Unter Schossen versteht man die Streckung der Pflanzentriebe und Ausbildung von Blütenständen (Übergang der Pflanze von der vegetativen Phase in die generative Phase). Dies ist die Voraussetzung zur Befruchtung und der Samenbildung im Jahr des Schossens.
Einige Pflanzenarten schossen nur, wenn sie vorübergehend niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. Wichtig ist dies in der Landwirtschaft bei der Wahl des Aussaatszeitpunktes von Nutzpflanzen. Wintergetreide muss demzufolge bereits vor dem Winter ausgesät werden, damit eine ausreichende Vernalisation möglich ist. Nur dann schossen die Pflanzen nach der Vegetationsruhe im nächsten Frühjahr und bilden die erwünschten Samen (Körner). Samen und Pflanzen können aber auch künstlich vernalisiert werden.
Bei der Produktion von Futterrüben und Zuckerrüben sowie Salat ist das Schossen unerwünscht, da bei diesen Pflanzen nicht die Samen, sondern bei Rüben der unterirdische Teil der Pflanze und beim Salat die Blätter genutzt werden.
Futterrübe und Zuckerrübe sind zweijährige Pflanzen, sie schossen normalerweise erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Durch ungünstige Witterungsbedingungen nach der Aussaat (Spätfrost, niederige Bodentemperaturen) kann bei einzelnen Pflanzen ein unerwünschtes Schossen im Jahr der Aussaat auftreten. Diese Pflanzen bezeichnet man als „Schosser“; sie sind bei Ernte und Verarbeitung sehr nachteilig.
Das Schossen von Gartensalat wird durch die sommerliche Tageslänge ausgelöst. Kopfsalat ist eine Langtagspflanze, die bei einer Belichtung von mehr als 12 Stunden pro Tag schosst und Samenstände bildet. Verhindern lässt sich dieses Schossen durch das zeitweise Abdecken der Salat-Kulturen mit lichtundurchlässigen Materialien.
In der Pflanzenzüchtung wird gelegentlich das Schossen „künstlich“ erzeugt, indem die Pflanzen über einen bestimmten Zeitraum niedrigen Temperaturen oder künstlichem Licht ausgesetzt werden.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."