Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Schneeberg (Erzgebirge)

- Schneeberg (Erzgebirge) -

Schneeberg (Erzgebirge) :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Schneeberg (Erzgebirge)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schneeberg
Schneeberg (Erzgebirge)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schneeberg hervorgehoben
50.59416666666712.645555555556470Koordinaten: 50° 36′ N, 12° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 470 m ü. NN
Fläche: 23,34 km²
Einwohner: 16 042 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 687 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08289
Vorwahl: 03772
Kfz-Kennzeichen: ERZ (alt: AU, ASZ)
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 530
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
08289 Schneeberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Frieder Stimpel (CDU)
Lage der Stadt Schneeberg im Erzgebirgskreis
Karte

Schneeberg ist eine Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis. Sie hat 16.000 Einwohner und gehört zum Städtebund Silberberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Schneeberg liegt an der Silberstraße im oberen Westerzgebirge. Weithin sichtbar ist die markante St. Wolfgangskirche. Der Stadtkern liegt auf dem 470 m ü. NN hohen Schneeberg, der der Stadt ihren Namen gab. Zu den umliegenden Erhebungen gehören im Osten der Gleesberg (598 m) und im Norden der Keilberg (557 m).

Stadtansicht aus Richtung Süd-Ost
Stadtansicht aus Richtung Süd-West

[Bearbeiten] Geschichte

Marktplatz mit Rathaus
Rathaus

Die über 500-jährige Geschichte Schneebergs ist vor allem vom Bergbau geprägt, dem die Stadt ihre Gründung am 6. Februar 1471 verdankt. Der ursprüngliche Silberbergbau wich seit Mitte des 16. Jahrhunderts dem Abbau von Cobalt und Bismut.

Am 19.April 1945 erfolgte ein Bombenangriff auf Schneeberg, dem die St.Wolfgangskirche zum Opfer fiel. Sie brannte aus, die Gewölbe stürzten später ein. Das ehemalige Fürsten- oder Bachsches Haus brannte ebenfalls aus und wurde 1954 bis 1957 wieder aufgebaut, ebenso das zerstörte Nachbarhaus.[2]

Mit dem Uranbergbau für die sowjetische Atomrüstung, der von 1946 bis 1958 andauerte, stieg die Einwohnerzahl der Stadt rasch an, sodass Schneeberg von 1952 bis 1958 den Status einer kreisfreien Stadt innehatte. Danach gehörte sie wieder zum Kreis Aue.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960: Stichtag 31. Dezember):

  • 1834 − 6.912
  • 1946 − 13.602 (1)
  • 1950 − 32.932 (2)
  • 1960 − 21.561
  • 1971 − 20.889
  • 1981 − 21.174
  • 1984 − 22.318
  • 2002 − 17.622 (3)
  • 2003 − 17.258 (3)
  • 2004 − 16.541 (3)
  • 2005 − 16.632 (3)
  • 2006 − 16.295 (3)
  • 2007 − 15.926 (3)
  • 2008 − 15.636 (3)
  • 2009

(1) 29. Oktober
(2) 31. August
(3) Angaben durch den Stadtchronisten der Bergstadt Schneeberg

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Schneebergs Partnerstädte sind:

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die St. Wolfgangskirche ist eine der größten und architektonisch ausgereiften Kirchen der Spätgotik und ein früher Typus des reformatorischen Kirchenbaus. Sie wurde bei einem Luftangriff im April 1945 zerstört. 1945 wurde das Gotteshaus enttrümmert, bis 1952 der Turm rekonstruiert. 1955-1959 erfolgte der Dachaufbau mit einer Stahlkonstruktion, nach Sicherung der Umfassungsmauern durch einen Stahlbeton-Ringanker. Es folgten in den nächsten Jahren die Emporenbogen, die Wandpfeiler und 1976 die Einwölbung in der ursprünglichen Form.[3] Im Innern der Kirche befinden sich Werke von Lucas Cranach d. Ä. und der Malerfamilie Krodel, die vor dem Bombenangriff hatten gerettet werden können. An die Familie Krodel erinnerte der Ende 2005 abgerissene Krodel-Brunnen.

Zu den weiteren baulichen Sehenswürdigkeiten im historischen Stadtkern zählen das Mitte des 19. Jahrhunderts neu errichtete, neogotische Rathaus, diverse Barockbauten und bergbauliche Denkmäler. In der Kirchgasse befindet sich das Schumannhaus, in dem Carl Schumann, Bruder des Komponisten Robert Schumann, im 19. Jahrhundert eine Druckerei betrieb.[4]

Durch Schneeberg verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

Die Bergbaulandschaft um Schneeberg und Neustädtel bildet einen Kern des angestrebten UNESCO-Weltkulturerbes „Kultur- und Montanlandschaft Erzgebirge“, wobei die Fundgrube Weißer Hirsch und die Schneeberger Altstadt inklusive der Kirchen St. Wolfgang und St. Trinitatis sowie Rathaus, Fürsten-, Schmeil- und Bortenreuther-Haus sowie in Neustädtel die Fundgruben Wolfgangmaßen, Daniel, Sauschwart und Gesellschaft, der Filzteich und das Siebenschlehener Pochwerk samt dem Knappschaftsteich als schützenswerte Bereiche definiert werden.[5]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

In Schneeberg endet die von Leipzig kommende Bundesstraße 93, die einst über die Grenze weiter nach Karlsbad führte. Außerdem führt die Bundesstraße 169 von Plauen nach Chemnitz durch die Stadt.

Von 1859 bis 1952 hatte die Stadt mit einer 5 km langen Stichstrecke nach Niederschlema einen Eisenbahnanschluss an die Bahnlinie ZwickauSchwarzenberg/Erzgeb.JohanngeorgenstadtKarlsbad.

[Bearbeiten] Staatliche Einrichtungen

Schneeberg war bis 31. März 2008 Standort des Gebirgsjägerbataillons 571 und der Versorgungskompanie 370 der Bundeswehr.

[Bearbeiten] Bildung

Schneeberg verfügte über ein Lyzeum, aus dem 1888 ein Gymnasium hervorgegangen ist. Weiterhin gibt es eine Spitzenklöppelschule. Früher befanden sich auch eine Kunstschule, ein berufliches Gymnasium und ein Lehrerseminar in der Stadt. Das Schneeberger Johann-Gottfried Herder Gymnasium wurde 2004/2005 im Rahmen einer „Capital“-Studie zum „besten Gymnasium Sachsens“ gekürt. Es genießt über Landesgrenzen hinweg über einen hervorragenden Ruf. Nicht zuletzt ist Schneeberg Hochschulstandort. Hier befindet sich die Hochschule für Angewandte Kunst Schneeberg mit den Studienrichtungen Holzgestaltung, Modedesign, Textilkunst/-design und Musikinstrumentenbau. Die Hochschule für Angewandte Kunst, Fachbereich der Westsächsischen Hochschule Zwickau, genießt internationalen Ruf.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

Brendelstein in Neustädtel

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Die Schneeberger Erkrankung

Medizinern ist Schneeberg im Zusammenhang mit dem Schneeberger Lungenkrebs ein Begriff. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des Lungenkrebses, der durch Inhalation von radioaktivem Radon auftritt. Erstmals wurde diese Tumorform bei Bergleuten beschrieben, die im Bereich Schneeberg im Uranabbau (bzw. der zur Urangewinnung notwendigen Pechblende) tätig waren.[6]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
  2. Heinrich Magirius in "Das Schicksal deutscher Baudenkmale im zweiten Weltkrieg". Hrsg. Götz Eckardt, Henschel-Verlag Berlin 1978. Band 2, S.464
  3. Heinrich Magirius in "Das Schicksal deutscher Baudenkmale im zweiten Weltkrieg". Hrsg. Götz Eckardt, Henschel-Verlag Berlin 1978. Band 2, S.464
  4. Homepage der Touristinformation Schneeberg
  5. Freie Presse, Lokalausgabe Aue vom 20. Dezember 2008: Schneeberg ist Vorreiter in Sachen Welterbe - Stadt hält erste Studie zu schützenswerten Objekten innerhalb der Montanregion Erzgebirge in den Händen
  6. Schneeberg lung disease and uranium mining in the Saxon Ore Mountains (Erzgebirge).

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Schneeberg – Bilder, Videos und Audiodateien
rencontre

Schneeberg (Erzgebirge) - En savoir plus

Rencontre Schneeberg (Erzgebirge) - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.