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Die Bezeichnung Schoßhund (hist. Punzenlecker) wird benutzt für kleine Hunde, die oft getragen werden. Da diese Hunde sich nur wenig selbst bewegen, ist, abgesehen von der Größe, nicht jede Rasse dafür geeignet.
Der Begriff geht in seiner ursprünglichen Form auf die seit dem 18. Jahrhundert vor allem von gut situierten Damen gehaltenen verschieden kleinen Hunde unterschiedlicher Rassen zurück, die man unter Umständen auch eine gewisse Zeit lang tragen bzw. auf dem Schoß halten kann. Die Tiere waren meist Spielgefährten, konnten aber auch zu sexuellen Zwecken dressiert werden (Cunnilingus, Zoophilie).
Der Begriff Schoßhund wird sowohl in der Oeconomischen Encyclopädie von Krünitz als auch im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm so erklärt, dass es sich um einen kleinen Hund handelt, den man auf den Schoß nehmen kann. Bei Grimm wird hinzugefügt, dass Malta ein Herkunftsland dieser Hündchen sei, womit die Malteser gemeint waren.
Besondere Bekanntheit erlangten z. B. der Schoßhund Daisy, eine Yorkshire-Terrier-Dame und Statussymbol von Rudolph Moshammer, der Chihuahua Tinkerbell von Paris Hilton sowie die weißen Pudel der Jacob Sisters.
Im übertragenen Sinne wird der Begriff (ähnlich dem Kettenhund) auch auf andere Bereiche, vor allem auf die Politik, angewendet und bezeichnet dort eine abfällige Meinung zu einer Person.
In Porträts der Renaissance ließen sich Damen mit ihren Schoßhunden (Hündchen) malen, die für Treue, Eleganz und Schönheit standen.
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Margarete von Angoulême, nach einer Zeichnung von François Clouet |
Porträt einer Dame mit Hündchen, Lorenzo Costa der Ältere, ca. 1500 |
Porträt einer Dame mit Hündchen, Lavinia Fontana, 1590er |
Porträt einer jungen Dame, Frans van Mieris der Ältere, 1672 |