dr Mond am Arsch lägga.“,„Dem lauft dr Rotz dá Backa nuff.“, „I schlag dr oine an d' Battrie nò.“, „Wenn ia an Hendera hed wia dei Gsicht, no dät ia mi sogar beim Scheissa schäma.“ u. v. m.)[1]

Personen, die von nördlich des Oberdeutschen Sprachraums herziehen, werden als „Zuagreisde“ (Zugereiste) bezeichnet, was als ein Makel gilt, der frühestens – wenn überhaupt – nach mehreren Jahrzehnten oder gar Generationen der Integration behoben werden kann. Personen aus einem anderen „Flegga“ (Dorf) werden als „Raigschmeggde“ (Hereingerochene) bezeichnet. Auffallend ist in diesem Zusammenhang auch die Vielfalt scheinbarer Schimpfworte. So hat das Wort „Siach“, was in seiner sekundären Form auf Hochdeutsch soviel wie Strolch heißen würde, mehrere Bedeutungen von denen auch einige positiv sind. Da dies stark von der Betonung abhängt, ist es vor allem für „Zuagreisde“ eher schwierig, sich einzuleben. Der sogenannte Schwäbische Gruß (das Götz-Zitat „Legg me am Arsch!“) kann, nach Thaddäus Troll, zahlreiche Bedeutungen haben und klingt in den Ohren Einheimischer oft weniger beleidigend als für „Zuagreisde“, beispielsweise ist es auch Ausdruck allergrößten Erstaunens.

Ähnliches gilt auch für das höchst umfangreiche schwäbisch-kulinarische Vokabular. Für „Zuagreisde“ haben zahlreiche schwäbische Speise-Bezeichnungen einen geradezu widersinnigen, ans Pornographische oder Ekelerregende grenzenden „Beigeschmack“. So sind „Nônnafürzlá“ „Bärádatzá“, „Knuikieáchles“, und „Muggabätsch’r“ (hdt. „Nonnenfürzlein“, „Bärentatzen“, „Knieküchlein“ und „Fliegenklatsche“) nichts anderes als bestimmte Süßspeisen. „Buabaschbitzlá“ bzw. „naggede Marieala“ (hdt. „präpubertäres männliches Geschlechtsteil“ und „Nackte Madonnen“) sind keinesfalls als Entlehnungen aus dem obszönen Sprachschatz der Schwaben (der ein Kapitel für sich darstellt) misszuverstehen, sondern regional unterschiedliche Bezeichnungen für die inzwischen auch über Schwaben hinaus bekannten „Schupfnudeln“ (mit Kartoffeln (schwäb. „Erdepfl“ „Ebiará“ oder „Grommbiará“) gestreckte Teignudeln). „Laubfresch“ (hdt. „Laubfrösche“) bezeichnen um Ulm herum eine bestimmte Art von in Mangoldbätter eingeschlagene Fleischroulade (wiewohl man hier nicht völlig ausschließen kann, dass es sich um „echte“ Froschschenkel handeln könnte) und wenn man „á g’schmelzdá Wasserleich’ em Grombierásalaad“ (hdt. „eine geröstete Wasserleiche im Kartoffelsalat“) vorgesetzt bekommt, ist das nichts anderes als eine, meist mit gerösteten Zwiebelringen servierte, angeröstete Maultasche auf Kartoffelsalat.

Vor allem in Oberschwaben, als stark landwirtschaftlich geprägte Region, existieren zahlreiche Wörter, die sich auf Dinge und Vorgänge des bäuerlichen Alltags beziehen. So ist feuchter Schmutz, der auf eine Oberfläche spritzt, antrocknet und festklebt „nachbichád“. Hingegen ist Schmutz, der sich am Körper von Tieren bildet, wenn sie in Schlamm oder Mist lagen „(nâ)-kladdrád“. Ein Kalb, das kurz vor der Geschlechtsreife steht, ist ein „Jommbá“ oder „Môggale“ (letzteres kann allerdings auch „Kiefernzapfen“ bedeuten). Eine geschlechtsreife Kuh, die noch kein Kalb geboren hat und deshalb noch keine Milch gibt, ist eine „Boschá“. Ein Bulle, der zu jung ist, um zur Besamung eingesetzt zu werden, ein „Hähgalé“. Viele dieser Bezeichnungen beziehen sich auf besondere physikalische Eigenschaften, Bewegungsarten oder Verhaltensweisen, für die das Schwäbische überaus differenzierte Bezeichnungen bereithält. In Form von Verben der Bewegung werden diese Begriffe gelegentlich auch auf menschliche Handlungen übertragen. Etwas „häahglad“ oder gar „häahlengád“ zu tun, bedeutet es „heimlich“ oder zumindest „versteckt“ zu tun (vgl. das „Nachsteigen“ des Jungbullen hinter den Kühen, hinter dem Rücken des eigentlich hierfür „zuständigen“ Stiers). „jombá“ oder „gombá“ bedeutet als Verb soviel wie „hüpfen“ oder „springen“, ähnlich, wie dies junge Kälber tun. Als Substantiv gebraucht ist ein „Gombá“ eine Vertiefung innerhalb eines Flusses oder kleinen Sees (teilweise auch der ganze kleine See oder Teich, sofern er tief genug ist) in den man gefahrlos „naigômbá“ also „hineinspringen“ kann.

[Bearbeiten] Sprachliches Volksgut

Werbung auf schwäbisch: „Halten Sie sich links, wenn Sie nach Stuttgart wollen.“
Aufkleber einer Werbekampagne des Landes Baden-Württemberg

Einige bekannte schwäbische Zungenbrecher:

[Bearbeiten] Eigenständiges Vokabular im Schwäbischen

Eine Vielzahl an Wörtern / Vokabeln kommen (v. a. bei der älteren Generation) im Hochdeutschen nicht vor, werden also nicht nur anders ausgesprochen, sondern müssen in der Tat meistens übersetzt werden. (Daher rühren auch z. B. die Wörterbücher „Schwäbisch – Deutsch“). Da der Umfang und die noch heute bestehende Verwendung regional unterschiedlich ist, seien hier nur ein paar wenige berühmte Beispiele genannt:

Substantive:

Verben:

Adjektive/Adverbien:

[Bearbeiten] Mischformen

Was früher als Honoratiorenschwäbisch bezeichnet wurde und eher als Manierismus galt, ist heute eine weitverbreitete Anverwandlung des Schwäbischen an hochsprachliches Deutsch. In vielen Situationen werden statt reinem Schwäbisch Mischformen gebraucht, die Schriftdeutsch, umgangssprachliches Deutsch und Schwäbisch in verschiedenen Anteilen mischen. Typische Situationen sind solche, in denen reines Schwäbisch nicht verstanden wird, Hochdeutsch aber nicht angemessen wäre oder in denen der Sprecher das Gefühl hat, nicht verstanden zu werden, auch wenn die Gegenseite sehr wohl Schwäbisch versteht, oder in Situationen, wo sie dem Gesagten besonderen Nachdruck verleihen will. Zum Beispiel werden sehr häufig im Gespräch mit schwäbischen Kindern Mischformen verwendet („So, jetzt muâsch du dô drückhhen.“ „Ich sag dir des noch einmal.“)

Es gibt verschiedene Mischungsgrade, die die Sprecher sehr genau an ihre Umgebung anpassen müssen. Verwenden sie zu viel Schriftdeutschanteil im Gespräch mit anderen Schwaben, gelten sie als hochgestochen oder bedauernswert korrumpiert und verflacht; verwenden sie zu viel Schwäbisch in einer stärker schriftdeutschsprachigen Umgebung, gelten sie als weitgereiste „Auswärtige“ („Wo kommsch denn du her?“) und von Menschen, die unter Mühen Hochdeutsch als Fremdsprache erlernt haben, werden sie schlichtweg nicht verstanden.

Das Mischen der Sprachen erfolgt nicht zufällig, sondern nach Regeln. Einige davon sind:

Man kann von einem schwäbischen Satz ausgehen und ihn graduell ins Hochdeutsche übergehen lassen oder umgekehrt, die Reihenfolge der Ersetzungen kehrt sich dabei jeweils um.

Beispiele:

[Bearbeiten] Schwäbische Mundartdichter und Dialektautoren

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Wörterbücher

(Auswahl, chronologisch sortiert)

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Quellen

  1. Umfangreiches Schimpfwortverzeichnis
  2. Wortschatzklassiker Uni Freiburg

[Bearbeiten] Weblinks

Wikipedia Wikipedia auf Alemannisch (inklusive Schwäbisch)

Schwäbische Dialekte - Artikel des Tages

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Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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