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Schlacht bei Lesnaja

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Schlacht bei Lesnaja
Teil von: Großer Nordischer Krieg
Schlacht bei Lesnaja, das Gemälde von Jean Marc Nattier, (1717)
Schlacht bei Lesnaja, das Gemälde von Jean Marc Nattier, (1717)
Datum 28. Septemberjul./ 9. Oktobergreg./ 29. September 1708schwed.
Ort Lesnaja, Weißrussland
Ausgang Sieg der Russen
Konfliktparteien
Flag of Sweden.svg Schweden Datei:Flag of Russia.svg Russisches Zarenreich
Befehlshaber
Truppenstärke
8,300 [1] 12.000-14.500 Mann
Verluste
6.397 Tote, Verwundete und Gefangene[2] 1.111 Tote[2]
2.856 Verwundete

Die Schlacht bei Lesnaja war eine der entscheidenden Schlachten des Großen Nordischen Krieges. Die Schlacht fand am 28. Septemberjul./ 9. Oktobergreg./ 29. September 1708schwed. in der Nähe des Dorfes Ljasnaja (heute Weißrussland) statt. Den russischen Truppen unter dem Kommando von Zar Peter I. und Feldmarschall Menschikow stand eine schwedische Armee unter dem Kommando von General Adam Ludwig Lewenhaupt gegenüber. Die Gefechte dauerten von 8:00 Uhr morgens bis 20:00 Uhr abends.

Lewenhaupt kommandierte eine der besten schwedischen Armeen, die in der Nähe der Hafenstadt Riga stationiert war. Im Sommer 1708 bewegte Lewenhaupt seine Truppen auf Befehl des schwedischen Königs Karl XII. in südliche Richtung, um sich mit den Haupttruppen von Karl XII. zu vereinigen, die in Polen stationiert waren. Sein gesamtes Invasionsheer, mit dem der König im September 1707 von Sachsen aus nach Moskau marschierte, war auf fast 70.000 Soldaten gestiegen.[3]

Karl XII. erwartete mit den Truppen unter dem Kommando von Lewenhaupt Nachschub an Munition und Ausrüstung, um danach den Feldzug in Richtung Moskau fortzusetzen.

Die Vorbereitungen für den Aufbruch von Lewenhaupts Truppen dauerten jedoch länger als erwartet und die notwendige Verstärkung verzögerte sich. Nach langen Wochen des erfolglosen Wartens entschloss sich Karl XII. für die Invasion der Ukraine und gab seinen Truppen am 15. Septemberjul./ 26. Septembergreg./ 16. September 1708schwed. den Befehl zum Aufmarsch. Die Truppen Lewenhaupts waren zu diesem Zeitpunkt nur ca. 80 Meilen von der Position der Haupttruppen entfernt.

Die für die Russen günstige Wende der Ereignisse entging nicht der Aufmerksamkeit des Zaren Peter I. und er befahl den sofortigen Angriff auf die kleinere Armee der Schweden, bevor diese sich mit den Haupttruppen vereinigen konnte. Die russischen Truppen sollten ein schnelles Manöver ausführen, um Lewenhaupts Truppen den Weg zur sicheren Rettung auf dem anderen Ufer des Flusses Sozh abzuschneiden. Das war keine Überraschung für Lewenhaupt und er befahl seinen Truppen die Vorbereitung zur Schlacht.

Am Tag der Schlacht kam es zu einem heftigen Schneesturm, der auch für russische Wetterverhältnisse (Ende September) sehr ungewöhnlich war. Die Truppen der Schweden erwiesen sich als unfähig, unter solchen Bedingungen zu kämpfen, wurden schnell desorientiert und desorganisiert und Lewenhaupt befahl den Rückzug. Der Feldherr gab auch den Befehl, die für die Haupttruppen vorbereitete Munition und den Nachschub zu verbrennen. Die mit Kosaken verstärkten russischen Truppen beendeten die Schlacht mit der Gefangennahme von Hunderten schwedischer Soldaten.

In dieser Schlacht verloren die Schweden 6.307 Soldaten, mehr als die Hälfte davon wurde gefangen genommen. Der Rest der schwedischen Truppen erreichte die Hauptarmee von Karl XII. erst am 8. Oktoberjul./ 19. Oktobergreg./ 9. Oktober 1708schwed. in der Nähe des kleinen Dorfes Starodub, 60 Kilometer westlich des Nebenflusses Desna. Doch die Überreste der Armee Lewenhaupts erwiesen sich für Karl XII. eher als Last denn als Verstärkung seiner Armee.

Der Sieg bei der Schlacht von Lesnaja brachte eine große moralische Stärkung der Russen, denn die Truppen Lewenhaupts waren während der letzten 9 Jahre unbesiegt und galten als beste und stärkste Kampfkraft der schwedischen Armee. Der Sieg stärkte das Selbstbewusstsein der russischen Truppen und trug bedeutend bei zum Sieg der Russen in der großen Schlacht bei Poltawa, bei der die schwedische Armee des Königs Karl XII. vernichtend geschlagen wurde.

Peter I. der Große nannte diese Schlacht später "Die Mutter der Schlacht von Poltawa", welche sich genau 9 Monate danach abspielte.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Liljegren, B., 2000. Karl XII: En Biografi. p 162.
  2. a b "Сто великих битв", стр. 222, издательство "Вече", 2004, ISBN 5-9533-0493-5
  3. Bengt Liljegren|Liljegren, Bengt - Karl XII: En biografi, Historiska media, 2000, Sidan 151.
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