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| Schlacht bei Lobositz | |||||||
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| Teil von: Siebenjähriger Krieg | |||||||
Karte der Schlacht |
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| Konfliktparteien | |||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Friedrich II. von Preußen | Maximilian Ulysses Browne | ||||||
| Truppenstärke | |||||||
| 28.000 Mann | 35.000 Mann | ||||||
| Verluste | |||||||
| 2.906 Tote und Verwundete | 2.863 Tote und Verwundete | ||||||
| Siebenjähriger Krieg (1756–1763) Östlicher Kriegsschauplatz |
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Lobositz – Prag – Kolin – Groß-Jägersdorf – Moys – Roßbach – Breslau – Leuthen – Zorndorf – Hochkirch – Kay – Kunersdorf – Hoyerswerda – Maxen – Landeshut – Liegnitz – Torgau – Burkersdorf – Reichenbach – Freiberg |
Die Schlacht bei Lobositz (auch Lowositz) fand am 1. Oktober 1756 zwischen den preußischen und österreichischen Armeen statt.
Inhaltsverzeichnis |
Friedrich der Große besiegte dabei im Siebenjährigen Krieg die Österreicher unter Feldmarschall Browne, die den bei Struppen unweit von Pirna eingeschlossenen sächsischen Truppen zu Hilfe eilten.
Als Friedrich II. davon Kenntnis bekam, zog er ihnen entgegen. Die Österreicher zählten 35.000 Mann, die Preußen 28.000 Mann.[1] Bei Lobositz trafen beide Armeen zusammen. Der Angriff der preußischen Kavallerie, die unerwartet auf den Feind stieß, wurde zwar abgeschlagen, aber die Infanterie erstürmte Lobositz und zwang die Österreicher zum Rückzug.
Diese Schlacht war von allseitigen Missverständnissen geprägt: Der preußische Kavallerieangriff geschah gegen den Befehl Friedrichs,[2] daraufhin hatte er die Schlacht schon verloren gegeben und das Schlachtfeld verlassen. Als die Preußen Lobositz erstürmt hatten, glaubten sie, die Österreicher geschlagen zu haben, und Friedrich kehrte zurück. Allerdings war Lobositz nur von der österreichischen Vorhut besetzt, die Hauptarmee war noch unversehrt. Browne erkannte jedoch nicht, dass die Preußen schon „ihr Pulver verschossen hatten“, und zog sich zurück, obwohl er sie nun vermutlich hätte besiegen können. Jeder von beiden Gegnern hatte dabei ca. 2.900 Mann verloren.
An der Schlacht bei Lobositz nahm als Söldner auf preußischer Seite auch der Schweizer Schriftsteller Ulrich Bräker teil. In seinem autobiografischen Werk "Der arme Mann im Tockenburg" beschrieb er das Schlachtengetümmel später eindrücklich – nicht ohne zu erwähnen, dass er dasselbe zusammen mit anderen Soldaten zur Desertion nutzte.