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Ein Schreibpegel ist eine teilautomatische Anlage zur Messung des Wasserstandes eines stehenden oder Fließgewässers und die wichtigste im 19.Jahrhundert ertfolgte Weiterentwicklung des traditionellen Lattenpegels.
Die erste Version dieser Geräte besaß einen Schwimmer, der über einen Seilzug mit dem genau austarierten Gegengewicht verbunden war. Die Höhenänderungen des Schwimmers wurden mittels einer Zahnstange auf eine Schreibfeder übertragen, die den Pegelstand auf eine Registriertrommel übertrug, ähnlich wie beim Barografen. Die Aufzeichnung erfolgte zunächst mit Tinte, später auf betriebssichererem Wachspapier.
Eine verfeinerte Bauart des Schreibpegels ist der Druckluft-Tauchpegel, bei dem der Wasserstand über eine U-förmige Messleitung in Form eines Dükers als Änderung des inneren Luftdrucks registriert wird. Die Daten können über eine dünne Druckleitung oder elektrisch zum sogenannten Fernpegel übertragen werden, der in einem günstig gelegenen Pegelhaus untergebracht wird.
Durch die Schreibpegel wurde die mindestens einmal täglich erforderliche Ablesung des Pegels wesentlich erleichtert und verfeinert. Die dauernde Registrierung erlaubt eine rasche, grafische Mittelung über beliebige Zeiträume und erleichtert so die Berechnung eines längerfristigen Mittelwassers.
Heutige Schreibpegel sind auf digitaler Basis vollautomatisiert und benötigen technische Inspektionen nur noch in großen Zeitabständen.