Schrein (v. lat. scrinium), ursprünglich Lade, Kasten, dann auch so viel wie Schrank. Bezeichnet das kastenförmige Mittelstück eines Schnitzretabels und ein auf den Sarkophag zurückgehendes Reliquiar in der Grundform eines Kastens, Hauses oder Sakralbaus. Schreine sind die Hauptwerke der mittelalterlichen Goldschmiedekunst.[1]
Das Charakteristische des Schreins bestand darin, dass er geschlossen werden konnte, weshalb man die mittelalterlichen Schnitzaltäre, deren Flügel zugleich als Türen zum Schutz des Inneren diente, Altarschreine nannte. Die Särge der Heiligen und ihrer Reliquienbehälter hießen Heiligen- oder Reliquienschreine. Danach nannte man die Särge im allgemeinen Totenschreine. Daher auch der Name Schreiner für Tischler.[2]
Besondere Bedeutung im Judentum besitzt der Toraschrein im welchem in jeder Synagoge die Torarollen aufbewahrt werden.
Die Kultorte der japanischen Shinto-Religion werden im Deutschen auch meist "Shintō-Schreine" genannt, in Abgrenzung zu den Tempeln des Buddhismus. Ebenso werden traditionelle Kultstätten afrikanischer Religionen als Schreine bezeichnet.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."